Ab 1.9. in Kraft

31. August 2018 07:33; Akt: 31.08.2018 09:18 Print

10 Fragen und Antworten zur 60-Stunden-Woche

Ab dem 1. September 2018 tritt die von der türkis-blauen Regierung beschlossene Arbeitszeitflexibilisierung in Kraft. Hier erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.

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Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. 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Zehntausende sagen "Nein zum 12-Stunden-Tag" Zehntausende sagen "Nein zum 12-Stunden-Tag" Zehntausende sagen "Nein zum 12-Stunden-Tag" Zehntausende sagen "Nein zum 12-Stunden-Tag" Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. Die Großdemonstration des ÖGB, um Widerstand gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Arbeitswoche zu signalisieren. 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Zum Thema
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Das neue Arbeitszeitgesetz, das im Juli im Nationalrat beschlossen wurde, tritt mit 1. September in Kraft und erlaubt künftig das Arbeiten von zwölf Stunden am Tag und 60 Stunden pro Woche.

Umfrage
Petition gegen 60-Stunden-Arbeitswoche: Machen Sie mit?
23 %
28 %
19 %
30 %
Insgesamt 1679 Teilnehmer

Frage 1: Muss ich jetzt 60 Stunden pro Woche arbeiten?
Nein. Grundsätzlich bleibt die "Normalarbeitszeit" bei acht Stunden täglich und 40 Stunden in der Woche (bzw. 38,5 Stunden). Wenn darüber hinaus mehr Stunden gearbeitet wird, fallen Überstunden an. Diese werden mit 50 Prozent Zuschlag am Monatsende ausbezahlt oder als Zeitausgleich konsumiert.

Frage 2: Was wird dann eigentlich verändert?
Die Höchstgrenzen der Arbeitszeit werden verlängert. Das heißt, das es Arbeitnehmern ab dem 1.9. grundsätzlich erlaubt ist, 60 Stunden in der Woche zu arbeiten. Bisher galt: Auch inklusive Überstunden durften Arbeitnehmer nicht verpflichtet werden, mehr als zehn Stunden am Tag bzw. 50 Wochenstunden zu arbeiten.

Frage 3: Wie sieht es mit der Freiwilligkeit aus?
Zwar heißt es im Gesetzestext, dass Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen Überstunden, die die Tagesarbeitszeit von 10 Stunden bzw. die Wochenarbeitszeit von 50 Stunden überschreiten, ablehnen darf. Sollte der Arbeitgeber aufgrund einer Weigerung mit einer Kündigung drohen, so haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, diese vor Gericht anzufechten.

Der Gesetzestext:
"Es steht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern frei, Überstunden nach § 7 und § 8 Abs. 1 und 2 ohne Angabe von Gründen abzulehnen, wenn durch diese Überstunden die Tagesarbeitszeit von zehn Stunden oder die Wochenarbeitszeit von 50 Stunden überschritten wird. Sie dürfen deswegen nicht benachteiligt werden, insbesondere hinsichtlich des Entgelts, der Aufstiegsmöglichkeiten und der Versetzung. Werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deswegen gekündigt, können sie die Kündigung innerhalb einer Frist von zwei Wochen bei Gericht anfechten."

Umstritten ist allerdings, wie das in der Realität aussehen wird. So gibt es in Österreich keinen generellen Kündigungsschutz. Somit können Arbeitnehmer Mitarbeiter rein theoretisch ohne Angabe von Gründen kündigen.

Frage 4: Gibt es Ausnahmen oder Sonderregelungen?
Ganz vom Arbeitszeitgesetz ausgenommen werden Familienangehörige von Unternehmen. Auch von der Regelung ausgenommen sind leitende Angestellte und Arbeitnehmer mit "maßgeblicher selbständiger Entscheidungsbefugnis".

Für den Tourismus gilt: Die tägliche Ruhezeit von derzeit elf auf acht Stunden für alle Betriebe mit geteilten Diensten wird verkürzt. Auch soll es die Möglichkeit der Ausnahme von der Wochenend- und Feiertagsruhe geben, dies allerdings beschränkt auf vier Ausnahmefälle pro Jahr.

