Keine Hoffnung mehr

12. September 2018 10:27; Akt: 12.09.2018 10:27 Print

Küblböcks Vater nimmt bereits Abschied

Am Sonntagmorgen stürzte Daniel Küblböck von einem Kreuzfahrtschiff. Die Suche wurde inzwischen eingestellt.

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Daniel Küblböck ist am Sonntagmorgen von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aidaluna verschwunden. Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilt das Kreuzfahrtschiff mit. Das Schiff, das von Hamburg nach New York unterwegs gewesen ist, wurde vorzeitig gestoppt. Helikopter suchen seither nach ihm. (Archivbild) Die AIDA-Route Hamburg-New York mit ihren Stationen: Etwa 185 Kilometer nördlich von Neufundland (Stecknadel) soll Küblböck ins Meer gesprungen sein. Bekannt wurde der mittlerweile 33-Jährige 2003 durch seine Teilnahme bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar". Er schied in der vorletzten Sendung aus und belegte hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann den dritten Platz. Es folgten mehrere ... ... TV-Auftritte, Chart-Hits, Werbespots und eine Autobiographie «Ich lebe meine Töne». Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst einsprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestesellerliste. 2004 ging Daniel dann ins RTL-Dschungelcamp und musste sich unter anderem mit 30.000 Kakerlaken in einer Glaskiste ... ... auseinandersetzen. Im selben Jahr hatte Küblböck auch einen Autounfall. Er prallte gegen einen Lastwagen, der voll mit Gurken war, und überlebte schwer verletzt. Direkt danach machte er seinen Führerschein. Anschliessend wurde es ruhig um den Paradiesvogel. Grund: Küblböck ... ... wurde zum Geschäftsmann, gründete ein eigenes Unternehmen und investierte in Öko-Storm. 2012 machte er Schlagzeilen, als er sich von einer 70-jährigen Milliardärin adoptieren liess. 2015 zog es Daniel wieder kurzzeitig ins Rampenlicht. Der Sänger nahm bei der achten Staffel von "Let's Dance" teil. Anschließend wurde es erneut ruhig um ihn. Gegenüber VIP.de sagte er 2017: "Ich habe mich seit drei Jahren aus dem Verkehr gezogen, weil ich in Berlin Schauspiel studiere. Ich bin ... ... Student, man lernt nie aus. Darauf will ich mich konzentrieren. Ich bin dort bis September 2018, danach will ich mich am Theater bewerben. Und dann mal schauen, was kommt." Daniel Küblböck und Otlile Mabuse In den letzten Jahren machte Daniel nicht nur beruflich, sondern auch optisch eine Verwandlung durch. Während er 2002 bei DSDS noch mit seinem schrillen Aussehen auffiel, präsentierte sich der 33-Jährige 2014 mit einer modernen Kurzhaarfrisur, Bart und jede Menge Tattoos. Vor seiner Karriere im Rampenlicht machte er übrigens eine Ausbildung zum Kinderpfleger und absolvierte ein Praktikum in einem Kindergarten. Sein letzter Instagram-Post stammt vom 28. Juli. Damals klagte Daniel über die Hitze. "Zu heiß. Wann kommt der Regen?", fragte er damals.

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Noch immer fehlt von Daniel Küblböck jede Spur. Der 33-Jährige gilt seit Sonntagmorgen als vermisst, nachdem er laut Mitteilung der Reederei von Deck 5 des Kreuzfahrtschiffes "AIDAluna" gesprungen ist. Am Montag wurde die Suche nach dem Sänger eingestellt. Das teilte die kanadische Küstenwache mit.

Eine Entscheidung, die Daniel Küblböcks Vater Günther schweren Herzens nachvollziehen kann, wie er am Dienstagabend auf der offiziellen Website des Schauspielers mitteilte: "Wir haben Verständnis, dass die Suche nun eingestellt wurde. Wir möchten uns ausdrücklich bei allen an der Suche Beteiligten für den intensiven Einsatz bedanken". Es seien 4.000 Quadratkilometer mit modernsten Geräten abgesucht worden, "eine größere Fläche ist nach Auskunft der Küstenwache nicht mehr zu bewältigen", schreibt Küblböck.

"Wir trauern sehr"

Bis zuletzt gab die Familie des Sängers die Hoffnung, Daniel doch noch lebend zu finden, nicht auf. Nun scheint sie dennoch Abschied zu nehmen. "Das große Wunder, auf das wir so sehr gehofft haben, wird sich wohl leider nicht mehr bewahrheiten. Wir trauern sehr um einen liebevollen Menschen, der einen großen Platz in unseren Herzen hinterlässt", teilen Daniels Angehörige auf seiner Seite mit.

Günther Küblböck wird vor allem "Daniels Art zu lachen und dass er ein von Grund auf positiver Mensch war besonders in Erinnerung bleiben", wie es weiter heißt. In der Mitteilung bedankt sich die Familie zudem "für die unglaubliche Anteilnahme". Die netten Worte vieler Wegbegleiter würden sie sehr rühren.

Überlebenschance im Atlantik gering

Ob Daniel Küblböck irgendwann noch gefunden werden kann, ist höchst unwahrscheinlich. "Küblböck sprang in den Atlantik. Dort ist es sehr wahrscheinlich, dass eine verunglückte Person direkt sehr tief sinkt und auch später bedingt durch Strömungen nicht wieder auftaucht", so Christian Stipeldey (40) von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gegenüber "Bild".

In seinem Zuständigkeitsgebiet – der Nord- und Ostsee – "tauchen Leichname irgendwo wieder auf: an der Wasseroberfläche, in Fischernetzen oder später an einem Strand". Bei ihnen würden nur wenige Schiffbrüchige für immer vermisst bleiben.

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(kao)