Gegen Türkis-Blau

14. Januar 2018 09:56; Akt: 14.01.2018 19:43 Print

FP-Kritik an Teilnahme Schieders bei Demo

Weil SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder bei der Anti-Regierungsdemo am Samstag mit Tausenden Demonstranten mitmarschiert ist, hagelt es nun Kritik von der FPÖ.

Andreas Schieder bei der Demo
Zum Thema
Fehler gesehen?

"Die Demo zeigt, dass sehr, sehr viele Leute nicht einverstanden sind mit dem, was da jetzt für Politik gemacht wird. Das sollte der Regierung und jedem einzelnen Minister und jeder einzelnen Ministerin zu denken geben", sagte der Wiener SPÖ-Bürgermeisterkandidat Andreas Schieder.

Wenn weiter so agiert werde, "so kalt wie der Herr Kurz und der Herr Strache und so zynisch wie der Herr Kickl", werde es weitere Demonstrationen geben, kündigte Schieder im Gespräch mit heute.at an. Es sei aber wichtig, "dass man einfach zeigt, wir wollen ein anderes Österreich."

Auf die Frage, ob Schieder auch teilgenommen hätte, wäre er Wiener Bürgermeister, bejahte der Kandidat zum Wien-Chef.

FPÖ kritisiert SP-Teilnahme
Dass ein hoher SP-Funktionär an der Demo teilgenommen hat, stößt dem Regierungspartner FPÖ sauer auf: "SPÖ-Klubobmann Schieder fühlt sich offenbar inmitten des schwarzen Blocks und von Rauchbomben pudelwohl", sagte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky. Es sei ein "Armutszeugnis für einen hochrangigen Vertreter, die politische Auseinandersetzung auf der Straße zu führen anstatt mit Argumenten im Parlament", so Vilimsky weiter.

Die SPÖ sei nach dem Rausflug aus der Regierung zu einer "einzigen Jammerpartei verkommen". Und weiter: Es sei "schon verständlich, dass Kern und Co. vor Neid erblassen, wenn die FPÖ jetzt in der Regierung zahlreiche SPÖ-Forderungen für eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen umsetzt. Wir können aber nichts für das klägliche Scheitern der Sozialisten in 11 Jahren Kanzlerschaft. Damit müssen sie selbst klarkommen“, so Vilimsky.

Die SPÖ wäre gut beraten, endlich eine inhaltlich konstruktive Oppositionarbeit zu betreiben anstatt nur mit Polemik den linksradikalen Mob auf der Straße aufzuhetzen, so der FPÖ-Generalsekretär.

Während die Polizei von rund 20.000 Teilnehmern ausgeht, sprechen die "Offensive gegen Rechts" und die "Plattform für eine menschliche Asylpolitik" von 70.000 Teilnehmern.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max hoggler am 14.01.2018 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir wollen

    Wir wollen ein neues Österreich ein gutes Österreich darum wurde diese Regierung gewählt ganz legal und ganz demokratisch!

    einklappen einklappen
  • homer76 am 14.01.2018 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seltsam

    Das ein Klubobmann anstatt im Parlament gegen die ihm unerwünschte Regierung zu intervenieren lieber bei einer Demo aufmaschiert ist sehr befremdlich. Und so einer will Bürgermeister für alle Wiener werden?

  • Bitte nicht Bürgermeister am 14.01.2018 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Der hats notwendig

    War seine Lebensgefährtin die Frau Wehsely auch dabei ?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Spartacus am 14.01.2018 20:54 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie

    Rund 70 000 Menschen haben in Wien gegen die unsoziale Regierung demonstriert. Wenn man gegen eine Regierung nicht demonstrieren darf weil sie demokratisch legitimiert ist, ist dass das Ende der Demokratie. Im Übrigen wird in Österreich eine Regierung nicht direkt vom Volk gewählt, bei Nationalratswahlen wählt man nicht die Regierung sondern die Zusammensetzung des Nationalrates, aus dessen Zusammensetzung hätte auch eine Regierung ohne ÖVP oder ohne FPÖ eine Mehrheit an gewählten Abgeordneten.

    • Kritischer Geist am 15.01.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Spartacus

      Bleiben wir bei der Wahrheit: Es waren 20.000 Demonstranten - durchwegs aus dem linksextremen Lager. Das Ende der Demokratie beginnt für mich dort, wo man sie auf die Straße verlagert und das ignoriert, was in Wahlkabinen stattfindet. Man kann sich nicht auf demokratische Prinzipien berufen um gegen ein demokratisch zustandegekommenes Wahlergebnis zu demonstrieren, ohne gleichzeitig in arge logische Widersprüche zu kommen. Die Zeit, in der sich Politiker von Straßenmobs beeinflussen lassen, hatten wir schon mal in unserem Land.

    einklappen einklappen
  • Andreas Schirz am 14.01.2018 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist schon ein Wahnsinn von SPÖ Schieder

    Es SPÖ kann Anträge einbringen, aber nicht mit Chaoten auf Demos gehen. Schwarzer Block. Was sagt da under BP VDB. SPÖ verkennt die Lage die Politik was Kern und Faymann gemacht hatten das will keiner mehr. Die Demos 20.000 Leute wo ganz Österreich zusammen getrommelt wurde ist nicht viel.

  • Hugo am 14.01.2018 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist sicher so

    Seelig sind die Rotgruenen Beklpoften. den sie brauchen keinen Hammer

  • Edgar.Hoover am 14.01.2018 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Demo

    Demo Und so einer will in Wien ans Ruder? Wird der überhaupt Zeit haben Wien zu regieren, bei so vielen Demos die angesagt sind?

    • Luzifer van der Hölle Wiens am 15.01.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

      so einer will in Wien ans Ruder?

      Klar, damit er an vorderster Front seine Freunde vom "black block" anführen darf, ohne das er dafür belangt werden kann. Sein betont "sozial warmes Herz" stört aber nicht, daß die BMS vor allem für Bedürftige seit über 2 Jahren NICHT der Inflation angepasst wurde (obwohl alles teurer wurde), und seine Parteifreundin Fraunberger das bereits vor Monaten versprach (wie üblich bei den roten, werden Versprechen nie gehalten) ! Wichtiger war, daß Kern sein Zusatzeinkommen bekam, damit der wenigstgens nicht verarmt, bald zur Tafel um Essen anstehen muss ?

    einklappen einklappen
  • esistdasglücksschweinderl am 14.01.2018 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    veränderungen

    mitgehen kann wer will! aber ... ich wunder mich nur bei dem massiven einsturz den die spö wien die letzten 20 jahre talwärts fährt, jetzt so eine 'gegenwehr' aufführen versteh ich nicht.... wieso hat es vorher so lang nicht geklappt ? deshalb is ja wieder so jetzt ... und genau davor war's ebenso mit Haubner und dann noch Haupt, ... also wo ist der fehler gemacht worden ? im Rathaus...

    • Bertl K. am 15.01.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      den im Rasthaus "Tätigen"

      gehts ja besser denn je zuvor, weshalb die immer behaupten, daß Ösistan eines der reichsten Länder von überall sei. Klar das die das so sehen, nehmen die sich ja (noch) alles selbst, was ihnen angeblich zusteht- während die Armut vor allem in Wien unter rotzgrün, weiter ungestört um sich greift- leben all die ja weit weg von den Brennpunkten...

    einklappen einklappen