Buwog-Prozess

14. Juni 2018 14:52; Akt: 19.06.2018 08:06 Print

Richterin nimmt sich heute erstmals Grasser vor

Sechs Monate nach Prozessbeginn wird heute Karl-Heinz Grasser sprechen. Er beginnt mit einem Statement. Wir berichten ab 9 Uhr LIVE.

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Was am 12. Dezember 2017 begann, erreicht sechs Monate (ganze 41 Prozesstage) später seinen Höhepunkt: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/parteilos) wird seine Aussage im Buwog-Prozess beginnen.

Dies verriet Richterin Marion Hohenecker am heutigen Donnerstag, als sie KHG fragte, ob er ein Eingangsstatement abgeben werde. Dieser bejahte, seine "gesamtzusammenhängende Darstellung" zu Beginn seiner Befragung werde länger dauern.

Aussage ab Dienstag
Das bedeutet: Ab Dienstag ist es so weit. Karl-Heinz Grasser wird erstmals von der Anklagebank auf den Sessel vor der Richterin wechseln und ganz allein in der Mitte vor ihr sitzen. Er wird zu Beginn - wie auch Walter Meischberger - seine Sicht der Dinge darlegen.

Danach wird die Richterin viele Fragen haben. Schließlich gilt es, ein faires und gerechtes Urteil zu fällen und festzustellen, ob Grasser schuldig ist oder freigesprochen wird.

Hat er bei der Vergabe der Bundeswohnbaugesellschaften illegal Informationen an seinen Freund und Trauzeugen Meischberger weitergegeben? Hat er einen Teil der Millionenprovision kassiert und ihn auf einem Konto in Liechtenstein gebunkert? Haben die Hauptangeklagten diese "Tatplan" auch in der Causa Terminal Tower durchgezogen? Wir werden sehen.

Grasser, "wo bist denn?"
Den Weg freigemacht für Grassers baldige Aussage hat am Donnerstag Walter Meischberger. Er wurde nach zwölf Tagen auf dem "heißen Stuhl" mit seiner Aussage fertig.

Auch eine lustige Episode rund um Karl-Heinz Grasser trug sich zu. Nach einer Pause wäre er fast zu spät in den Gerichtssaal gekommen. Sein Anwalt Manfred Ainedter musste ihn am Telefon anrufen, alle im Saal hörten wie er ihn fragte: "Wo bist denn?"

Das zeigte Wirkung, kurze Zeit später kam Grasser in den Saal. Gerade rechtzeitig zur Fortsetzung des Prozesses.

Lesen Sie hier, was am Donnerstag sonst noch so geschah!

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • erdhaxn am 14.06.2018 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Jetzt wird es endlich ernst für den Lügenbaron Grasser!

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  • Parcifal am 14.06.2018 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwer zu beweisen

    ob er wirklich schuldig ist. Aber allein dafür, dass er Wasser gepredigt und Wein gesoffen hat, sollte er ein bisschen bekommen. Otto Normal für seinen 9 to 5 job mit 40% besteuern und selber am Telefon so nebenbei fetten unversteuerten Reibach machen und zur LGT bringen geht gar nicht.

  • Georg Meinhart am 15.06.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Buwog

    Wenn eine Wohnungen in guter Lage um 3 Jahresmieten verkauft werden -normalerweise um 20 -wurden ca. 6.000 Millionen Euro verschenkt .

Die neuesten Leser-Kommentare

  • pipolo am 19.06.2018 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    unsin

    Geht wahrscheinlich straffrei, wird dann aber Österreich auf Schadenersatz klagen. Zahlen tut es ja eh der Steuerzahler.

  • Angel66 am 19.06.2018 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Er darf NIE wieder geniessen dürfen!

    Ich wünsche mir, dass die Richterin den "Hausverstand" zu Rate zieht, ein Kind fragt, was es tun würde...ein Engel ihr zuflüstert, was zu fragen und schlußendlich zu tun ist! Herr Grad der ist meiner Meinung nach bis auf die Mindestsicherung v.800Euro zu pfänden, und mind. 20 Jahre einzusperren, damit er, das Geld, das er zu Unrecht zur Seite gelegt hat, nicht geniessen kann!! Diese Strafe wäre gerecht! Denn egal wieviel Geld er illegal hat, er kann es nicht ausgeben..das gepfändeten Vermögen kommt retour zum Steuerzahler! Nichts kann er ja nicht haben bei seinem Ministergehalt, dass er hatte!

  • Michael Gunsam am 19.06.2018 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grasser

    Das ist ja sowieso nicht normal, soooo lange auf eine Verhandlung bzw ein Urteil warten, da vergehen Jahre, naja eben ein IRRE ÖSTERRREICH!

  • 40. 0815 am 19.06.2018 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ein studierter Finanzminister als Steuer

    Welche neue Version werden wir wieder zum Schwiegermuttergeld zu hören bekommen? Ein Finanzminister der mehrmals Geld über die Liechtensteiner-Österreichische Grenze geschmuggelt hat und sogar Steuerrecht studiert hat und Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstatten hat gehört längst eingekastelt.

  • Ehklar am 19.06.2018 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Falls sich seine Schuld bestätigt, gehört er lange hinter Gitter. Denn es ist für ein europäisches Land unerhört, wenn sich ein amtierender Minister kriminell bereichert.

    • pipolo am 19.06.2018 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      unsin

      Dann bekommt er mit Sicherheit sofort die berühmten Fussfessel

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