Vizekanzler "Im Zentrum"

25. Juni 2018 09:20; Akt: 25.06.2018 09:20 Print

Strache sieht "politisches Ende" Merkels voraus

Am Sonntag sagte Vizekanzler Strache in der Sendung "Im Zentrum" zum Thema EU-Asylpolitik, dass Merkel scheitern würde, wenn sie nicht umdenkt.

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Heinz-Christian Strache sieht Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel deutlich geschwächt. Die Unzufriedenheit der deutschen Bevölkerung würde immer größer, erklärte der Vizekanzler am Sonntag bei "Im Zentrum". Außerdem denkt der FPÖ-Chef, dass Merkels "politisches Ende" absehbar sei, sollte sie ihren Kurs nicht ändern.

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Der deutsche Innenminister Horst Seehofer habe von Strache zudem "vollstes Verständnis" für dessen Vorhaben, Migranten, die schon anderswo in der EU einen Asylantrag gestellt haben, notfalls schon an der deutschen Grenze abzuweisen. Auch Österreich würde einlenken, sollte Deutschland tatsächlich schon an der Grenze zurückweisen. "Würde Seehofer das tun, dann wäre Österreich gezwungen, seine Grenzen zu sichern", so Strache.

Abgesehen vom verstärkten Außengrenzschutz sprach sich Strache in der TV-Sendung einmal mehr gegen Umverteilungen von Flüchtlingen in der EU aus: "Ich halte nichts von diesen Zwangsverteilungsmechanismen."

Der Hut brennt

Die Spaltung Europas im Bereich Asyl und Migration hat sich in den letzten Tagen deutlicher manifestiert als je zuvor. Immer stärker werden die Stimmen für eine schärfere Gangart gegenüber Flüchtlingen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sieht sich deshalb mit einem Ultimatum des Regierungspartners CSU konfrontiert, die von Merkel eine Kursänderung verlangt.

Auch die neue italienische Regierung steht für ein besonders hartes Vorgehen in der Flüchtlingspolitik und sieht nach dem Besuch von FPÖ-Chef Vizekanzler Heinz-Christian Strache in Rom volle Übereinstimmung mit Österreich. Und die sogenannten Visegrád-Staaten, also Polen, Ungarn, die Slowakei und Tschechien, fühlen sich nach dem Besuch von ÖVP-Chef Bundeskanzler Sebastian Kurz bei Viktor Orbán in Budapest ohnehin in ihrer Linie gestärkt. Selbst die EU-Kommission muss zugeben, dass die derzeitige EU-Asylpolitik nicht funktioniert.

Sebastian Kurz beim Gipfel der EU- und Westbalkanstaaten

In der ORF-Sendung "Im Zentrum" diskutierten am Sonntagabend neben Vizekanzler Strache auch Ska Keller, Vorsitzende der grünen Fraktion im EU-Parlament, Migrationsexperte Gerald Knaus sowie der stv. SPÖ-Bundesparteivorsitzende Hans Peter Doskozil mit Claudia Reiterer über eine mögliche Kehrtwende innerhalb der europäischen Asylpolitik, den Merkel-Kurs und den EU-Gipfel diese Woche.

Sehen Sie hier die ORF-Sendung "Im Zentrum" nach:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Egon am 25.06.2018 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ich auch!

    Ende der Ära Merkel: höchste Zeit. Sie hat schon zu viel Unglück über Europa gebracht. Wahrscheinlich hat sie "EU" wörtlich genommen. "Europas Untergang"

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  • Statistiker am 25.06.2018 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typische Rotfunk Sendung

    Wie immer im ORF: Einer gegen drei Oppositionelle, inclusive Reiterer vier. Wann erhalten wir vom Rotfunk endlich einmal eine ausgewogene, rein sachliche Sendung? Immer nur lauter linksgrüne Schreihälse, die den von der Bevölkerung längst abgewählten Senf fordern: Keine Gremzen, alles herein, bis zum bitteren Untergang!

  • Joe heute am 25.06.2018 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AFD wird stärker

    stimme ich dem Herrn strache zu. lange wird die Merkel sich nicht mehr halten können. bei ihrer Willkommenspolitik werden jetzt neu Wahl Kommen. und die AFD wird stärker werden.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • HENRY2018 am 26.06.2018 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Allein, mir fehlt der Glaube

    Je früher umso besser, wenn die EU-Zerstörerin abgesägt(gestürzt) würde. Aber Wendehofer wird wieder versagen.

    • Grüne Verweigerer am 26.06.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      Mir auch

      Die CSU wird es zerbröseln, wenn sie nicht endlich Flagge gegenüber der CDU zeigen.

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  • sep am 26.06.2018 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mach schluss hc

    ich sehe seines politisches ende. ist ein politisches würstl.

  • HorstHafner am 26.06.2018 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Hellseher

    Merkel findet keine Lösung. Seit Jahren nicht. Die Lösung die sie dann findet, kostet uns Milliarden und zieht weiter in den Abgrund.

  • Opa Petz am 26.06.2018 00:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Brüller, der HC

    nur sein eigenes, zum Greifen nahes Ende sieht er nicht. Kurz hat ihn völlig in der Hand, wenn Kurz will ist HC Geschichte und die Koalition mit der FPÖ auch.

    • Sonja am 26.06.2018 10:57 Report Diesen Beitrag melden

      ja total

      immer schön von den eigenen Problemen ablenken. Wie war das mit "bald steht er nackert da, wo das Migrantenthema schon so ausgelutscht ist wie ein Calippo".

    • Opa Petz am 27.06.2018 08:12 Report Diesen Beitrag melden

      Können Sie sich bitte verständlich

      ausdrücken, Sonja? Was wollen Sie zum Ausdruck bringen?

    • Hediwig von der Unruhshöhe am 27.06.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

      Kindermund tut Wahrheit kund...

      @Opa Petz: Nicht möglich...Fräulein Sonja ist noch zu "ein'graucht" ;-).....

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  • Gegen Rechts am 25.06.2018 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Multikulti ist angesagt

    Unsere Rechten haben anscheinend immer noch nicht gecheckt was gerade abläuft? Alle EU-Aussen und Verteidigungsminister haben sich auf eine Europäische Verteidigungsunion geeinigt,ein weiterer Schritt Richtung Vereinigte Staaten von Europa.