Ab 12. Februar

06. Februar 2018 13:04; Akt: 09.02.2018 09:12 Print

Frauenvolksbegehren: Keine Ministerin dabei

Für die Durchführung des neuen Frauenvolksbegehrens werden ab 12. Februar Unterstützungserklärungen gesammelt. Keine einzige Ministerin unterschreibt.

Nach wie vor zeigen sich bei der Bezahlung zwischen Frauen und Männern trotz gleicher Arbeit gravierende Unterschiede. Die Beseitigung dieses Missstands ist auch eine Forderung des Begehrens. (Bild: iStock)

Nach wie vor zeigen sich bei der Bezahlung zwischen Frauen und Männern trotz gleicher Arbeit gravierende Unterschiede. Die Beseitigung dieses Missstands ist auch eine Forderung des Begehrens. (Bild: iStock)

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Nicht eine Ministerin aus dem türkis-blaue Team, nicht einmal Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß, unterschreibt das Frauenvolksbeghren. Die SP-Frauen und Liste Pilz sind empört, die Grünen protestieren per offenem Brief. Claudia Gammon (Neos) unterschreibt übrigens auch nicht.

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Zur Einbringung des Volksbegehrens braucht es etwas mehr als 8.000 Unterstützer, diese Unterschriften werden ab 12. Februar gesammelt. Einbringen wollen sie die Initiatorinnen Mitte März, was in etwa mit dem Internationalen Frauentag am 8. März zusammenfallen würde.

Wann die Eintragungswoche dann stattfindet, wird erst danach entschieden.

Das Thema ist an sich nicht neu, das erste Frauenvolksbegehren vor 21 Jahren wurde von 644.665 Personen (11,17 Prozent) unterstützt. Anlässlich des 20. Jahrestages im Vorjahr haben sich die Initiatorinnen zum Start des neuen Frauenvolksbegehrens entschlossen. Der Forderungskatalog deckt dabei die Bereiche Arbeit und Wirtschaft, Familie und Gesundheit sowie politische Teilhabe und Mitsprache ab.

Ziel Lohntransparenz
Konkrete Ziele des Volksbegehrens sind laut Homepage unter anderem volle Lohntransparenz, die Koppelung öffentlicher Auftragsvergaben und Förderungen an Aktivitäten zur Gleichstellung im Betrieb oder Maßnahmen zum Abbau von Einkommensunterschieden.

Nachdem Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen, soll sich dies auch in Wirtschaft und Politik widerspiegeln, wird auf die Hälfte aller Plätze sowie Sanktionen bei Nicht-Erfüllung der Quote gedrängt. Gefordert wird weiters eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei Lohn- und Personalausgleich sowie ein staatlich garantierter Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, so lange Familienbeihilfe bezogen wird. Dieser Betrag soll außerdem an angemessene Regelbedarfssätze angepasst werden.

Kinderbetreuungseinrichtungen sollen mit einer Vollzeitberufstätigkeit vereinbar sein und für alle Medien, die sich in der Blattlinie zu einer geschlechtersensiblen, klischeefreien Berichterstattung bekennen, soll es einen Presseförderungsbonus geben.

Weiters gefordert wird der bundesweite Ausbau von staatlich finanzierten, kostenfreien Einrichtungen und Beratungsstellen für gewaltbetroffene Frauen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 06.02.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Als Mann werfe ich den Bettel bald hin

    Ein wirres Volksbegehren, dem ich keine Sympathie entgegen bringe. Beispiel: Sie wollen eine Kürzung ihrer Arbeitszeit auf 30 Stunden. Gleichzeitig wollen sie aber auch Einkommens(!)unterschiede beseitigt haben. Dh als Arbeitgeber beschäftige ich eine Frau dann 30h für das selbe Geld, wo ein Mann 40h arbeitet, oder was? Dann die Quoten. Sie reden von GleichSTELLUNG. Nicht GleichBERECHTIGUNG. Der Unterschied liegt in der erwarteten Leistung und dem erwarteten Können. Egal ob qualifizierte Frauen da sind, die Quote muss erreicht werden. Was für ein schädlicher Humbug!

  • Censorship am 06.02.2018 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne echten Hintergrund...

    Nur zur Erinnerung, der eigentliche Grund für dieses "Volksbegehren" ist schlicht und einfach der Jahrestag des ersten Frauenvolksbegehrens! Sagte man zumindest den Medien gegenüber.. Mit anderen Worten, dumme Menschen feiern sich selbst auf Kostend er Allgemeinheit...

  • Kritischer Geist am 06.02.2018 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Lohntransparenz?

    Die Frauen sollten froh sein, dass es keine echte Lohntransparenz gibt. Dadurch lässt sich das Ammenmärchen von den schlechter verdienenden Frauen leichter aufrechterhalten, an das man ja nur dann glaubt, wenn man ständig Äpfel mit Birnen vergleicht. In jedem Fall bekommen angesichts des früheren Pensionsantrittsalters bei höherer Lebenserwartung die Frauen für die selbe Leistung MEHR Geld als die Männer. Also bitte: Lohntransparenz kann mir nur recht sein.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rudi am 07.02.2018 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Äpfel mit Birnen vermischt

    Wenn man einen Abteilungsleiter mit einer Kassiererin beim Billa vergleicht dann verdient die Frau natürlich weniger. Der Mann ist einfach zuverlässiger, er wird plötzlich nicht schwanger !

  • Otto am 07.02.2018 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Träumererinnen

    Frauen leisten auch weniger, sie sind nicht so belastbar. Wenn sie nicht mehr arbeiten gehen wollen, lassen sie sich schwängern. Außerdem arbeiten Frauen eher in der Textilbranche oder im Verkauf da verdient man halt weniger. Ich möchte mal eine Frau sehen die Maurerin ist und einen 50 kg Zementsack herumschleppen muß.

    • gerraldo am 07.02.2018 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Otto

      Die 30er-Jahre haben angerufen, sie sollen bitte rasch zurückkommen!!! ;)

    • angel am 09.02.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

      @otto

      pfff... ich fasse es nicht. wo sind denn sie hängen geblieben?

    einklappen einklappen
  • lucifer troll am 07.02.2018 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    frauenbewegungen

    frauenbewegungen sind was tolles . solange sie schön im rhythmus bleiben....

  • ehklar am 06.02.2018 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Dieses Volksbegehren verwechselt Gleichberechtigung mit Gleichmacherei plus einige Zuckerln für Frauen. Komisch ist aber: Mehr Frauen würde politische Mehrpräsenz bedeuten. Nach ökonomischen Prinzipien würde die sogenannte Wirtschaft für die Leistungen der Frauen mehr bezahlen WOLLEN. Was daran jeweils nicht stimmt, darüber kann man endlos diskutieren. ABER DAS hilft den wirklich betroffenen Frauen nichts. Tatsächlich wollen sich vielleicht einige untüchtige Frauen nach oben spülen lassen.

  • asdf am 06.02.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Genderwahn

    Einer soll mal gesagt haben: "Das kommt heraus, wenn Frauen wählen dürfen."