Nach Razzien

14. März 2018 12:06; Akt: 14.03.2018 12:38 Print

BVT-Chef Gridling beruft gegen Suspendierung

Der vom FPÖ-Innenminister suspendierte Chef des Verfassungsschutzes will rechtlich gegen seine Absetzung vorgehen.

Peter Gridling, der inzwischen suspendierte Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) (Bild: picturedesk.com/APA)

Peter Gridling, der inzwischen suspendierte Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) (Bild: picturedesk.com/APA)

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In der Affäre um Razzien in den Räumlichkeiten des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) meldet sich nun erstmals der abgesetzte BVT-Leiter Peter Gridling zu Wort. Im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" kündigte er an, rechtlich gegen seine Suspendierung vorzugehen.

"Keiner Schuld bewusst"

"Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Ich werde alles tun, um die Vorwürfe gegen meine Person zu entkräften. Es ist mein gutes Recht, mich zu wehren. Das werde ich auch tun", sagte er gegenüber der Zeitung.

Befragt zur Hausdurchsuchung und zum Schaden für das Bundesamt will Gridling vorerst nichts sagen. Er befindet nur, dass ihm vieles "suspekt" vorkomme.

Im Amt bestätigt, dann sofort suspendiert

Gridling war am Dienstag von FPÖ-Innenminister Herbert Kickl zwar formal in seinem Amt bestätigt, gleich anschließend aber suspendiert worden. Als Grund gab der Ressortchef an, dass der Leiter des BVT von der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft als Beschuldigter geführt werde.



Innenminister Kickl gibt die Suspendierung bekannt.

Zuvor war die bereits von Bundespräsident Alexander Van der Bellen unterschriebene Bestellung vom Innenministerum zurückgehalten worden. Nicht zuletzt dies sorgte für Empörung bei der Opposition, die eine gezielte Intrige zur "politischen Umfärbung" des Verfassungsschutzes vermutet. Diese prüfen nun einen Untersuchungsausschuss, die Liste Pilz kündigte einen Misstrauenantrag gegen Kickl an.

Von Seiten des Koalitionspartners ÖVP hatte sich der türkise Sicherheitssprecher Werner Amon im Interview mit der "Zeit im Bild" für BVT-Leiter Peter Gridling ausgesprochen.


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Absberg am 14.03.2018 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Naiver BVT-Chef

    Wenn sich die Vorwürfe nicht bestätigen ist seine Wiederkehr nicht zu verhindern, denn Unfähigkeit ist nicht strafbar!

  • ibindameinung am 14.03.2018 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Sein Recht

    Das ist nichts besonderes, es zeigt keinesfalls eine Schuldlosigkeit. Gegen eine Suspendierung kann jeder Beamte berufen, ob´s was nützt, steht auf einem anderen Blatt.

  • Statistiker am 14.03.2018 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staat im Staate

    Es war hoch an der Zeit, dass dieser linke Sumpf endlich trocken gelegt wird.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Como am 17.03.2018 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Geständnis

    Wenn er nicht beruft, kommt es einem Geständnis gleich, oder?

  • Poidinger am 14.03.2018 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gabs schon einmal

    Auch AH hat für jede Aktion die Linken vorgeschoben. Hat funktioniert, weil es im Volk viele Opportunisten geglaubt haben. Irgendwann wars dann zu spät, das Ende kennen wir.

  • zachaeus am 14.03.2018 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Sensation?

    Der Behördenleiter verfügt eine Suspendierung und die Disziplinarkommission bestätigt das oder nicht. Dagegen kann der Betroffene Widerspruch einlegen oder nicht. Hat mit einem gerichtlichen Verfahren nichts zu tun und läuft parallel dazu und ist im Dienstrecht niedergeschrieben. Also, wo ist die Sensation?

  • Statistiker am 14.03.2018 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staat im Staate

    Es war hoch an der Zeit, dass dieser linke Sumpf endlich trocken gelegt wird.

    • Reflektor am 14.03.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

      Propaganda unreflektiert aufgenommen...

      ...Das dem Innenministerium untergeordnete BVT ist seit März 2000 ausschließlich in ÖVP-Hand gewesen.

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  • ibindameinung am 14.03.2018 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Sein Recht

    Das ist nichts besonderes, es zeigt keinesfalls eine Schuldlosigkeit. Gegen eine Suspendierung kann jeder Beamte berufen, ob´s was nützt, steht auf einem anderen Blatt.