Homo-Initiative fordert

06. Dezember 2017 08:34; Akt: 06.12.2017 10:28 Print

"Heiratsalter gehört auf 18 Jahre angehoben"

Die Ehe für alle geht der Homosexuellen-Initiative (HOSI) Wien nicht weit genug. Sie fordert eine umfassende Reform des Eherechts.

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Die Einführung der Ehe für alle, die der Verfassungsgerichtshof (VfGH) am Dienstag in einem richtungsweisenden Erkenntnis auf den Weg gebracht hat, ist der Homosexuellen-Initiative (HOSI) Wien zu wenig. Sie fordert eine völlige Überarbeitung des österreichischen Eherecht.

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Ist das Eherecht in Österreich veraltet?

Eherechtsreform oder Beibehaltung der eingetragenen Partnerschaft

"Für den Fall, dass sich der Gesetzgeber keiner radikalen Reform des Eherechts durchringt, muss die eingetragene Partnerschaft als moderne Alternative unbedingt erhalten bleiben", forderte Obfrau Lui Fidelsberger am Dienstag.

Das "Flickwerk" an die Ehe betreffenden Bestimmungen "in ihren antiquierten, heute kurios anmutenden Formulierungen des 19. Jahrhunderts" im ABGB würde "immer noch den Geist des Patriarchats verströmen" und hinke der eingetragenen Partnerschaft hinterher, so die Initiative.

"Kinderehen bekämpfen"

Kritisiert werden vor allem die strengen Scheidungsbestimmungen im Eherecht, die überholte Relikte früherer Zeiten seien und abgeschafft gehörten, so Fidelsberger. Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt für die HOSI: Das allgemeine Heiratsalter solle auf 18 Jahre hinaufgesetzt werden, um Kinderehen zu bekämpfen.


(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul am 06.12.2017 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    ""Heiratsalter 18 Jahre"

    bis 21 gilt das jugendstrafrecht, daher besser gleich auf 21 anheben. und das wahlalter bitte auch gleich.

  • Kritischer Geist am 06.12.2017 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Bescheidenheit?

    Es sind noch nicht einmal 24 Stunden vergangen, seit der Verfassungsgerichtshof die Ehe für Homosexuelle zugelassen hat und schon fordert die Hosi, die für sich fälschlicherweise beansprucht, alle Homosexuellen zu vertreten, eine Änderung des Heiratsgesetzes für alle (auch für Heterosexuelle). Davon abgesehen, dass Bescheidenheit anders aussieht offenbart sich darin genau das, was die Gegner der Homoehe befürchtet haben. Es geht der Hosi (und anderen linken Organisationen) nicht um die Diskriminierung der Homosexuellen. Sie wollen die Gesellschaft nach ihren eigenen Vorstellungen umgestalten.

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  • Patriot5611 am 06.12.2017 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Gleichgeschlechtliche

    Liebe Gleichgeschlechtliche - bitte lasst es gut sein. Uns hängt das Thema zum Hals heraus. Österreich hat größere Probleme um Zeit mit "Spielchen" zu verplempern. Wem das Eherecht nicht passt, der heiraten nicht. So einfach ist das. Also "quält" uns nicht mehr länger!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • i bin a wunda am 07.12.2017 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    super die umfrage

    die antwort nr. 6 finde ich äußerst vernünftig. wer bitte braucht die ehe? da geht es doch nur um die interessen der reichen, wegen dem erben. normale leute haben gar nichts davon außer nachteile.

  • ProfAlois am 07.12.2017 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Kurios

    Erste Proteste gleichgeschlechtlicher Paare. Die wollen keine Ehe, sondern eingetragene Partnerschaft. Ehe ist etwas sehr Ernstes. Hat viel mit der religiösen Vorstellung zu tun, dass man Kinder kriegt und dass die Eltern dann auch 'für immer' zusammenbleiben, um Kindern das bestmögliche Aufwachsen zu ermöglichen. Dass zwei grundsätzlich verschiedene Menschen das schaffen, ist so unwahrscheinlich, dass es ohne Gottes Hilfe nicht gehen wird. Deshalb das Projekt Ehe - weltweit religiös konnotiert. Nur im kleinen Österreich nicht.

  • das Kind beim Namen nennen am 07.12.2017 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderehen

    Heiratsalter auf 18 hochzusetzen finde ich gut. Aber der Grund um Kinderehen zu verhindern macht mich wütend. Das passiert nicht in der österr. Gesellschaft - das kommt von Migranten, denen unser Gesetz ziemlich egal ist. So ähnlich ist es bei allen Gesetzen, die in letzter Zeit beschlossen werden. Verschleierungsgesetz hat nur zur Folge, dass wir keine Schals benützen dürfen.

  • Roy Munson am 06.12.2017 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Aber nein

    wieso denn ?? In der heutigen Zeit, in der jeder das sagen und sein darf was er/sie will, sollte es doch auch vollkommen ok sein wenn zwei 11 jährige Mädchen heiraten sich dann zu Buben umoperieren lassen, wieder heiraten uswusf....jeder darf alles !!...sonst gibts ein #metoo !!!!!

  • j.l. am 06.12.2017 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    aufstand für nichts

    die ehe ist doch blos ein ritual, für manche der trauschein sogar besitzurkunde... warum sollen andersgepolte nicht auch so ein ritual haben. gleiches recht für alle oder keinen

    • ProfAlois am 07.12.2017 13:58 Report Diesen Beitrag melden

      Irrtum zum Quadrat

      weil es gesellschaftspolitisch wichtig ist, dass sich möglichst viele Paare möglichst lange zusammen um Kinder kümmern. Wenn das nicht ist, dann haben Sie in den Schulen Kinder sitzen, die nicht wissen, wie ihnen geschieht. Weil Sie nie gegengeschlechtlich erzogen wurden. Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Bildung den Bach runtergeht.

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