Heinz-Christian Strache postete ein "F*CK Strache"-Video linker Aktivisten auf Facebook. Das Ergebnis: ein sexistischer, rassistischer und anti-semitischer Shitstorm.
Aktivisten der Gruppe "Linkswende Jetzt!" hatten vergangene Woche ein Mobilisierungsvideo veröffentlicht, in dem sie, nach eigener Darstellung, erklären, warum sie "F*CK Strache" sagen. Der FPÖ-Chef postete das Video daraufhin sowohl auf seiner privaten als auch auf seiner offiziellen Facebook-Seite, versehen mit dem Beisatz :"Links-linke hasszerfressene Hetze gegen meine Person wurde auch im vergangenen Wahlkampf wieder gelebt!"
Shitstorm bricht los
Was seine Anhänger daraufhin für Kommentare posteten, wird möglicherweise aber auch Heinz-Christian Strache erschrecken! Unter seinem Posting finden sich dutzende Morddrohungen gegen Mitglieder der Aktion "Linkswende Jetzt!", weiblichen Aktivistinnen wird vorzugsweise mit Vergewaltigung gedroht. Auch nationalsozialistische Anspielungen finden sich en masse, zumeist garniert mit Verharmlosungen oder gleich kompletter Leugnung der NS-Verbrechen.
Manche User, wie beispielsweise Robert W., begnügten sich aber nicht mit bloßen Anspielungen und posteten gleich direktere Wortmeldungen à la: "Sieg Heil!"
"Worst Of": Die schlimmsten Kommentare im Überblick
Helmut S. beispielsweise will alle Aktivisten ordentlich duschen, dann könnten diese gerne noch einmal "F*CK Strache" sagen – allerdings "zum letzten Mal". S. spielt damit auf die systematische Tötung der jüdischen Bevölkerung unter den Nationalsozialisten an, die ihre Opfer meist unter hygienischen Vorwänden in die Gaskammern verfrachtet hatten.
In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Johann U.: Der auf Facebook mit einem Burschenschafter befreundete FPÖ-Fan fordert: "Für die müsste man in Oberösterreich wieder etwas (gemeint ist das KZ Mauthausen,
Anm.) aufsperren!"
Morddrohungen
Wieder andere Fans des FPÖ-Obmanns sind noch direkter. Karl M. schreibt beispielsweise: "Beim nächsten Mal auf der Uni würde ich aufpassen, nicht dass einer von euch einen Schraubenzieher im unnötigen Hirn stecken hat. Ich habe euch schon mehrmals gesehen, aber jetzt reicht es mir!"
Rudolf H. schreibt: "Nur ein hinnicher Zeck ist ein guter Zeck",
Gregor M. kontert die "hasszerfressene links-linke" Politik der Gegenseite, in dem er schreibt: "Das ganze Pack abschieben, verbrennen, aufhängen, erschießen und was uns sonst noch alles einfallen würde." Günter S. ließ den Aktivisten gleich ein Bild mit Schusswaffen zukommen, versehen mit dem Beisatz: "Wir sehen uns, das wird Probleme geben."
Der Wunsch nach einem Bürgerkrieg
Besonders beunruhigend sind die vielen offenen und verdeckten Forderungen nach einem österreichischen Bürgerkrieg. So schreibt etwa Steven N.:"Ich wäre froh, wenn es endlich einen Bürgerkrieg geben würde, dann könnte man diese Linksradikalen einfach beseitigen."
(Red)