"Falschmeldung"

09. Februar 2018 11:03; Akt: 09.02.2018 13:22 Print

"Falschmeldung": Wirbel um Bundespressedienst

Nach ersten Protesten von Journalisten will die Regierung beruhigen: Der Bundespressedienst wird nicht aufgelöst, sondern nur umgestaltet.

Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal (l), mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz Christian Strache (FPÖ). (Bild: picturedesk.com)

Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal (l), mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz Christian Strache (FPÖ). (Bild: picturedesk.com)

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Die Meldung sorgte für Aufregung: Die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz soll den Bundespressedienst auflösen. "Falschmeldung", sagt Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal gegenüber "Heute". Es handle sich lediglich um eine neue Organisationsform, alle Aufgaben sollen weitergeführt werden – angesiedelt im Büro des Regierungssprechers, so Peter Launsky-Tieffenthal im Gespräch mit "Heute".

Es sei die Umsetzung des gesetzlichen Auftrags, so der Regierungssprecher weiter. Alle Services sollen aufrecht erhalten werden.

So sieht die neue Organisation aus

Die Fachabteilungen, also beispielsweise Newsmanagement und Medienbetreuung, wandern in die Zuständigkeit von Launsky-Tieffenthal, seinerseits dem Generalsekretariat unterstellt. Generalsekretär und neue "graue Eminenz" wird Dieter Kandlhofer, ehemals Präsidialdirektor im Verfassungsgerichtshof im Kanzleramt.

Wolfgang Trimmel, der bisherige Leiter des Bundespressedienstes und zuvor Sprecher des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (SPÖ), wird eine neue Aufgabe im Kanzleramt übernehmen. Kurz’ ehemaliger Pressesprecher Gerald Fleischmann ist Chef der Stabstelle für Kommunikationsplanung.

Journalisten üben Kritik

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) hat sich bereits kritisch über die Maßnahme geäußert. Präsident Fred Turnheim: "Diese Gleichschaltung der Informationen der einzelnen Ministerien und Dienststellen der Bundesregierung ist eine autoritäre Maßnahme des Bundeskanzlers und widerspricht vollkommen einer pluralistischen Medienarbeit in einer demokratischen Gesellschaft." Der Club will die "Auflösung", die laut Regierung keine ist, verfassungsrechtlich prüfen lassen.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • No mam am 09.02.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Damals wie Heute

    Das kenne wir doch vom 2000sender Jahr. Da wurde auch alles umgestaltet. Neue Behörden gegründet alte aufgelöst. Die Wahrheit dahinter war eine Machtzentralisierung und eine parteipolitische Umfärbung der Behörden. Ist ja alles schön und gut und wohl auch legitim, aber passt diesesmal bitte auf euer E-MAils auf. Nicht das wieder ein paar Anzeigen in der Schublade vergessen werden.

  • Dirtsa am 11.02.2018 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Medien sind eine Katastrophe,

    Einzig die Kronenzeitung berichtet noch neutral und deckt vor allem die Missstände der Vorregierung auf!!!! Der Journalistenclub hat zu akzeptieren, dass endlich ab jetzt eine gute politische Berichterstattung für die Österreicher startet! Die inzwischen schrecklichen Medien inklusive dem Rotfunk ORF sind seit die neue Regierung im Amt ist nicht mehr als unparteiisch zu sehen, es gibt ausschließlich negative Berichte.... Und das ist untragbar und undemokratisch!!!!!

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  • Dirtsa am 11.02.2018 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Medien sind eine Katastrophe,

    Einzig die Kronenzeitung berichtet noch neutral und deckt vor allem die Missstände der Vorregierung auf!!!! Der Journalistenclub hat zu akzeptieren, dass endlich ab jetzt eine gute politische Berichterstattung für die Österreicher startet! Die inzwischen schrecklichen Medien inklusive dem Rotfunk ORF sind seit die neue Regierung im Amt ist nicht mehr als unparteiisch zu sehen, es gibt ausschließlich negative Berichte.... Und das ist untragbar und undemokratisch!!!!!

  • No mam am 09.02.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Damals wie Heute

    Das kenne wir doch vom 2000sender Jahr. Da wurde auch alles umgestaltet. Neue Behörden gegründet alte aufgelöst. Die Wahrheit dahinter war eine Machtzentralisierung und eine parteipolitische Umfärbung der Behörden. Ist ja alles schön und gut und wohl auch legitim, aber passt diesesmal bitte auf euer E-MAils auf. Nicht das wieder ein paar Anzeigen in der Schublade vergessen werden.