Über Kurz und Strache

15. April 2018 13:50; Akt: 15.04.2018 16:04 Print

"Zwei B'soffene, die sich gegenseitig abstützen"

SPÖ-Chef Christian Kern handelt sich mit pikanten Sagern über die Regierung die Kritik der ÖVP ein. Diese ist über "unwürdige verbale Ausrutscher" empört.

Archivbild: SPÖ-Chef Christian Kern beim Wahlkampfauftakt der SPÖ Niederösterreich am 6. Jänner 2018.  (Bild: picturedesk.com)

Archivbild: SPÖ-Chef Christian Kern beim Wahlkampfauftakt der SPÖ Niederösterreich am 6. Jänner 2018. (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Sätze, die SPÖ-Chef Christian Kern derzeit bei der Regierung unbeliebt machen, fielen am Samstag beim ersten SPÖ-Mitgliederrat in Wien.

Der Mitgliederrat soll neue Wege in Sachen Mitbestimmung eröffnen, die Basis kann am neuen Parteiprogramm aktiv mitarbeiten.

Doch das geriet im Nachhinein etwas in den Hintergrund, während große Empörung über zwei Aussagen Christian Kerns um sich griff.

"Führerpartei", "B'soffene"
Die neuen Mitarbeitsmöglichkeiten der SPÖ-Mitglieder sind für Kern logisch, denn die SPÖ habe sich doch immer als Gemeinschaft verstanden. "Wir sind keine Führerpartei", sagte er in diesem Zusammenhang in Richtung ÖVP.

Auch für die Koalition im Allgemeinen hatte er keine netteren Worte parat. ÖVP und FPÖ seien wie eine "Moskauer Pyramide": "Zwei B'soffene, die sich gegenseitig abstützen."

Aufregung in der ÖVP
ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer reagierte am Sonntag auf die Aussagen des ehemaligen Bundeskanzlers: "Es ist nun wiederholt der Fall, dass der Parteichef der SPÖ durch unwürdige verbale Patzer und Ausrutscher auffällt", sagte er. Gerade im Gedenkjahr das Wort "Führerpartei" in den Mund zu nehmen, zeuge von Unwissen und mangelnder Sensibilität für die österreichische Geschichte.

"Halblustige Bemerkung"
Auch die FPÖ ist empört: Für Generalsekretär Harald Vilimsky greift der "Kurzzeitkanzler" in die "unterste Schublade". "Auch mit diesen unqualifizierten und halblustigen Bemerkungen wird Kern seinem Mitgliederrat nicht viel Leben eingehaucht haben", meint er.

SPÖ nicht eingeschüchtert
Die SPÖ ließ diese Kritik an sich abprallen. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher erinnerte die ÖVP per Presseaussendung an eine alte Benimmregel: "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen." Außerdem: "Wenn Parteichef Kern die Koalition eine Moskauer Pyramide nennt, dann könnten gegen diese Vergleich bestenfalls die Bewohner Moskaus Einspruch erheben, aber ganz sicher nicht ÖVP oder FPÖ", so Lercher.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mustafa Cetin am 15.04.2018 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Kreuzerl mehr

    Danke, für mich ist die SPÖ mit solchen dummen Aussagen und Benehmen unwählbar geworden. Es wird Zeit das Kern endlich aus der Politik abdankt, bevor diese Partei dank seiner unnötigen dummen Sprüchen ganz Untergeht.

    einklappen einklappen
  • Heimatland am 15.04.2018 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und so was war unser Bundeskanzler

    Aber Gott sei Dank nicht lange und nicht mehr! Enttäuscht werden kann man nur von jemandem, von dem man sich auf irgendeine Weise was Positives erwartet hat. So gesehen ist das nichts Außergewöhnliches, denn was hat man von Kern schon jemals Gescheites gehört?

  • w. P. am 15.04.2018 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sagt wer?

    Da spricht der Richtige

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • forwa am 17.04.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ex-Kanzler - Kern-Sager

    Einfach kurz und gut gesagt: Schlicht und einfach - wenn sich die FPÖ solche Aussagen erlauben würde, AUS WÄR´s !!! Schon bei einem geringsten, falsch gesetzten Beistrich und sich deshalb der Sinn eines Satz verlagern kann, wird heutzutage laufend der FPÖ jedes Wort im Mund umgedreht. Aber ROT-KERN wird nichts zu befürchten haben.

  • Werner Mauser am 17.04.2018 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Gaskassier

    Wird nichts werden, mit einer Einladung nach Sochi. Und einen Job bei der Gasprom, ausser Gaskassier, kann er auch vergessen. Da kann ihm der rote Schröder und der Gusi auch nicht mehr helfen. Der Mann macht beim Zuschauer Fehler. Ich gebs zu: Ich hab ihn bei Putin verpetzt.

  • Der_liebe_Augustin am 17.04.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin ja so froh

    dass die spö-ler in den letzten jahrzehnten die einzig nüchternen waren. oder etwa doch nicht so ganz, weil die schuldenberge kann man eigentlich als normal-denkender, der nicht stockbesoffen ist nicht wirklich verantworten.

  • Free am 16.04.2018 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unwürdige verbale Patzer

    ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer hat SPÖ-Chef Christian kritisiert. Kern hatte beim ersten SPÖ-Mitgliederrat ÖVP und FPÖ mit einer Moskauer Pyramide verglichen und gemeint: Zwei B'soffene, die sich gegenseitig abstürzen. Darüber zeigt sich Nehammer verärgert: Es ist nun wiederholt der SPÖ durch unwürdige verbale Patzer und Ausruschter auffällt, sagte er. Also so ein Satement abzugeben ist absurd. Das kann' ja wohl net sein. Sie haben den Latten net am Zaun!

  • Franz Weinpolter am 16.04.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zitrone

    Uii.Auf dem Bild hat die Prinzessin aber in eine Zitrone gebissen.