Outing nach Erpressung

15. April 2018 23:24; Akt: 16.04.2018 09:48 Print

Conchita: "Bin seit Jahren HIV-positiv"

Ein Ex-Freund wollte mit der Info an die Öffentlichkeit gehen - mit ihrem Outing kam Conchita dem zuvor: "Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv".

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Conchita Wurst (29) sorgte auf Instagram mit ihrem HIV-Outing für Aufsehen. Conchita "Rise Like a Phoenix": 2014 gewann Conchita Wurst mit großer Pose und Feuer den Song Contest für Österreich 2018 informierte Conchita, dass sie HIV-positiv ist. Sie wollte damit einem Erpressungsversuch aus ihrem persönlichen Umfeld zuvorkommen. Opernball: Very Ladylike war Conchita Wurst in ihrem Kleid von "Tu Felix Austria by Thomas Kirchgrabner". Diese Taille wünscht sich so manch andere Opernball Besucherin! Leserreporter Judit Jozs traf Conchita Wurst am Weg ins Volkstheater, in einem hübschen Dirndl mit Highheels in beige! "Freundlich mit der Kamera flirten ist ganz ihre Sache. Danke für diesen Schnappschuss!" Conchita im Newsroom von "Heute". 2015 moderierte Conchita neben Arabella Kiesbauer, Mirjam Weichselbraun und Alice Tumler den ESC in Wien. Conchita besuchte die "Heute"-Redaktion Veränderter Look: Inzwischen müssen es nicht immer nur Kleider sein Conchita tauscht öfter Kleid gegen Hose. Auf RTL nahm sie in der "It Takes 2"-Jury Platz. 2017 moderierte Conchita den Life Ball von Gery Keszler. Sexy räkelt sich Conchita a la "American Beauty" für ein Musikvideo in der Wanne Am 12. September 2013 sorgte Conchita Wurst eher unfreiwillig für einen der größten Aufreger in der heimischen Musikszene. Kurz nach ihrer Bestellung als Vertreterin beim Songcontest 2014 brach im Internet ein homophober Shitstorm los. Platz 2 bei Starmania: Damals war Conchita noch Tom Neuwirth Gewinnerin Conchita mit den Moderatoren Nicht der hübscheste aller Gesichtsausdrücke, aber verständlich: Conchita gewinnt den Song Contest Rot - Weiß - Rot war die dominante Farbe in Kopenhagen Sie konnte es selbst kaum fassen

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Berührendes Posting: Song-Contest-Star Conchita ("Rise like a Phoenix") schrieb auf Instagram, seit Jahren HIV-positiv zu sein. Wurst (29) ging jetzt in die Offensive, weil sie von einem Ex-Freund bedroht wurde.

"Heute ist der Tag gekommen, mich für den Rest meines Lebens von einem Damoklesschwert zu befreien: Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv", so begann Conchita Wurst Sonntagabend ihren Befreiungsschlag – via Instagram.

Unter ein Schwarz-Weiß-Foto schrieb die Sängerin die berührenden Zeilen und stellte klar: "Das ist für die Öffentlichkeit eigentlich irrelevant." Warum sie die höchst private Sache, von der bisher nur ihre Familie und Partner wussten, publik machte? "Ein Ex-Freund droht mir, mit dieser privaten Information an die Öffentlichkeit zu gehen, und ich gebe auch in Zukunft niemandem das Recht, mir Angst zu machen."

Die 29-Jährige ist in ärztlicher Behandlung und "seit vielen Jahren unterbrechungsfrei unter der Nachweisgrenze – also nicht in der Lage, den Virus weiterzugeben." Von ihren Fans erhielt Conchita viel Zuspruch im Web.

heute ist der tag gekommen, mich für den rest meines lebens von einem damoklesschwert zu befreien: ich bin seit vielen jahren hiv-positiv. das ist für die öffentlichkeit eigentlich irrelevant, aber ein ex-freund droht mir, mit dieser privaten information an die öffentlichkeit zu gehen, und ich gebe auch in zukunft niemandem das recht, mir angst zu machen und mein leben derart zu beeinflussen. seit ich die diagnose erhalten habe, bin ich in medizinischer behandlung, und seit vielen jahren unterbrechungsfrei unter der nachweisgrenze, damit also nicht in der lage, den virus weiter zu geben. ich wollte aus mehreren gründen bisher nicht damit an die öffentlichkeit gehen, nur zwei davon will ich hier nennen: der wichtigste war mir meine familie, die seit dem ersten tag bescheid weiss und mich bedingungslos unterstützt hat. ihnen hätte ich die aufmerksamkeit für den hiv-status ihres sohnes, enkels und bruders gerne erspart. genauso wissen meine freunde seit geraumer zeit bescheid und gehen in einer unbefangenheit damit um, die ich jeder und jedem betroffenen wünschen würde. zweitens ist es eine information, die meiner meinung nach hauptsächlich für diejenigen menschen von relevanz ist, mit denen sexueller kontakt infrage kommt. coming out ist besser als von dritten geoutet zu werden. ich hoffe, mut zu machen und einen weiteren schritt zu setzen gegen die stigmatisierung von menschen, die sich durch ihr eigenes verhalten oder aber unverschuldet mit hiv infiziert haben. an meine fans: die information über meinen hiv-status mag neu für euch sein – mein status ist es nicht! es geht mir gesundheitlich gut, und ich bin stärker, motivierter und befreiter denn je. danke für eure unterstützung!