Frage 5: Wie sieht es jetzt mit Gleitzeit aus?
Bei Gleitzeit können Arbeitnehmer Beginn und Ende der täglichen Normalarbeitszeit innerhalb eines zeitlichen Rahmens frei gestalten. Es ist also möglich, die Normalarbeitszeit flexibel zu verteilen. Bisher galt, dass diese bis zu 10 Stunden pro Tag dauern durfte. Durch die flexible Gestaltung kann ein Zeitguthaben oder auch ein Zeitminus aufgebaut werden. Künftig gilt, dass an fünf Tagen maximal zwölf Stunden gearbeitet werden darf.

Frage 6: Gibt es jetzt keine bezahlten Überstunden mehr?
Doch, zumindest theoretisch. Grundsätzlich gilt, dass für angeordnete Überstunden (nicht zu verwechseln mit Gleitzeitstunden) ein Zuschlag fällig wird. Das Problem in der Praxis: Welche Überstunden sind angeordnet und welche nicht?

Frage 7: Welche Grenzen gibt es noch?
Bisher musste ein Unternehmen nachweisen können, dass es zu einem "unverhältnismäßigen wirtschaftlichen Nachteil" kommen würde, wenn nicht vorübergehend Zusatzarbeit geleistet wird. Mit dem neuen Gesetz ist das nicht mehr notwendig, nun muss nur ein "erhöhter Arbeitsbedarf" angegeben werden. Auch Betriebsräte müssen zu Mehrarbeit nun nicht mehr ihre Zustimmung geben. Außerdem ist keine schriftliche Vereinbarung oder ein arbeitsmedizinisches Gutachten mehr nötig.

Es gibt nur noch zwei Bedingungen: 12-Stunden-Tage und 60-Stunden-Wochen dürfen nicht mehr als 24 Wochen im Jahr "verhängt" werden und nach acht Wochen ist eine 14-tägige Überstunden-Pause vorgeschrieben.

Entschärft wird dies durch ein EU-Gesetz: in einem Zeitraum von 17 Wochen darf die durchschnittliche Arbeitszeit 48 Wochenstunden nicht überschreiten.

Frage 8: Wie sieht es mit Vier-Tages-Wochen aus?
Die Vier-Tages-Woche war bereits mit dem bisherigen Gesetz möglich, im neuen Gesetz sucht man nach einem Anspruch darauf vergeblich.

Gibt der Chef den fünften Wochenarbeitstag nicht frei, ist das legal. Nur der Arbeitgeber entscheidet, wann ein Arbeitnehmer Zeitausgleich nehmen darf und ob die Stunden überhaupt zusammenhängend zu einem ganzen Tag genommen werden dürfen. Erst wenn der Arbeitgeber ein halbes Jahr nicht auf Anfragen reagiert, können Arbeitnehmer einen Zeitausgleich einseitig beantragen und ihn vier Wochen später nehmen, wenn sie keine Konsequenzen dadurch befürchten.

Frage 9: Kann mir jetzt mein Wochenende genommen werden?
Nein, aber es gibt eine Ausnahme. Vier Sonn- und Feiertage pro Jahr kann der Arbeitgeber ohne Notwendigkeit eine Ausnahme von der Wochenend- oder Feiertagsruhe umsetzen. Dies geschieht über Betriebsrat oder individuell mit den Arbeitnehmern.

Außer mit jenen, die bereits jetzt eine entsprechende Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer hatten. Sie müssen "überwiegende persönliche Interessen" geltend machen, warum sie an einem Sonn- oder Feiertag nicht arbeiten wollen, wenn der Chef dies anordnet.

Frage 10: Wer profitiert davon eigentlich?
Profitieren können etwa jene Personen, die mehr arbeiten und sich etwas dazuverdienen wollen und nicht in All-In-Verträgen stecken.

Einiges im Gesetzestext, wie Zusatz-Zeitausgleich etwa, ist in der Theorie attraktiv, liegt aber an der Umsetzung des Arbeitgebers. Spielt er mit, bleibt es bei 8-Stunden-Tagen, 40-Stunden-Wochen und den bereits zuvor möglichen 4-Tages-Wochen. Oder aber der Chef zielt auf 12-Stunden-Tage, 60-Stunden-Wochen, die legal möglichen Sonn- und Feuertagsdienste und keine zusammenhängenden Zeitausgleichsstunden ab.

