Grüne kritisieren:

03. April 2017 12:34; Akt: 04.04.2017 07:00 Print

Frauen verdienen 21,7 % weniger als Männer

"Gravierende Baustellen" orten die Grünen in der Frauenpolitik: Etwa Einkommensunterschiede oder Unterbewertung von Frauenarbeit.

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Der "Gender Pay Gap" - der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern - beträgt aktuell noch 21,7 Prozent. (Bild: Fotolia)

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Anlässlich von 20 Jahren Frauenvolksbegehren zog die Frauensprecherin der Grünen, Berivan Aslan, am Montag in der Frauenpolitik eine ernüchternde Bilanz und verwies auf "gravierende Baustellen". Nach wie vor sei die Politik damit beschäftigt, die immer noch eklatanten Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu bekämpfen, doch all die Maßnahmen würden nicht zum Erfolg führen, so die Grünen. Derzeit beträgt der sogenannte Gender Pay Gap in Österreich 21,7 Prozent.

Völlig ignoriert sei aus Sicht der Grünen die "systematische Unterbewertung von Frauenarbeit", die zur Einkommensdiskriminierung groß beitrage. Überall dort, wo Frauen mehrheitlich in Branchen arbeiten, sinke der Status und der Einkommensschnitt. Betroffen seien etwa die Branchen Pflege, Pädagogik, Pharmazie oder der Reinigungsbereich. Frauen seien selbst nicht Schuld daran, dass ihre Jobs schlecht bezahlt sind. "Das System ist schuld", so Aslan.

Die Abgeordnete fordert daher einen Gipfel der Sozialpartner, um die Arbeitsbewertung in den Kollektivverträgen zu reformieren. In den KV-Verhandlungsrunden sollten zudem gleichermaßen Frauen und Männer sitzen. Weiters soll das Zulagen-System in den KVs reformiert werden und bei den Dienstzeiten Familien-, Pflege- und Hospiz-Karenz-Zeiten vollständig anerkannt werden.

(uha)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MyComment am 03.04.2017 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gender Pay Gap ist ...

    ... eine reine Behauptung. Wenn es eine solche Ungleichbehandlung gäbe, dann müsste es unterschiedliche Gehälter pro geleisteter Arbeitsstunde für ein und dieselbe Tätigkeit in den Unternehmen geben. Mir ist kein Unternehmen bekannt, das derartige Unterschiede zulässt. Verdient zB eine Lehrerin wirklich weniger als ein Lehrer, wenn beide dieselbe Stellung im Schulbetrieb haben und den gleichen Stundenumfang arbeiten? Daran mag ich nicht glauben. Deswegen argumentiert die Frau Aslan nämlich auch mit irgendwelchen wolkigen Zulagen-Systemen in den Kollektivverträgen.

  • Bernhard am 04.04.2017 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Läuft da was verkehrt ?

    Die Grünen wollen immer das gleiche Geld für die gleiche Arbeit. Dabei sollte es doch wohl eher heißen, das gleiche Geld für die gleiche Arbeitsleistung ! Ich kenne genug Männer und auch Frauen, die immer nur das gleiche Geld wollen, damit sie auch das Gleiche leisten. Dabei müssten sie erst die gleiche Leistung erbringen, damit sie auch das gleiche Geld bekommen. Dort, wo Frauen das Gleiche leisten, werden sie auch wohl das Gleiche verdienen.

  • DerRealist_sagt am 04.04.2017 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Der PayGap ist ..

    Der Vergleich hinkt jedoch, das Frauen viel öfter in Teilzeit arbeiten und vermehrt in schlecht bezahlten Branchen als Männer. Da ist natürlich die Wirtschaft gefordert, die Angebote in den "Männerberufen" für Frauen zugänglicher zu machen, UND vorrangig sind auch die Eltern gefragt, ihre Mädchen nicht als rosa Prinzessinen aufwachsen zu lassen, die nur Haare bürsten wollen. Mit diesem Totschläger dann aber verpflichtende Frauenquoten in hochbezahlten White Collar Jobs zu fordern ist Rosinenpickerei mit falschen Fakten! 2/2

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz am 06.04.2017 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage der Realitätsbetrachtung.

    Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Siehe auch die Untatenstatistik. Nicht alles ist real und entspricht auch wirklich den Tatsachen.

  • Paul am 05.04.2017 19:45 Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder so eine Hetzerin

    Gewisse Menschengruppen verdienen für ihre Arbeitsleistung zu wenig und manche eben zu viel. Das hat mit Mann oder Frau gar nichts zu tun. Jedenfalls verdient jede (Frau), die mit solchem Dummgeschwätz einen Keil in die Gesellschft treibt, zuviel. Diese Madame soll doch mal bei Regenwetter auf eine Großbaustelle gehen und einen Hilfsarbeiter fragen, ob er auch meint, dass nur Frauen zu wenig verdienen.

  • DerRealist_sagt am 04.04.2017 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Der PayGap ist ..

    Der Vergleich hinkt jedoch, das Frauen viel öfter in Teilzeit arbeiten und vermehrt in schlecht bezahlten Branchen als Männer. Da ist natürlich die Wirtschaft gefordert, die Angebote in den "Männerberufen" für Frauen zugänglicher zu machen, UND vorrangig sind auch die Eltern gefragt, ihre Mädchen nicht als rosa Prinzessinen aufwachsen zu lassen, die nur Haare bürsten wollen. Mit diesem Totschläger dann aber verpflichtende Frauenquoten in hochbezahlten White Collar Jobs zu fordern ist Rosinenpickerei mit falschen Fakten! 2/2

  • DerRealist_sagt am 04.04.2017 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Der PayGap ist...

    reinster Stumpfsinn. Wirtschaftswissenschaftler haben sogar errechnet, dass der tatsächliche PayGap in einem so geringen Prozentbereich liegt, dass er keiner Diskussion würdig ist. Die Behauptung, das Frauen für die GLEICHE Arbeit weniger bekommen als Männer ist schlichtweg FALSCH! Ich kenne persönlich KEIN Unternehmen, dass eine Frau, die einen gleichaltrigen männlichen Kollegen, mit gleicher Ausbildung und Erfahrung in der selben Position schlechter behandelt. Wenn ich natürlich einfach Vergleiche, was Frauen und Männer im Schnitt verdienen habe ich einen Gap. 1/2

  • Bernhard am 04.04.2017 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Läuft da was verkehrt ?

    Die Grünen wollen immer das gleiche Geld für die gleiche Arbeit. Dabei sollte es doch wohl eher heißen, das gleiche Geld für die gleiche Arbeitsleistung ! Ich kenne genug Männer und auch Frauen, die immer nur das gleiche Geld wollen, damit sie auch das Gleiche leisten. Dabei müssten sie erst die gleiche Leistung erbringen, damit sie auch das gleiche Geld bekommen. Dort, wo Frauen das Gleiche leisten, werden sie auch wohl das Gleiche verdienen.