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Hier das Posting im Wortlaut:

heute ist der tag gekommen, mich für den rest meines lebens von einem damoklesschwert zu befreien: ich bin seit vielen jahren hiv-positiv. das ist für die öffentlichkeit eigentlich irrelevant, aber ein ex-freund droht mir, mit dieser privaten information an die öffentlichkeit zu gehen, und ich gebe auch in zukunft niemandem das recht, mir angst zu machen und mein leben derart zu beeinflussen.
seit ich die diagnose erhalten habe, bin ich in medizinischer behandlung, und seit vielen jahren unterbrechungsfrei unter der nachweisgrenze, damit also nicht in der lage, den virus weiter zu geben.
ich wollte aus mehreren gründen bisher nicht damit an die öffentlichkeit gehen, nur zwei davon will ich hier nennen: der wichtigste war mir meine familie, die seit dem ersten tag bescheid weiss und mich bedingungslos unterstützt hat. ihnen hätte ich die aufmerksamkeit für den hiv-status ihres sohnes, enkels und bruders gerne erspart. genauso wissen meine freunde seit geraumer zeit bescheid und gehen in einer unbefangenheit damit um, die ich jeder und jedem betroffenen wünschen würde.
zweitens ist es eine information, die meiner meinung nach hauptsächlich für diejenigen menschen von relevanz ist, mit denen sexueller kontakt infrage kommt.

coming out ist besser als von dritten geoutet zu werden. ich hoffe, mut zu machen und einen weiteren schritt zu setzen gegen die stigmatisierung von menschen, die sich durch ihr eigenes verhalten oder aber unverschuldet mit hiv infiziert haben.

an meine fans: die information über meinen hiv-status mag neu für euch sein – mein status ist es nicht! es geht mir gesundheitlich gut, und ich bin stärker, motivierter und befreiter denn je. danke für eure unterstützung!

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Domino am 16.04.2018 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    warum sie?

    Warum wird hier sie geschrieben? Für mich ist er ein Mann.

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  • Billy Jean King am 16.04.2018 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Wurst

    Also bevor ich das gewusst habe, war mir die/der Concita Wurst auch völlig wurscht.

  • S.Oliver am 16.04.2018 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wurst ist und war immer eine Kunstfigur

    und keine SIE. War er nie und in letzter Zeit will er auch gar nicht mehr als Frau wahrgenommen werden. Er hat beim Reden keine gekünstelt hohe Stimme mehr und verdeckt auch seine unübersehbare Männerbrust nicht mehr. Dann sollte er auch nicht mehr als Sie, in diversen Berichten auftauchen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sonja am 17.04.2018 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Die Eltern haben es sicher schon gewusst. Nur glaube ich das es für sie jetzt nicht angenehmer ist,weil es jetzt fast die ganze Welt weiss. Auch wenn es eine Scham für sie ist ,ist es ihr Kind. Glaube das sie mehr Anfeindungen haben werden. Glaube nicht das Conchita dadurch beliebter ist. Im Fernsehen sagen alle VIP 's ,das sie ihn beneiden oder unterstützen. Dabei sind das Heuchler. Aber er hätte es müssen wissen das gerade in der homoszene die Gefahr noch Höher ist.

  • Der_liebe_Augustin am 17.04.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    gscheit

    dass er von sich aus die medien informiert. er schläft jetzt bestimmt ruhiger und die hiv gschichte war ja längst in den einschlägigen kreisen bekannt. ausserdem wen interessiert's bzw wem gets was an: wer, was, wann, mit wem, wie oft, .... uswusf. ? schon mal wax vom privatspäre gehört ? nur weil er mal ein liedchen am songcontest, den eh niemanden interessiert, geträllert hat, muss man ihn noch lange nicht als promi bezeichnen.

  • Grüne Verweigerer am 16.04.2018 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist ER, sie ist ER, es ist WER?

    Ganz Bad Mitterndorf wird sich wahrscheinlich bis in den Boden schämen, freuen oder sogar bedauern, für diesen Sohn der Gemeinde. Kein Ruhm fällt auf diesen Ort mit diesem ersies, was sollen die Touristen denken, die viel Geld in der dort Region lassen?

    • Ich bins am 17.04.2018 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      Was hat

      das mit dem Tourismus zu tun?

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  • BananaJoe am 16.04.2018 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Wie er jetzt als Held dargestellt wird. Woher hat er denn das? Verhütung war wohl nicht so wichtig, immerhin ist HIV ja ganz was neues, kennt man ja nicht. Wir alle wissen wo diese totbringende Krankheit zu 90% herkommt. Aber heute muss man ja tolerant sein und da darf man natürlich auch Aids verteilen und ist trotzdem cool. Frage: Wenn ich heute überall gesagt bekomme, dass ich meine Finger nicht in den Fleischwolf stecken soll und mach es trotzdem, bin ich dann arm oder selber schuld? Mir kommt gleich das Essen hoch.

    • Sonja am 17.04.2018 06:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ein Held. Unglaublich.

      DANKE! Eine Welle der Unterstützung? Ernsthaft? Er ist ein Held, weil er ungeschützt Geschlechtsverkehr hatte und sich mit HIV angesteckt hat? Und das ist jetzt passiert, nicht in den 80ern....jetzt, wo Aufklärung darüber Thema #1 ist. Na bravo, das sind wahre Helden.

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  • Statistiker am 16.04.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Vorverurteilung

    Nun wird also der Ex-Freund von dem Wurst durch den Dreck gezogen. Wer weiß, ob es nicht der Wurst war, der ihn angesteckt hat? Man muss beide Seiten hören!

    • Susan gb am 16.04.2018 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Statistiker

      egal wie es dazu kam, Erpressung ist nun mal ein strafrechtlicher Tatbestand

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