Nach ZiB 2-Sager

25. Juli 2018 16:01; Akt: 25.07.2018 16:05 Print

Arbeiterkammer wirbt mit Hofer als "Testimonial"

Im ORF-Interview zum 12-Stunden-Tag empfahl der FPÖ-Regierungskoordinator bei Problemen mit Mehrarbeit den Gang zur AK.

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Keine Begutachtungsfrist, keine Einigung mit den Sozialpartnern: Dass die türkis-blaue Regierung den 12-Stunden-Tag durchgeboxt hat, sorgt bei der Opposition und unter Arbeitnehmervertretern nach wie vor für Kritik. Verkehrsminister und Regierungskoordinator Norbert Hofer (FP) verteidigte den raschen Beschluss am Dienstag im ZiB 2-Interview – lieferte den Kritikern dabei aber auch neue Munition. Sollte es zu Kündigungen kommen, wenn freiwillige Mehrarbeit verweigert wird, empfahl der Freiheitliche nämlich ausgerechnet den Gang zur Arbeiterkammer.

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Den aufgelegten Schmäh nahm man dort auch prompt volley und machte Hofer kurzerhand zum Arbeiterkammer-Testimonial. "Probleme mit der Arbeitszeit? Wenden Sie sich an die AK", wird der Minister auf einem Plakat zitiert. In Serie wird das neue Werbemittel mit Hofers Antlitz aber nicht gehen, heißt es auf Nachfrage.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alexander am 25.07.2018 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Hofer

    Endlich mal eine gute Werbung von der AK.

  • Nimmer Lang am 25.07.2018 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Der Pfusch soll blühen

    Ja vier Tage arbeiten, Super. Aber bitte dann Freitag, Samstag und Sonntag alle Geschäfte zu dass sich aller erholen können.

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  • Freigeist75 am 25.07.2018 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wird nicht funktionieren

    Würde der Arbeitgeber auf die "Verweigerung" reagieren, wäre es kein Kündigungsgrund sondern sogar ein Entlassungsgrund. Dann kann die AK einschreiten richtig. Das wird der Arbeitgeber aber nicht machen, weil er ja weiß, dass er nicht durchkommt, weil der Arbeitnehmer ablehnen DARF. Somit wird er eine normale Kündigung aussprechen und er ist zwar verpflichtet einen Kündigungsgrund anzugeben, aber der kann auch "Umstrukturierung" lauten. Dann hat die AK leider keine Chance, weil man das Gegenteil selten beweisen kann.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michaela Poschitz am 07.08.2018 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    schon leiwand...

    Wenn man bedenkt, dass manche Unternehmen ihre Tentakel bis in die AK sitzen haben und bereits die Kontaktaufnahme zur Kündigung führen kann.

  • myopinion am 26.07.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    AK reagiert auf Hofer Statement

    Einerseits finde ich es clever von der AK, so schnell zu reagieren. Andererseits hat Herr Hofer es wohl eher abwertend gemeint, dass auch die AK nichts gegen die 12 Stunden unternehmen kann. Lediglich über Arbeitnehmer/innen Rechte, kann die AK aufklären oder vor dem Arbeitsgericht unterstützen. Und die 140km/h sollen wohl dazu dienen, dass man schneller in der Arbeit ist, damit der Chef noch mehr rauspressen kann, aus den Mitarbeitern...

  • Zyniker am 26.07.2018 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlicher wäre ...

    Ehrlicher von Hofer wäre gewesen zu sagen: "bei Problemen, die Arbeitnehmer mit Ihren Firmen haben, hilft die AK. Deswegen wollen wir diese ja zumindest schwächen. Oder besser noch überhaupt abschaffen."

  • Esslinga am 26.07.2018 04:29 Report Diesen Beitrag melden

    Seht gut

    endlich ein gutes AK Plakat.

  • Freigeist75 am 25.07.2018 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wird nicht funktionieren

    Würde der Arbeitgeber auf die "Verweigerung" reagieren, wäre es kein Kündigungsgrund sondern sogar ein Entlassungsgrund. Dann kann die AK einschreiten richtig. Das wird der Arbeitgeber aber nicht machen, weil er ja weiß, dass er nicht durchkommt, weil der Arbeitnehmer ablehnen DARF. Somit wird er eine normale Kündigung aussprechen und er ist zwar verpflichtet einen Kündigungsgrund anzugeben, aber der kann auch "Umstrukturierung" lauten. Dann hat die AK leider keine Chance, weil man das Gegenteil selten beweisen kann.

    • stealth71 am 25.07.2018 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Freigeist75

      Wobei, wenn ein Arbeitgeber begründet, eine Entlassung wegen Umstrukturierung gemacht zu haben, die Position dann aber gleichwertig nachbesetzt, gibt es sehr wohl einen Ansatz für die Arbeiterkammer. In Anbetracht der Neuregelung wird das sicher auch weit schwerer vom Arbeitsgericht bewertet.

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