Leitl-Vorschlag

01. Februar 2018 20:59; Akt: 01.02.2018 20:59 Print

36.000 Euro Prämie pro eingestelltem Flüchtling

Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl lässt in einem Gespräch mit der "FAZ" aufhorchen. Er will eine EU-weite Prämie für Firmen, die Flüchtlinge einstellen.

Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl lässt aufhorchen. (Bild: picturedesk.com)

Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl lässt aufhorchen. (Bild: picturedesk.com)

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"Die Integration kann nur über die Betriebe laufen", sagt Leitl in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Statt über Flüchtlingsquoten zu streiten sei die Lösung für die EU-Mitgliedstaaten, Flüchtlinge in Unternehmen auszubilden und anzustellen.

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Leitl hat da Zahlen im Kopf: Für jeden eingestellten Flüchtling soll ein Unternehmen eine Prämie bekommen. Konkret 1.000 Euro monatlich, drei Jahre lang, macht 36.000 Euro pro Flüchtling.

So ist die Finanzierung geplant

Finanziert werden soll die EU-weite Aktion durch die Kohäsionsfonds. Der Kohäsionsfonds wurde eigentlich für EU-Staaten mit einem Bruttonationaleinkommen pro Einwohner unter 90 Prozent des EU-Durchschnitts eingerichtet.

Sein Ziel ist der Ausgleich der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheit und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. 63,4 Milliarden Euro flossen bisher in Transeuropäische Verkehrsnetze und andere Infrastrukturprojekte sowie Maßnahmen zum Umweltschutz.

"Integrationsprämie"

"Die Integrationsprämie könnte helfen, europäische Solidarität nicht über eine Quote zu erreichen, was immer Verärgerung und Bevormundungsängste auslöst, sondern über ein Anreizmodell", wird Leitl zitiert.

Während durch diese "Integrationsprämie" Flüchtlinge besser in die Gesellschaft des jeweiligen Landes und den Arbeitsmarkt eingebunden werden sollen, solle es auch Hilfen für einheimische Langzeitarbeitslose durch den Fonds für Arbeit und Soziales geben.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heimatland am 01.02.2018 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sonst noch Wünsche?

    Haben wir selber keine Arbeitslosen? Für alle diese +hochqualifizierten Ärzte und Ingenieure+ mit nicht einmal Pflichtschulabschluss, die 2015 illegal eingereist sind, müssen wir wirklich nicht auch noch den Arbeitsmarkt finanzieren!

  • hueher am 02.02.2018 03:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer hat soviel Pinke-Pinke........??

    Herr Leitl, Sie sind ein Träumer, denn WER BEZAHLT diese Prämien ?? Na, der Steuerzahler oder wer sonst, der Unternehmer kassiert und hat billige Arbeitskräfte !! Oder gibts jetzt die Sterntaler -Frau aus den Gebrüder Grimms Märchen die Goldtaler regnen lässt ??? Man glaubt es kaum............tztztztz

  • Manfred Otto Deutsch am 02.02.2018 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hr

    da werden sich die Arbeitslosen freuen...wenn, die keinen Job mehr bekommen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • teer und federn am 15.02.2018 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    die schwarzen glauben daß man

    jedes problem dadurch lösen könnte indem man den reichen und reichsten geld reinsteckt. gibt es irgendetwas wo die nicht die hand aufhalten wollen? es wird zeit von den reichen in unserem land steuern einzuheben.

  • Seitenblick am 05.02.2018 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ausländer zuerst?

    Wäre das nicht auch für Österreicher eine feine Sache? Ich bin mir nicht sicher ob diese seltsame Idee von den Heerscharren an arbeitslosen Österreichern für gut befunden wird. Ausländer zuerst? Geht's noch?

  • Horst Stöhr am 03.02.2018 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Alles für fremde, nichts für die Eigenen

    Unsere Volkslenker wundern sich, das die Geburtsraten bei den Deutschen zurück geht, und hier sieht man mit einen Grund dafür. Was macht man sich Gedanken über Wirtschaftsflüchtlinge,aber keiner der Herren denkt mal, ob man das Geld in eigene junge Familien investieren könnte. Wenn beide Elternteile arbeiten gehen müssen um finanziell über die Runden zu kommen, dann ist es doch klar, das man über Familienzuwach schon mal nachdenkt und dieses dann auch einschrenkt.

  • Andre am 03.02.2018 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt ziehen Sie Unternehmer mit rein.

    Auch als Unternehmer finde ich das völlig Banane! Was glaubt ihr eigentlich wieviel Steuern kleine und mittlere Unternehmen abdrücken müssen? Auch für jeden einzelnen Arbeitnehmer! Glaubt ihr wir kapieren nicht, dass auch wir diesen Blösinn mit unseren Steuern Querfinanzieren? Schimpft bitte nicht auf die Unternehmer sondern auf die Politiker, die sich einen solchen Quark ausdenken.

    • Nil am 03.02.2018 14:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andre

      Hallo André ich würde den Leitl nicht als Politiker obwohl unsere Politiker auch null Ahnung von der Wirtschaft haben,bezeichnen, aber wenn ich das schreibe was ich über den alten Leitl denke, bekomme ich mit Sicherheit Mega Probleme. Ich habe alle Hochachtung von Unternehmern (nicht Konzerne die von der EU bevorteilt werden).

    einklappen einklappen
  • Nil am 03.02.2018 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leitl vom anderen Planeten ?

    Haupl, Leitl, Kern und Van der Bellen der Grüne sind der Untergang von Österreich . Mehr gibts nicht zu sagen