Bei Arbeitgebern wiederum ist der Vorteil, Aufträge schneller abarbeiten oder Produktionsspitzen ausgleichen zu können.

+++ Alles zum Thema "12-Stunden-Arbeitstag" +++

Lesen Sie hier:

>>> SPÖ-Protest mit Packerln gegen 12-Stunden-Tag

>>> SPÖ mit Online-Petition gegen 60-Stunden-Woche

>>> Kurz und Strache sollen 12 Stunden am Tag schwitzen

>>> 12-Stunden-Tag: Hier sind die ersten Fälle

>>> 12-Stunden-Tag: Eigene Hotline für Verunsicherte

>>> 12-Stunden-Tag: Regierung verspricht "Anpassung"

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • schurkraid am 31.08.2018 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ah ja genau

    man kann jetzt mehr geld verdienen? also ich hab jedes monat gerne 10 überstunden gemacht weil ich diese zu 1:1.5 aus ezahlt bekam... jetzt bedeutet das nur 1:1 ausbezahlt super herzlichen dank !

  • Robert am 31.08.2018 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzestext oben lesen dann soll einer noch behau

    Genau im Gesetzestext steht jetzt wie oben zu lesen. Gegen täglich 10 Stunden und 50 Stunden in der Woche kann man gar nichts machen. Nur wenn es darüber geht theoretisch. Also haben wir keine 40 Stunden Woche mehr denn die ist dann genauso theoretisch. Eine Frechheit auf den Rücken der Arbeitnehmer und alles für die Konzerne.

    einklappen einklappen
  • Phönix am 31.08.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Habe diesmal FPÖ gewählt - aber:

    Das neue Arbeitszeitgesetz ist eine massive Verschlechterung für die Arbeitnehmer - und - spielt ausnahmslos den Arbeitgeber in die Hände. Hier hat sich Strache von Kurz über den Tisch ziehen lassen. Schade, denn im Großen und Ganzen könnte man mit der Regierungsbeteiligung der FPÖ zufrieden sein. In diesem Fall muss man aber der SPÖ und der Gewerkschaft Recht geben.....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • isabell am 31.08.2018 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    es nervt

    schön langsam diese theater um die 60stunden woche mir das das sowas von egal ich bin selbständig und arbeite alleine und ich arbeite manchmal so gar noch länger also was soll das ganze gejammer die leute wollen alle viel geld verdienen und immer weniger dafür arbeiten das geht leider nicht

    • Rosa am 31.08.2018 21:39 Report Diesen Beitrag melden

      Es nervt@isabel

      Es geht nicht um die Selbständigen, sondern um die Arbeiter und Angestellten. Wenn Sie lange arbeiten, so ist das Ihre Sache.

    einklappen einklappen
  • Manuel am 31.08.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Klagen is so a sache

    Na des zeigt ma mal wer mitn klagen, ja geht schon nur wer geht dann gern hin ich glaub nicht das die dann nicht grantig sind und man das nicht zu spüren bekommt. Das Verhältnis wird nie wieder sein wie es war, also was bringt das da is besser klagen und dann gehen

  • Erwin am 31.08.2018 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht

    Mich können die küssen ich spiel dann nicht mit hab ich hald eine job rotation im anderen sinne

  • Phönix am 31.08.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Habe diesmal FPÖ gewählt - aber:

    Das neue Arbeitszeitgesetz ist eine massive Verschlechterung für die Arbeitnehmer - und - spielt ausnahmslos den Arbeitgeber in die Hände. Hier hat sich Strache von Kurz über den Tisch ziehen lassen. Schade, denn im Großen und Ganzen könnte man mit der Regierungsbeteiligung der FPÖ zufrieden sein. In diesem Fall muss man aber der SPÖ und der Gewerkschaft Recht geben.....

  • schurkraid am 31.08.2018 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ah ja genau

    man kann jetzt mehr geld verdienen? also ich hab jedes monat gerne 10 überstunden gemacht weil ich diese zu 1:1.5 aus ezahlt bekam... jetzt bedeutet das nur 1:1 ausbezahlt super herzlichen dank !