Entspannung

14. August 2018 13:34; Akt: 14.08.2018 14:37 Print

Anzahl der Asylanträge geht weiter stark zurück

Die große Migrationskrise von 2015 scheint zumindest vorerst vorüber: Auch im zweiten Halbjahr 2018 sind die gestellten Asylanträge weiter rückläufig.

Bilder wie dieses gibt es in Österreich in den vergangenen Monaten immer seltener zu sehen. Die Zahl der hier ankommenden Asylwerber ist weiterhin stark rückläufig. (Bild: iStock)

Bilder wie dieses gibt es in Österreich in den vergangenen Monaten immer seltener zu sehen. Die Zahl der hier ankommenden Asylwerber ist weiterhin stark rückläufig. (Bild: iStock)

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Die Zahl der in Österreich um Schutz ansuchenden Menschen ist auch im zweiten Halbjahr 2018 weiter zurückgegangen. Die Zahlen sprechen dabei eine äußerst klare Sprache: Während 2018 bis zur Jahresmitte erst 7.098 Ansuchen gestellt wurden, waren es 2017 noch 12.673 Anträge (ca. 40 Prozent mehr). 2015 waren es gar noch 28.311 hierzulande eingebrachte Anträge.

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Großteil der Flüchtlinge kommt nach wie vor aus Syrien

Die meisten Schutzsuchenden die in Österreich ankommen, stammen nach wie vor aus dem vom jahrelangen und weiter andauernden Bürgerkrieg verwüsteten Syrien. Die zweitgrößte Gruppe kommt mit 1.062 Personen aus Afghanistan, andere Nationalitäten wie etwa Kosovaren oder Pakistani tauchen inzwischen kaum mehr in der offiziellen Asylstatistik auf. Ebenso ist die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Schutzsuchenden deutlich zurückgegangen. Dennoch gab es auch im ersten Halbjahr 2018 noch 297 Asylanträge durch unbegleitete Kinder, 31 von ihnen waren sogar jünger als 14 Jahre alt!

Syrer erhalten zumeist Asylstatus zugesprochen

Aufgrund des andauernden Bürgerkrieges in Syrien erhalten 90 Prozent der Asylsuchenden aus diesem Land auch tatsächlich einen positiven Asyl-Bescheid ausgestellt. Die zweit höchste Anerkennungsquote gibt es übrigens bei Asylanträgen aus dem Iran. Wesentlich weniger positive Bescheide gibt es beispielsweise für Personen aus Afghanistan, und dass, obwohl internationale Experten nach wie vor vor der extrem prekären Sicherheitslage im Land warnen. Dessen ungeachtet plant das Innenministerium in den nächsten Wochen weitere Abschiebungen auch nach Afghanistan und argumentiert dabei, dass, auch wenn die Hauptstadt Kabul nach wie vor als unsicher gelte, weite Teile des Landes inzwischen friedlich und damit sicher für Rückkehrer wären.

Innenminister Kickl sieht in Trend Bestätigung seines Kurses

Der Innenminister sieht in den rückläufigen Asylanträgen wenig überraschend eine Bestätigung seiner bisherigen Arbeit. Im Gespräch mit der APA freute sich Herbert Kickl (FPÖ): „Nachdem der Rückstand abgebaut werden konnte, können die Behörden den Fokus noch stärker auf die konsequente Außerlandesbringung von Personen, die kein Recht auf Aufenthalt in Österreich haben, legen“.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Halt stop jetzt rede ich am 14.08.2018 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Genug

    Am besten wäre wenn es keine Anträge geben würde

  • Heinz B. am 14.08.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen nach wie vor offene Scheunentore

    Sind sicher zurückgegangen weil Basti, schier unermüdlich am "arbeiten", die Balkanroute im Alleingang geschlossen hat und jetzt ist gerade "Superman" Kurz dabei alleine die Mittelmeerroute zu schließen. und dazu noch das eingelöste Wahlversprechen der FPÖ unsere "Grenzen" zu schließen und permanent an den Grenzen zu kontrollieren. Wem wundert da noch der Rückgang`? Ironie off.

  • Mario am 15.08.2018 02:06 Report Diesen Beitrag melden

    Viel mehr würden mich ...

    ... die Zahl der Abgeschobenen interessieren.Solange täglich Schreckensschlagzeilen in den Medien zu lesen sind, ist "rückläufige Asylanträge" nicht mal ein Tröpfchen auf dem heißen Stein.Vor allem, wie viele richtig bemerken, wenn man den Familiennachzug in Betracht zieht und die Soros-Armada nach wie vor im Mittelmeer operiert!!Diese Schlagzeile ist rein als Beschwichtigung zu verstehen ...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Devil666 am 15.08.2018 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Generationen-Wechsel wichtg

    Korbi dürfte ein alter Mann sein, der in zweierlei Hinsicht nur mehr in der Vergangenheit lebt! - immer wird auf die NS Vergangenheit hingewiesen: Vergessend, dass die SPÖ selbst aus diesem Sumpf hervorging! Dies interessiert die jüngeren nicht mehr! Bitte auf heute sehen! - den Kommentaren folgend, dürfte er in der Zeit/Ära Kreisky - so 70iger Jahre stehengeblieben sein. Die Welt, Ö und seine Bevölkerung haben sich aber anscheinend verändert! Die Probleme sind andere!

    • Korbi am 17.08.2018 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Devil666

      Sehr interessant, wie sie mich einschätzen. Leider liegen sie völlig falsch. Ja, es gab die SPÖ zu ns Zeiten. allerdings auch andere Parteien. Jene, die ns ideale aber heute vertreten sind meist in der FPÖ zu finden. Sie die Verurteilungen der FPÖ Mitglieder.

    einklappen einklappen
  • PeterKarl am 15.08.2018 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Solange der letzte..

    illegale Zuwanderer das Land nicht verlassen hat, ist jeder einzelne zuviel.

  • Dan am 15.08.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Genug ist genug

    Und wenn auch nur einer einen Antrag stellt ist es zu viel

  • kraksi am 15.08.2018 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Na Bitte

    Na Bitte geht doch , Man muss nur wollen

  • j.l. am 15.08.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    kluge entscheidung

    wer will schon freiwillig in ein land das immer rechtsextremer wird? ich überleg auch schon mit meiner frau ob wir uns nicht über die häuser hauen