Misstrauen gegen FPÖ

22. August 2018 08:24; Akt: 22.08.2018 10:20 Print

Deutscher Insider warnt vor unserem Geheimdienst

US-Geheimdienste geben keine sensiblen Daten mehr an den österreichischen Verfassungsschutz weiter. Auch der Ex-Chef des deutschen Geheimdienstes warnt.

Der ehemalige Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning (Bild: picturedesk.com)

Der ehemalige Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seit der Razzia im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) Anfang dieses Jahres durch Mannschaften des Innenministeriums von Herbert Kickl (FPÖ) ist das Ansehen des österreichischen Geheimdienstes im Ausland beschädigt.

Umfrage
Ihre Meinung zur Causa BVT?
42 %
46 %
12 %
Insgesamt 2217 Teilnehmer

Auch die bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) offen zur Schau getragene Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin lässt westliche Dienste an der Zuverlässigkeit Österreichs zweifeln.


USA geben keine sensiblen Informationen mehr weiter

Laut "Washington Post" haben US-Geheimdienste die Weitergabe von sensiblen Informationen weitgehend eingestellt. Zu groß ist die Gefahr, dass sie in falsche Hände geraten und geheime Quellen offenbaren. Im Gespräch mit der deutschen "Bild"-Zeitung warnt nun auch der ehemalige Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, vor weiterem Daten-Austausch mit dem BVT.

BND-Quellen bei Razzia offengelegt

"Bei einem Dienst, der seine sensiblen Geheimnisse und die Informationen und Quellen von Partner-Diensten nicht schützen kann, ist Vorsicht geboten", warnt Hanning. Aus deutscher Sicht ist vor allem die BVT-Razzia brisant: Es sollen sensible Informationen des deutschen Verfassungsschutzes und des BND darunter beschlagnahmt worden sein – mit Angabe der Quellen.

Es ist unabdingbar für die internationale Zusammenarbeit der Dienste, dass jeder sicher sein könne, dass seine sensiblen Informationen auch beim Partnerdienst sicher sind, erklärt der Ex-BND-Chef. "Die Geheimhaltung muss gewahrt bleiben. Das ist bei solchen Vorgängen wie in Österreich natürlich nun unglaublich schwierig", so Hanning.

Putin und Kneissl tanzen Walzer


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petrus am 22.08.2018 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    siehe da....

    "der Ex-Chef" des BND warnt. Das ist schon mal positiv da Ex ! BND ist der Verein der in Österreich aktiv Wirtschaftsspionage betreibt zum Vorteil der BRD, also aufpassen ! Nur weil sie die gleiche Sprache sprechen sind sie nicht zwingend unsere Freunde.

  • Sonja am 22.08.2018 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wovor warnt er

    Die netten Herren (und Damen) mögen sich dich bitte einmal an der eigenen Nase nehmen. Egal ob USA oder Deutschland, Abhörskandale konnten u.a. die beiden selbst schon zur genüge verzeichnen, daher vor der eigenen Türe kehren. Das alle Welt Probleme mit einer FPÖ hat ist unerklärlich, zumal zum Beispiel von einem Trump eine höhere Gefahr ausgeht. Österreich sollte lieber selbst aufpassen welche Daten es weiter gibt und danke an unsere Vorgänger Regierungen für Eure folgsame Gehorsampolitik im Ausland anstatt selbstständig zu sein. Leider ging es nach Kreisky nur noch bergab.

    einklappen einklappen
  • hans am 22.08.2018 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geheimdienst infos

    welche wirklich wichtigen informationen werden beispielsweise die USA uns schon übermitteln? die sind zweifelsohne mehr daran interessiert uns zu bespitzeln und auszuhorchen...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Oliver23 am 22.08.2018 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Probeaufführung

    In westlichen Geheimdienstzentralen gibt es sicher Stirnerunzeln und folglich Bremsmanöver bei der Weitergaben von heiklen Info an den öst. Geheimdienst nach den Geschehnissen im Frühjahr, die durchaus als Probedurchlauf eines Putschgeschehens zu verstehen sind. Gab es beim BND, MI6, DGSE oder Mossad jemals ein derartiges Szenario, dass schwer bewaffnete Polizisten (mit starker einseitiger politischer Affinität) das Hauptgebäude des Dienstes stürmten und sogar die EDV Anlage mitnehmen wollten? Hat man je davon gehört? Dem Basti BK war das keinen Kommentar wert....sind wir Ösis schon gewohnt

  • Robert am 22.08.2018 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alles Gold was glänzt

    Nein der ö Geheimdienst hilft nicht mehr beim int menschenhandel. Trump uerschlägt angeblich gerade den Tiefen Staat (cia)

  • Southpaw am 22.08.2018 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht Kickl!

    90% der Österreicher verstehen vermutlich nicht, dass es für uns nur von Vorteil sein kann wenn die Geheimdienste anderer Nationen so wenig wie möglich an uns anstreifen. Trocknen sie die Sümpfe aus!

  • E. E. am 22.08.2018 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vor eigener Tür kehren

    Der BND hatte nicht einmal seine eigenen V-Leute im Griff. Er sollte einmal bei seinem eigenen Geheimdienst für Ordnung schaffen.

  • Muster ohne Wert am 22.08.2018 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    was nix kost ist nix wert

    geht es um das Geheimrezept der Sachertorte....wofür braucht so ein kleines, weltpolitisch unbedeutendes neutrales Land, das unter EU-Gesetzen und -Schutz? steht überhaupt einen Geheimdienst -

    • e.e. am 24.08.2018 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Muster ohne Wert

      Der Geheimdienst, des feinen deutschen Insiders hat in Österreich Spionage betrieben. Vielleicht hat es Helfer im eigenen Geheimdienst gegeben und die Aktion notwendig gewacht. Wir werden es nie erfahren, da Geheim. Kann mir schon vorstellen, dass das für andere Geheimdienste unangenehm ist. Im Übrigen gilt die Unschuldsvermutung.

    einklappen einklappen