Sommergespräch mit Kern

03. September 2018 22:44; Akt: 04.09.2018 07:56 Print

Auch SP-Chefs dürfen Rolex tragen

von Uta Hauft - SPÖ-Chef Christian Kern im ORF-Sommergespräch über Ängst, Arbeit und Armut.

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Das vierte Sommergespräch am Montagabend war das erste im Regen. Daher lud der ORF ins Innere des Lokals in der Wachau. Dort blieb es trocken, doch das Gespräch mit SPÖ-Chef Kern tröpfelte dahin, nahm kaum Fahrt auf.

Umfrage
Wie hat sich Christian Kern im ORF-Sommergespräch geschlagen?
43 %
3 %
41 %
13 %
Insgesamt 1266 Teilnehmer

Das sagte Kern zu:
- SPÖ in Opposition: Ziel sei "einen Gegenentwurf zur Regierung. Die SPÖ formuliert gerade ihr neues Programm." Themen seien die Arbeitswelt angesichts der Digitalisierung, die Positionierung Österreich in Europa und gegenüber USA und Asien, sowie der Klimawandel.

- Gesundheitssystem: "Den Zugang zum Gesundheitssystem sollen nicht nur jene mit dickem Konto haben. Die Regierung spart Millionen ein, die Unternehmer weniger zahlen müssen. Wir wollen einsparen, aber ins System für alle investieren."

- 12-Stunden-Tag: "Was jetzt passiert, ist ein Drüberfahren." Die geplante "Freiwilligkeit" bezweifelt Kern stark. Er fürchtet um Mitarbeiter von "kleinen Firmen ohne Betriebsrat". Sein Gegenvorschlag: "Betriebliche Mitbestimmung und bei 12-Stunden-Diensten muss es planbare Freizeitblöcke geben", wie bereits im Spitalswesen oder bei der Bahn.

- Grabenkämpfe in SPÖ: "Niemand will eine grün-linke Fundi-Politik betreiben." Man habe in der Partei "lange darüber diskutiert, was Zukunft ist." Dabei stehe die Migration "natürlich im Mittelpunkt", aber auch der "Klimawandel ist wichtig."

Video: Kern über "grün-linke Fundi-Politik"


- Klimawandel : "Wir haben mittlerweile mehr Hitzetote als Verkehrstote. Da kann man nicht wegschauen!" Und: "Es geht auch um jene, die bei 35 Grad draußen arbeiten müssen."

- Migration: "Wir brauchen Alternativen zu Ängsten." Klar sei: "Wer keinen positiven Asylbescheid hat, muss das Land verlassen." Und: "die Einhaltung von Menschenrechten. Es ist unerträglich, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken." Europa müsse "investieren", etwa in "Charter Cities", europäisch gestützte Städte in Schwellenländern. Details will er nächste Woche präsentieren.

- Rechtsruck : "Die Regierung nimmt Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht gebührend ernst." Es seien zwar "keine Nazis", aber: "Wir sehen gerade in Chemnitz was passiert, wenn man permanent Sündenböcke sucht".

- Koalition mit der FPÖ?: "Eine SPÖ auf Bundesebene kann nicht mit der FPÖ koalieren, das zerreißt eine fortschrittliche Partei." Auf Länder-Ebene sei er"kein Fan", aber "im Zweifel ziehe ich Rot-Blau einer schwarz geführten Koalition im Burgenland vor."

- Darf ein SPÖ-Chef eine Rolex tragen? "Um Armut zu bekämpfen, muss man nicht zwingend selbst arm sein."

Das ganze Sommergespräch können Sie hier im Live-Ticker nachlesen:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L. am 03.09.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht wirklich.

    Naja, nein... Eigentlich nicht. Es ist schon ziemlich heuchlerisch, wenn der Kopf der sozialen Arbeiterpartei eine unnütze 10.000 Uhr trägt.

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  • Insider am 03.09.2018 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    Na bumm

    Der wird nie wieder Bundeskanzler! Und mit der SPÖ wird ohnehin niemand mehr eine Koalition bilden! Endlich wird in der Regierung gearbeitet!

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  • Ich am 03.09.2018 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ich

    Und wer hat ihm die ROLEX finanziert?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Angelika. am 05.09.2018 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Christian Kern

    Ich, eine gestandene Linke, aber keine Rote gebe selbst zu, dass für die Genossen unter Kerns Führung kein Blumentopf zu gewinnen ist! Er mag meinetwegen ein intelligenter und fähiger Managertyp sein, aber er passt einfach nicht in eine Arbeiterpartei wie die SPÖ. Ich vergleiche ihn mit dem ehem. BK Franz Vranitzky, der aus der Finanzwirtschaft in die Politik kam. Aber Vranitzky war um Eckhäuser besser und hat auch souveräner agiert als Kern, einfach irgendwie anders, ohne ständig ins Fettnäpfchen zu treten.

  • Karl Fensterstock am 04.09.2018 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Rolex hat doch eh jeder

    Alle herhören! Ich habe auch eine Rolex. Gekauft in Sharm el Sheikh. Noch Fragen?

  • onlinekiebitz am 04.09.2018 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Lob des Luxus-Sozialismus !

    a priori sind rolex und überfluß nicht im geringsten verwerflich ! ekelhaft ist, daß nur wenige in der spö daran teilhaben, sprich die kapazunder ! was ist luxus ? was ist glück ? die spö gibt vor, glück und ein besseres leben zu offerieren wenn man sie nur wählen würde ! ( sie hat das jahrelang propagiert, seit kreisky gings bergab, die bevölkerung wurde ärmer und ärmer !!!) wenn es aber unbedingt sein muß mit dem kargen leben, dann lieber ohne die spö !

  • Herbi am 04.09.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Politik

    Ob rot, türkis, blau oder gelb. Es ist so egal welche Farbe, alle haben ein Luxusleben vom feinsten und uns bleibt durch die kalte Progression immer weniger im Börserl. Das ist ein Grund warum es wieder gewaltig scheppern wird.

    • Tom am 04.09.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

      keiner arbeitet wirklich fürs Volk

      .... kurz und kompakt .... trifft meine Meinung .... wählen werd ich, wenn überhaupt, nur mehr ungültig. Verschiedene Farben doch alles der selbe Betrug!!

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  • Rambo am 04.09.2018 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur fad die beiden

    ist doch völlig egal. rolex hin rolex her. hab selber eine und des alls hackler. wenn die beiden nichts bessers zu fragen wissen sollen sie es lassen.