"Heute"-Gespräch

03. Januar 2018 05:30; Akt: 02.01.2018 15:14 Print

"Arbeitnehmer bekommen Türkis-Blau zu spüren"

Scharfe Kritik an der neuen Regierung übt der stv. SPÖ-Chef Hans Peter Doskozil wegen der Streichung von Jobprogrammen. Er will dagegen kämpfen.

Hans Peter Doskozil vor Beginn der Sitzung des SPÖ-Präsidiums (Bild: Helmut Graf)

Hans Peter Doskozil vor Beginn der Sitzung des SPÖ-Präsidiums (Bild: Helmut Graf)

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„Die Regierung zeigt bereits am ersten Tag des Jahres ihr wahres Gesicht, wenn es um den Abbau von wichtigen arbeitspolitischen Maßnahmen geht“, so Hans Peter Doskozil im „Heute“-Gespräch. Das sagt der Ex-Minister und jetziger Landesrat zu:

Aus für Job-Aktion „Ich bin sehr verärgert über die Rücknahme der Aktion 20.000. Das ist ein harter Schlag für ältere Arbeitslose. Es zeigt, dass es eben doch einen Unterschied macht, wer in der Regierung vertreten ist. Es hätte eine sozialdemokratische Handschrift benötigt, jetzt ist das nicht der Fall und Arbeitnehmer bekommen es sofort zu spüren.“

Türkis-Blau „Die neue Regierung hat eine starke Schlagseite in Richtung Großindustrie. Auf die einfachen Arbeitnehmer nimmt sie eindeutig zu wenig Rücksicht.“

Zukunft der SPÖ „Es ist Zeit für die SPÖ, ihr Profil noch stärker zu schärfen. Wir müssen jetzt offensiv Hand in Hand mit der Gewerkschaft für Arbeitnehmerrechte kämpfen. Nur die SPÖ ist die Partei der Arbeit.“

Die Wiener SPÖ „Sie wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle innerhalb der Sozialdemokratie spielen. Ich bin davon überzeugt, dass sie sich nach dem 27. Jänner (am Landesparteitag übergibt Michael Häupl den Parteivorsitz in Wien, Anm.) gut aufstellen wird.“

Häupl-Nachfolge „Ich will keine Zurufe machen, aber persönlich schätze ich Michael Ludwig (Gegenkandidat ist KlubchefAndreas Schieder, Anm.) außerordentlich. Er wäre mit Sicherheit ein sehr guter Bürgermeister für Wien.“

Bürgermeister Kern „Christian Kern hat öfter betont, dass er nicht auf die Landesebene wechselt, sondern die SPÖ auch in Opposition als Vorsitzender anführt. Ich bin überzeugt, dass er zu seinem Wort steht. Seine ersten Auftritte haben bereits bewiesen, dass er Opposition sehr gut kann.“

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(uha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AuchneMeinung am 03.01.2018 06:52 Report Diesen Beitrag melden

    Apropos gSPür

    für die 7 MRD Defizit allein in Wien brauchst auch a Gspür. Und das bekommt die gesamte Bevölkerung zu spüren. Freundschaft, Herr Genosse!

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  • gü07 am 03.01.2018 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    abwarten

    ich wundere mich über die ganzen dummen komentare. es wurde neu gewählt weil veränderung gewollt wurde und jetzt heult ihr pfeiffen weil etwas verändert wird. abwarten und schauen was passiert. veränderung braucht auch zeit um zu wirken und dann wird man sehen...

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  • Michi am 03.01.2018 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    Christian Kern ist Populist

    und steht gern im Rampenlicht, keinesfalls wird er Vorsitzender bleiben, denn er ist weg vom Fenster. Nicht einmal die Skandale interessieren mehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • j.l. am 05.01.2018 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    und weiter?

    die demokratie hat entschieden also haben die wähler auch die kröte zu schlucken

  • weissnicht am 04.01.2018 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Zwangsbeglückung die kein Glück bringt

    Lassen wir die Kirche im Dorf, Herr Doskozil. Für die älteren Arbeitnehmer ist derzeit mit Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und im schlimmsten Fall mit Mindestsicherung bestens gesorgt. Die Rücknahme der Aktion 2000 ist in Wirklichkeit für die meisten älteren Arbeitslosen ein Segen und eine Wohltat weil sie eine Zwangsbeglückung darstellt, die den Betroffenen keine Vorteile bringt. Gönnen sie den Arbeitslosen über 50 ihre vorzeitige Alterspension. ÖBBler gingen auch in diesem Alter in Pension. Ich weiss das so genau, weil ich selbst betroffen war. Ich hätte viel lieber Arbeitslosengeld bezogen

    • teer und federn am 05.01.2018 02:38 Report Diesen Beitrag melden

      die älteren arbeitnehmer werden

      totalenteignet falls sie vermögen haben. dann ist das haus weg. oder die wohnung. im geringsten fall das auto und das ersparte für die kinder. halb so wild, nicht?

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  • LIonhunter am 04.01.2018 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wir müssen Sparen ....

    Jessas der Doskozil -den gibts ja auch noch - da wird ein Projekt zu Grabe getragen, das nie funktioniert hat - aber man kommt wenigstens noch damit in die Medien ...hätte die Misswirtschaft der SPÖ uns nicht so in die "Miesen" gebracht ...wärs ein weniger leichter ...

  • teer und federn am 03.01.2018 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    nach genauem studium der wahlergebnisse

    zeigt sich daß der großteil der blauwähler vom land kommt, dort wo jeder massiv eigentum besitzt und wo es keine fremden gibt. dort wo der klerus noch an der macht ist und wo man die ausbeuterische feudalwirtschaft des 19. jhdts als zukunftsmodell ansieht. die größen steuerzahler sind sie nicht, die leute vom land, sie genießen überall ausnahmern und privilegien (zb. 80% bundeszuschuß zu den pensionen der bauern).

  • Hoffnung am 03.01.2018 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Regierung, neue Modelle

    Wenn sogar der Chef vom AMS, Herr Kopf, sagt, dass er auch für das Ende dieser Maßnahme plädiert, weil dies überhaupt nichts gebracht hat, dann kann es jawohl nicht so falsch sein, es zu beenden. Das Geld soll in "junge Arbeitslose" investiert werden, die die Rente für die alten bezahlen! Das ist 100mal besser! Jeder Arbeitslose soll eine Ausbildung abschließen, dann kann keiner "ungebildet" sein für einen Job. Dann müssen die Firmen die Leute nehmen und einarbeiten!! auch ohne "Zuckerln".