"Sprachlos"

02. März 2018 12:12; Akt: 02.03.2018 15:03 Print

Job bei Novomatic! Kritik an Glawischnig von Grünen

Spielsucht zerstöre tausende Familien und ziehe Kriminalität nach sich, so der Klubobmann der Wiener Grünen am Freitag. Auch die FPÖ ist empört über Glawischnigs neuen Job.

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Die Reaktion der Grünen auf den neuen Job der langjährigen Bundessprecherin Eva Glawischnig folgte prompt. Kurz nachdem sie am Freitag ihren Posten beim Glücksspielkonzern Novomatic verkündet hatte, meldete sich der Klubobmann der Wiener Grünen, David Ellensohn, in einer Aussendung zu Wort.

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"Die Grünen Wien haben in Wien erfolgreich das kleine Glücksspiel bekämpft, das werden wir auch weiterhin tun", so Ellensohn. Novomatic sei mittlerweile rechtskräftig vom Obersten Gerichtshof verurteilt worden, weil er jahrelang Glücksspielautomaten in Wien aufgestellt hatte, die nicht dem Gesetz entsprachen.

"Spielsucht zerstört tausende Familien"

"Im Sinne des bestmöglichen Jugend- und SpielerInnenschutzes wollen wir dem Vorbild Norwegens folgen und das Glücksspiel wieder unter vollständige Kontrolle der Republik Österreich bringen. Uns geht es nicht um einzelne MitarbeiterInnen, uns geht es um die Machenschaften des gesamten Novomatic-Konzerns. Spielsucht zerstört tausende Familien und zieht Kriminalität nach sich", so Ellensohn.

"Sprachlos"

Lambert Schönleiter, Chef der Grünen Steiermark gab sich "sprachlos" im Gespräch mit dem "Standard". Er gehe davon aus , das Bundessprecher Werner Kogler handle und ihre Parteimitgliedschaft sofort ruhend stelle. Glawischnig hat ihre Mitgliedschaft bei den Grünen ruhend gelegt.

Der grüne EU- Abgeordnete Michel Reimon zeigte sich enttäuscht. "Novomatic ist ein Konzern, der Profit mit Süchtigen macht und bekämpft gehört", schrieb er auf Twitter.


FPÖ spottet

"Manche G’schichten kann man gar net erfinden", witzelte der Wiener FPÖ-Klubobmann Toni Mahdalik in einer Aussendung. "Nachdem Ex-Grünen-Chefin Eva Glawischnig zum Glücksspielriesen Novomatic wechselt, fehlt eigentlich nur noch, dass Maria Vassilakou in Maranello oder Werner Kogler an der Wall Street anheuert."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pat am 02.03.2018 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Es geht bei politiker nur ums geld, wenn die politik Karriere am ende ist geht man eben dort hin, wo man am besten abkassieren kann. Hauptsache das geld passt

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  • franz am 02.03.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    glawe im glück

    da sieht man was man von denn grünen zu halten hat sind einfach nur falsch,

  • Franz Abberg am 02.03.2018 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Erfolg

    Ideale Branche sie hat Erfahrung denn jede Wahl war für die Grünen ein Glücksspiel!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • uttgardloki am 03.03.2018 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Gespräch, das so nie stattgefunden..

    A: Eva, ich darf doch Eva sagen? B: Selbstverständlich Herr Magister. A: Eva du kannst auch gerne Herr Harald zu mir sagen. B: Mei, das ist aber ganz lieb. A: Eva dir muss klar sein, jetzt werden die Leute erst mal auf dich losgehen. Die werden vielleicht auch schreiben warum du dich nicht gleich bei einem Atomkraftwerks-Betreiber als Nachhaltigkeits-Managerin beworben hast oder Schlimmeres. Apropos, hast du jemanden von deinen Bewerbungen vor uns erzählt? Wir haben doch besprochen du sollst es mit deiner Ehrlichkeit nicht übertreiben. Na egal. Jedenfalls nach ein paar Wochen interessiert sich eh keiner mehr für dich und eines ist auch klar, dort wo wir unsere wirklich großen Geschäfte machen, interessiert deine Vergangenheit niemanden. B: Glauben Sie das wirklich Herr Harald? A: Aha, wird dir der Medienrummel abgehen? B: Na nicht wirklich, ein kurzer Blick auf den Gehaltszettel und alles ist gut. Ohne Provisionen verdienen ich zwar ein bisschen weniger als vorher, aber Sie haben beim Einstellungsgespräch gesagt, dass sich die Provision immer ausgeht? A: Na schau Eva, du lernst ja eh schnell. Darum haben wir dich ja auch genommen. Oh Entschuldigung, jetzt habe ich dir unabsichtlich ans Knie gegriffen. Aber nichts dem Volker sagen. B: Herr Harald Sie prüfen mich nur ob ich noch einmal etwas verrate, was vorher nicht besprochen war. Ich bin sehr gescheit wissen Sie? A: Ja, passt schon.

  • Haarehalter am 03.03.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Frauen in die Politik.

    Die Generation von Frauen die womöglich zu ihr aufgeschaut haben, können jetzt getrost desillusioniert auf sie herab blicken. Die heuchlerischen Grünen sind damit endgültig im Abseits. Von Vassilakou, zu Pilz und Glawischnig. Ein Trauerspiel.

  • alles für ÖSTERREICH am 03.03.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    GRÜN: die Farbe des Geldes

    so NATÜRLICH - einfach EHRLICH: Eva Glawischnig mit gespaltener Zunge, diplomatischer Zweigleisigkeit und ohne Scham, Ideale für den eigenen Reichtum zu opfern - alles für Österreich! oder doch nicht?! Mir tun die vielen Grünwähler leid, die Eva Glawischnig - in ihrer öffentlichen Position als ein Vertreter/Stimme des Volkes im Parlament - schamlos belogen und auch alle Anderen versucht hat zu täuschen!

  • Maxl am 03.03.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache eine weniger

    was sie jetzt macht ist mir eigentlich egal ,..wichtig ist nur ,..eine grüne weniger

  • Hermann am 03.03.2018 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Versorgungsposten

    Diese Firma gehört einmal genauer durchleuchtet.(Steuer etc)