Studie

12. Januar 2018 09:03; Akt: 12.01.2018 09:33 Print

"Idealer" Flüchtling ist christlicher Arzt

Mehr als 18.000 Europäer wurden befragt, ob und unter welchen Bedingungen Schutzsuchende aufgenommen werden sollen.

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Seit mehr als zwei Jahren dominieren Asyl und Migration den politischen Diskurs in Österreich. Sowohl bei der Bundespräsidentenwahl 2016, als auch der Nationalratswahl im Oktober 2017 war das Thema aus den Debatten der Spitzenkandidaten nicht wegzudenken – und eines der zentralen Wahlmotive. Aber wie stehen Österreicher tatsächlich zum Asylproblem? Zwei der wenigen seriösen Studien dazu haben Wissenschaftler an Universitäten in Zürich, London und Stanford durchgeführt.

Das Team befragte mehr als 18.000 Personen aus 15 OECD-Ländern im Internet und telefonisch, darunter annähernd 1.200 Österreicher, über ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen. Ergebnis: Die große Mehrheit würde Flüchtende aufnehmen, wenn es sich um die "richtigen" handelt.

Besonders positiv gesehen werden demnach junge Menschen, die vor Folter fliehen, christlichen Glaubens sind, eine höhere Ausbildung vorweisen können und gute Kenntnisse der lokalen Sprache besitzen (s.o.).

"Europäische Lösung" bevorzugt

Abgefragt wurde außerdem, auf welche Art die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge bestimmt werden sollte. Die Wissenschaftler stellten drei Möglichkeiten zur Auswahl: Die Dublin-Regelung, bei der das erste betretene EU-Land zuständig ist; die gleiche Zahl an Flüchtlingen in jedem EU-Land; oder eine Aufteilung nach Größe der Staaten und wirtschaftlichen Bedingungen. Die meisten Befragten bevorzugten den Autoren der Studie zufolge eine Aufteilung nach dem dritten Modell.

Wie kann Europa die Flüchtlingskrise überwinden? Schreiben Sie einen Kommentar und diskutieren Sie mit!

Quellen:
Bansak, K., Hainmueller, J. und Hangartner, D. (2016) “How economic, humanitarian, and religious concerns shape European attitudes toward asylum seekers”, Science, American Association for the Advancement of Science (AAAS), 354(6309), S. 217–222., 10.1126/ science.aag2147.

Bansak, K., Hainmueller, J. und Hangartner, D. (2017) “Europeans support a proportional allocation of asylum seekers”, Nature Human Behaviour, Springer Nature, 1(7), S. 133, 10.1038/s41562-017-0133.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AuchneMeinung am 12.01.2018 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Großteil der einzig wahren

    Gläubigen, die in die Länder (EU)der "Ungläubigen" zu pilgern, um dort die höchsten Leistungen zu beziehen, wird im sozialem Netz hängen bleiben. Aber, da Asyl ein Recht auf Zeit ist, sollte das kein Problem darstellen. Die (Schein)akademiker, die uns versprochen wurden, haben in den nächsten Jahren genug zu tun! Stichwort: Wiederaufbau in den eigenen Ländern. Da gibts dann genug Arbeit, die eigene Sprache, usw.

  • WolfgangHeute am 12.01.2018 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der entscheidende Irrtum

    Die Problematik in Europa ergibt sich im einer Begriffsverwechslung , Flüchtlinge an sich stellen kein Problem dar, doch es sind größtenteils Migranten und deren Familien welche dann nachziehen, die größtenteils auf Dauer in den Sozialnetzen hängenbleiben.

  • Qwert Z am 12.01.2018 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch!

    Dabei hab ich schwedisches Topmodel angekreuzt...!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jawollus am 13.01.2018 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Idealbild

    Dieses Bild des "idealen Flüchtlings" wurde uns ja damals ständig propagiert! Da hieß es dauernd, daß die Flüchtlinge ja so einen überragenden Bildungsstandard hätten, und sie innerhalb kürzester Zeit den vorliegenden Mangel an Medizinern, Wissenschaftlern, erfahrenen Ingenieuren usw abdecken würden! Erst das ideale Bild propagieren um ein Argument haben sie reinzulassen, und dann die Leute verurteilen die sich auch erwarten, dass das angepriesene Idealbild auch der Wahrheit entsprechen sollte. Der Wahnsinn hat Methode...

