Gegen Kritik aus eigenen Reihen

16. Juli 2018 11:07; Akt: 16.07.2018 12:12 Print

FPÖ-Generalsekretär verteidigt 12-Stunden-Tag

Zuletzt gab es für die von der Regierung beschlossene Flexibilisierung der Arbeitszeit auch Kritik aus FPÖ- und ÖVP-Kreisen.

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker (Bild: picturedesk.com)

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker (Bild: picturedesk.com)

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Das von der Regierung beschlossene Gesetz zur Arbeitszeitflexibilisierung und sein rascher Beschluss hat zuletzt auch in den Reihen der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ Kritiker gefunden. Diesen trat FPÖ-Generalsekretär am Montag im Ö1-"Morgenjournal" entgegen.

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"Es ist kein Zwölfstundentag. Es geht um die Arbeitszeitflexibilisierung", betonte Hafenecker. Es sei durchaus möglich, dass sich "der ein oder andere vom Tempo der Regierung überrumpelt fühlt. Trotzdem halten wir unsere Wahlversprechen ein."

In der Kritik aus den eigenen Reihen sieht Hafenecker kein Problem. "Eine Partei unserer Größe wird immer auch kritische Stimmen hervorbringen", so der FPÖ-Politiker. In Bezug auf den stellvertretenden Bundesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer, Heribert Mariacher, der wegen der Gesetzesänderung aus der Partei ausgetreten ist, sagte Hafenecker, dieser sei wohl "ein wenig beleidigt darüber ist, dass er nicht in den Tiroler Landtag eingezogen ist".

Dass das Arbeitszeitgesetz richtig sei, würde auch der Umstand zeigen, dass die SPÖ und Gewerkschaft bei ihrem Vorstoß nach einer Volksbefragung zurückgerudert seien. "Sie haben offenbar unter den eigenen Funktionären das Thema abgefragt und nun Angst davor, Schiffbruch zu erleiden", konstatierte Hafenecker.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Profiler am 16.07.2018 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Studienabbrecher

    Als Studienabbrecher eines rechtswissenschaftlichen Studiums kennt er sich natürlich (genauso gut wie Studienabbrecher Kurz) mit Gesetzen und deren Verfassungskonformität aus.

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  • franz am 16.07.2018 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    nicht wählbar

    Ich geh gerne Arbeiten aber 12 stunden geht nicht und dann noch insgesamt 3 stunden Fahrtzeit deshalb FPÖ ade ihr seit damit bei euren Wählern die Arbeiten gehen unten durch und nicht mehr Wählbar

  • Marie am 16.07.2018 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Mit dem zur Wahl????

    Ich frag mich echt wo die FPÖ immer diese übergewichtigen, schmierigen Typen herkriegt?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ames am 14.08.2018 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Steigende Automatisierungsrate

    Trotz steigender Automatisierungs in fast allen Branchen eine 60h Woche einzuführen halte ich für wenig sinnvoll. Besser wäre es eine 30h Woche einzuführen weil in den nächsten Jahren sicher einige Arbeitsplätze durch die Automatisierung wegfallen und somit auch die Arbeitslosigkeit steigen wird. Die 60h Woche bringt nur Unternehmen etwas damit es z.B. zu keinen Strafzahlungen wegen Lieferverzögerungen kommt oder Projekte noch Zeitgerecht abgeschlossen werden können.

  • Grüne Verweigerer am 17.07.2018 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Flexible Arbeitszeit, ja warum nicht?

    Klar, die rotgrünen Miesmacher sind in der realen Arbeitswelt noch nicht angekommen.

    • Nationalist am 20.07.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

      4-Tage-Woche

      So ein Blödsin. Kurz verpricht die 4 Tage-Woche, aber in unserer Firma, und in der Firma meines Bruder ist die Geschäftleitung schon gekommen, und meinte es wird für uns dann eine 6-Tage Woche kommen. TOLL !!!!!!!! Die haben alle noch nicht gearbeitet, und keine Ahnung wie es in der Arbeitwelt wirklich zugeht. Die sind zu dumm, und merken nicht, das die Arbeitgeber sie anlügen und über den Tisch ziehen - oder sie erhoffen sich nach der politischen Kariere genau dort einen tollen Job.

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  • Franz S. am 17.07.2018 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Überstunden.

    Seit 1984 habe Taxischein Es gibt in diesen Beruf, nur 12 Stunden schicht. Rettungsdienst sogar 12,5 Stunden.Als Programmierer war ich froh, wenn ich Überstunden machen dürfte!

  • Ossi am 17.07.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte um Erklärung

    Und wie erklärt er sich dann die Meinung Straches, dass diese ÖVP-Förderung "unsozial und leistungsfeindlich" wäre oder die Presseaussendung Kickls über die Nachteile des 12-Stunden-Tages für den Arbeitnehmer? Gut, das war vor der Wahl. Ändert aber nicht, dass sie diese Forderung der Schwarzen jetzt genauso vertreten und diese jetzt plötzlich ur-Gut finden

  • Realist am 16.07.2018 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimme Zukunft

    Das ist sowieso der Wahnsinn das wir in Österreich überhaupt über einen 12 Stundentag diskutieren müssen,anstatt über einen 6-7 Stundentag.

    • Rofl am 17.07.2018 06:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Realist

      Das stimmt vollkommend. Studien und ein Arbeitgeber in der Schweiz machen es vor. Er lässt seine Angestellte 6h den Tag arbeiten. Das Ergebnis: die Produktivität ist um 25% gestiegen, die Leute sind entspanntet, demnach auch weniger Burnout gefährdet und nebenbei hat man auch mehr Freizeit. Der 6h Tag funktioniert und sollte meiner Meinung nach auch Gesetz werden. Zudem würden auch die Arbeitslosenzahlen weiter zurückgehen, da der Arbeitgeber auch mehr Leute einstellen muss. Der max. 12h Tag bei einer max. 60h Woche ist ein gewaltiger Rückschritt und hat fast nur für die Unternehmer Vorteile.

    • Einfalspinsel am 18.07.2018 00:16 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt

      @Rofl Viele Unternehmer werden mit der Zeit schon sehen das viele Leute das einfach nicht schaffen,mehr Krank werden,Frühpensionen,oder gehen einfach zum AMS oder wandern aus.

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