Er sprach von 250.000

23. Juli 2018 16:20; Akt: 24.07.2018 08:18 Print

"Illegale": Ministerium widerspricht LH-Niessl

Das Innenministerium kann die von Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) kolportierte Zahl von 250.000 illegalen Migranten "nicht nachvollziehen".

Große Verwirrung: Im Innenministerium rätselt man, wie Landeshauptmann Hans Niessl auf 250.000 Illegale Personen in Österreich gekommen ist. (Bild: Helmut Graf)

Große Verwirrung: Im Innenministerium rätselt man, wie Landeshauptmann Hans Niessl auf 250.000 Illegale Personen in Österreich gekommen ist. (Bild: Helmut Graf)

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Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hatte vor einigen Tagen für Aufsehen gesorgt, als er in einem Interview behauptet hatte, dass sich rund "250.000 Menschen" illegal in Österreich aufhalten würden.

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Innenministerium hält Niessl Aussage für "paradox"

Beim zuständigen Innenministerium wundert man sich seitdem aus welchen Quellen Niessl diese Information erhalten habe. Die Angaben des roten Landeshaupmannes würden jeder logischen Grundlage entbehren, heißt es weiter aus dem Ministerium. Schon jetzt gebe es weitreichende Kontrollen, alleine schon deshalb sei die Zahl von 250.000 "viel zu hoch gegriffen", so ein Sprecher, denn: "So viele rutschen da sicher nicht durch".

Zahl der Abschiebungen ist gestiegen

Dem Innenministerium ist nach eigener Aussage ebenfalls noch unklar, wen Niessl überhaupt als "Illegale" bezeichnet haben könnte. Faktum sei, dass man 2018 bis Mitte Juli ca. 10.600 Personen aufgegriffen habe, die sich illegal in Österreich aufgehalten hatten. Außerdem gab das Innenministerium jetzt ebenfalls bekannt, dass die Abschiebungen von Personen denen kein positiver Asylbescheid ausgestellt worden war, seit Jahresbeginn um 38 % gestiegen sind.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 24.07.2018 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    wenn sich ...

    Wenn sich illegale Einwanderer in Österreich aufhalten, dann sicher nicht wegen der neuen Regierung sondern wegen der alten Regierung unter Beteilung der Roten. Denn die haben uns über Jahrzehnte eingeredet, dass illegale Massenzuwanderung eine Bereicherung für unser Land sei. Und wer anderer Meinung war, wurde als rassistischer Rechtsradikaler bezeichnet. Schön, dass endlich auch ein Linker einsieht, dass das der falsche Weg war. Jetzt braucht es nur noch das Eingeständnis, dass wir den Linken diese Entwicklung zu verdanken haben.

  • Max Mustermann am 24.07.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Vorher denken, dann Interviews geben

    Da tut er seinen Genossen aber keinen Gefallen, wenn er Zahlen nennt. Natürlich ein Wahnsinn, falls wirklich 250.000 Illegale hier sind. Aber welcher xenophilen Partei haben wir denn die Einwanderung der hochakademischen Herzerln zu verdanken?

  • genug am 24.07.2018 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    zahlen

    38% von wenig ist zu wenig !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Fred von Jupiter am 24.07.2018 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Verräter

    Mittlerweile müsste jedem klar sein, dass das Innenministerium für den Polizeiapparat und die Zuwanderung (Pferdepolizei, Negative Zuwanderung) verantwortlich ist. Seit 2000 stellten abwechselnd FPÖ, BZÖ, ÖVP die Innenminister und Innen. Während Häupl stets eine Aufstockung des Polizeiapparats forderte, taten die Minister genau das Gegenteil. Schließung von PIs, Versetzungen von Polizisten aufs Land, ermöglicht durch die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie. Die Innenminister betreiben Parteipolitik gegen die Interessen und die Sicherheit der Bürger. Das ist Verrat.

    • Leo King am 25.07.2018 13:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Fred v. J.

      Nein, es ist klar, dass die SPÖ schon immer für die illegale Zuwanderung verantwortlich ist! 2015 schon vergessen? Volksaufgabe, Landübergabe, Verrat an der eigenen Bevölkerung! Alle gehören sie ins Gefängnis!

    einklappen einklappen
  • Mama Renate am 24.07.2018 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt genaue Zahlen:

    Die Antworten auf die Parlamentarischen Anfragen 7235/AB vom 18.02.2016 zu 7540/J und 9303/AB vom 01.09.2016 zu 9725/J (beide zu finden auf der Parlamentswebsite) nennen 92.354 und 129.882 Aufgriffe illegal aufhältiger Personen in Österreich. Die erste Zahl beziffert die Aufgriffe innerhalb des Jahres 2015, die zweite Zahl innerhalb des ersten Halbjahres 2016. Also in eineinhalb Jahren schon ca. 220.000 Aufgriffe illegal Aufhältiger. Die "llegalen" bekommen, wenn denn überhaupt, einen Zettel in die Hand gedrückt, dass sie ausreisen sollen und das wars dann schon.

  • Hans am 24.07.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Niessl hat das richtige Thema

    Ich muss hier mal eine Lanze für Herrn Niessl brechen. Es ist gut, dass er genau dieses Fass aufmacht. Die Adressaten sind zwar die Falschen, aber sei's drum. Trotzdem wird die Regierung genötigt, genauer hinzusehen. Die FPÖ hatte uns eine Negativzuwanderung versprochen und nein, dafür braucht man keine neuen Gesetze, nur konsequentere Anwendung der bestehenden. Ich weiß, dass die Rückführung in unwillige Staaten problematisch ist. Aber wenn man keine Fehlanreize mehr setzen würde, zB endlich die Aufenthaltszeit während des Asylverfahrens NICHT mehr anrechnen,würde eine Rückwanderung gestartet

  • genug am 24.07.2018 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    zahlen

    38% von wenig ist zu wenig !

  • Kritischer Geist am 24.07.2018 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    wenn sich ...

    Wenn sich illegale Einwanderer in Österreich aufhalten, dann sicher nicht wegen der neuen Regierung sondern wegen der alten Regierung unter Beteilung der Roten. Denn die haben uns über Jahrzehnte eingeredet, dass illegale Massenzuwanderung eine Bereicherung für unser Land sei. Und wer anderer Meinung war, wurde als rassistischer Rechtsradikaler bezeichnet. Schön, dass endlich auch ein Linker einsieht, dass das der falsche Weg war. Jetzt braucht es nur noch das Eingeständnis, dass wir den Linken diese Entwicklung zu verdanken haben.