Neuer Kollektivvetrag

02. August 2018 08:04; Akt: 02.08.2018 08:05 Print

Buslenker mit 50h-Woche: "Verraten und verkauft"

Eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für alle Buslenker ab 1. Oktober 2018 beklagt der Betriebsrat. Schuld: das neue Arbeitszeitgestz.

Robert Wurm, Zentralbetriebsratsvorsitzender der ÖBB-Postbus GmbH, kritisiert die neue Arbeitszeit. (Bild: picturedesk.com)

Robert Wurm, Zentralbetriebsratsvorsitzender der ÖBB-Postbus GmbH, kritisiert die neue Arbeitszeit. (Bild: picturedesk.com)

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Noch ist das neue Arbeitszeitgesetz der ÖVP-FPÖ-Regierung nicht in Kraft, schon toben die ersten Betroffenen. Die Wirtschaftskammer habe gemeinsam mit der dafür zuständigen Fachgewerkschaft noch vor Inkrafttreten des neuen Arbeitszeitgesetzes eine Änderung des neuen Bus-Kollektivvertags unterschrieben", berichtet Robert Wurm, Zentralbetriebsratsvorsitzender der ÖBB-Postbus GmbH.

Umfrage
12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche: Gute Idee oder Alptraum für Arbeitnehmer?
70 %
10 %
17 %
3 %
Insgesamt 16952 Teilnehmer

Ab 1. Oktober wird dieser über das neue Arbeitszeitgesetz aktiv werden – und massive Verschlechterungen für alle Buslenker bringen, so Wurm. Durch den neuen Kollektivvertrag wird die wöchentliche Arbeitszeit im Linienverkehr von derzeit 40 Stunden auf 50 Stunden erhöht. Die tägliche Arbeitszeit steigt dabei auf von 8 auf 10 Stunden.

Überstundenzuschläge fallen weg

Zugleich werden durch das neue Gesetz künftig nicht mehr ab der neunten Arbeitsstunde, sondern erst ab der elften Arbeitsstunde Überstundenzuschläge ausbezahlt. "Wir wurden verraten und verkauft. Dass eine Fachgewerkschaft diese kollektivvertragliche Verschlechterung akzeptiert und unterschrieben hat, ist für alle arbeitenden Menschen, die in den vergangenen Wochen gegen eine Verschlechterung der Arbeitszeiten aufgetreten sind, ein Schlag ins Gesicht", so Wurm.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anno am 02.08.2018 08:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur weiter so

    Super Demokratie in Österreich kann mich nicht daran erinnern befragt worden zu sein .... glaube nicht das irgendein hart arbeitender Österreicher freiwillig sagt mehr arbeiten für weniger Geld .... ich finde es einfach nur mehr krank arbeiten am besten bis man 70 Jahre ist und das täglich 12 Stunden und vielleicht schaffen wir es ja sogar Österreich weit Sonntag geöffnet zu haben ..... bitte liebe Regierung denkt auch mal an das Volk denn früher oder später werden wir uns dafür rächen

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  • ruppi doppler am 02.08.2018 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Gewerkschaft....

    Eigentlich haben die Postbusfahrer die letzten Jahrzehnte viel besser verdient als die private Konkurrenz. Was ist mit den LKW Berufsfahrer,da kümmert sich die Gewerkschaft überhaupt nicht. Da werden Löhne gezahlt das es einen wirklich grausst

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  • berni am 02.08.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    wo ist eigentlich der Statistiker

    bei solchen themen immer unauffindbar, aber sobald es um flüchtlinge geht ist er da und gibt seinen senf dazu...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hauser Michael am 04.08.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Das haben wir Lkw Lenker schon lange und das interessiert keinen

  • Enzo am 03.08.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Danke, FPÖ! Danke, Strache!

    Aber die hetzen halb immer so schön, gegen die Flüchtlinge die gar nicht mehr kommen...

  • Elfriede Friedl am 03.08.2018 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Frechheit! Wie soll das bei Strassenarbeitern bzw.Schwer arbeiten gehen? ??Das ist Raubbau an Gesundheit und weniger Geld!!!

    • Oswald v. Wolkenstein am 06.08.2018 06:02 Report Diesen Beitrag melden

      Die FPÖ weiss es

      Natürlich ist es das. Und das würde auch immer wieder von der FPÖ betont und darauf hingewiesen. Kickl hat mal eine Presseaussendung gemacht in der er auf die Nachteile des 12-Stunden-Tages hinwies. Genau wie Strache in einer Rede. War allerdings vor der Wahl um Stimmen zu fangen.

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  • Dodo2340 am 03.08.2018 03:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verhandler über den Tisch gezogen?

    Die Normalarbeitszeit beträgt immer noch - maximal - 40 Stunden pro Woche, abgesehen von bestimmten Branchen, wo schon bisher bis zu 60 Stunden gearbeitet wurde. Dass die Gewerkschaft einer für die Arbeitnehmer grob nachteiligen Regelung zustimmen, kann ich mir fast nicht vorstellen. Wie konnten sich die Verhandler so über den Tisch ziehen lassen??

    • Josef joba am 03.08.2018 06:36 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Über das Monat gerechnet gibt es nur Vorteile. Die Turnuspläne können besser an die Bedürfnisse der LenkerInnen angepasst werden, da Unter- und Überschreitungen in einer Woche jetzt möglich sind. Im 5-Wochen-Schnitt ist aber alles über 40 Stunden wieder Überstunden. Das Wichtigste ist aber der Entfall der Längenzulage, welche durch höheren Stundenlohn ersetzt wird. Dadurch gibt es mehr Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, mehr im Urlaub und Krankenstand. Eine gute Änderung.

    • Korbi am 03.08.2018 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Josef joba

      Und völlig übernachtige Busfahrer, die 50 Kinder noch sicher in die Schule bringen sollen.

    • Josef joba am 03.08.2018 21:51 Report Diesen Beitrag melden

      @ Korbi

      Der KV hat schon immer an einzelner Tagen bis zu 15 Stunden Einsatzzeit erlaubt. Ob es sich nun um Normal- oder Überstunden handelt hat keinen Einfluss auf die Gesundheit.

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  • Georg am 03.08.2018 00:42 Report Diesen Beitrag melden

    alles ein guter Trick

    Das ganze war ein guter Trick um den Ruf nach einer 35h Woche auszubremsen. Jetzt hat man Mühe die 40h Woche wieder einzuführen, damit ist die 35h wieder in weiter ferne gerückt.Wenn Kern clever genug gewesen wäre, hätte er statt der Rücknahme der 60h Woche die 35h Woche als Gegenmaßnahme versprechen müssen. Das kann aber der CETA Befürworter Kern nicht machen.

    • Korbi am 03.08.2018 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Georg

      und ceta ratifizierer kurz hat dennoch die 60h Woche durchgedrückt

    • Alexander am 05.08.2018 17:04 Report Diesen Beitrag melden

      an Georg

      Leider ist Kern nicht so clever. Bei der ÖBB war er super, aber als Politiker ein Rohrkrepierer.

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