    • Rorschach am 13.01.2018 12:57 Report Diesen Beitrag melden

      Das wurde nicht dauernd propagiert

      Es wurde gesagt, dass Syrer durchschnittlich einen hohen Bildungsstandard haben. Nur sind halt mehr Afghanen bei uns, bei denen es diesbezüglich anders aussieht.

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  • Gertsch am 12.01.2018 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    Krise??

    Es gibt keine Flüchtlingskrise. Warum reden immer alle von Flüchtlinge?? Das ist eine bestellte und vom Establishment erwünschte Wirtschaftsinvasion!! Man baut keine Land- Wasser- und Luftbrücke um es dann als Krise zu verkaufen!!

  • j.l. am 12.01.2018 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    die bedingung

    das schutzsuchende aufgenommen werden ist das sie in ihrer heimat in lebensgefahr sind oder sonst irgent wie unnötig verfolgt werden. wie assozial wird europa noch

    • SockenRambo am 12.01.2018 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @j.l.

      Was verstehen sie nicht? Asylsuchenden wird eh geholfen. Über 2/3 haben keinen Asylgrund. Hier sein WOLLEN weils das beste Sozialsystem gibt, ist kein Asylgrund. Lügen wegen Alter und Herkunft um sich Vorteile zu verschaffen, muss mit Abschiebung geahndet werden. Dublin Abkommen sind einzuhalten, und DANN solidarische Verteilung nach Bevölkerungszahl! DAS ist der einzig faire und normale Weg...

    • Jawollus am 13.01.2018 09:25 Report Diesen Beitrag melden

      Schutzsuchende...

      @j.l.: 1) Die meisten "Schutzsuchenden" kommen mittlerweile aus Gebieten in denen keinerlei Unfrieden herrscht. 2) Wie Sockenrambo geschrieben hat, geben sie sich nicht mit Schutz zufrieden, sondern wählen ihr Zielland vorrangig nach dem besten Sozialsystem aus. 3) In diversen ehemaligen Kriegsgebieten herrscht mittlerweile Frieden, aber die Flüchtlinge machen keinerlei Anstalten ihre Heimat wieder aufzubauen, sondern bleiben hier in der sozialen Hängematte. 4) Man ist nicht assozial, nur weil man jemandem nicht lediglich aufgrund seiner "dunklen Hautfarbe" das Geld in den Rachen schmeisst!

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  • Patrizia am 12.01.2018 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Weiß jemand warum?

    Warum wollen Moslems in westlich, freie, demokratische Länder einwandern, wo sie doch genau wissen, dass die beiden Kulturen nicht vereinbar sind, da doch der Islam unsere Gesetze, unsere Demokratie und Kultur ablehnt und Ungläubige verachtet. Da muss es doch unweigerlich zu Problemen kommem. Es gibt doch mehr als 30 islamische Staaten, in denen sie nach ihren Vorschriften glücklich leben könnten.

    • Denker am 12.01.2018 18:05 Report Diesen Beitrag melden

      Wie wärs damit

      Vielleicht weil im Koran steht, dass es ein Ziel ist die gesamte Welt zu islamisieren?

    • teer und federn am 13.01.2018 01:43 Report Diesen Beitrag melden

      @denker

      sie kennen wohl die geschichte des christentums, wie glauben sie denn wie es sich über die ganze welt verbreitet hat, durch überzeugungsarbeit etwa?

    • Adele am 13.01.2018 11:17 Report Diesen Beitrag melden

      @teer und federn

      ...das war im Mittelalter. Christen haben daraus gelernt. Wir sind jetzt im 21.Jahrhundert! Wollen sie Europa wieder ins Mittelalter zurück versetzen???

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  • Sei Arzt sei schlau am 12.01.2018 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    kein Pfusch am Bau

    Ärzte? Dann sind es bestimmt Chirurgen welche Ihr "können" auf europäischen Strassen unter Beweis stellen?.. Das Nähen nach den "Eingriffen" bleibt aber weiterhin der örtlichen Ärtzeschaft vorbehalten ;)