Im "Heute"-Interview

06. September 2018 07:51; Akt: 06.09.2018 08:33 Print

Doskozil: "Ich will nicht nach Wien"

von Clemens Oistric - Der Ex-Minister übernimmt am Samstag die SPÖ im Burgenland und räumt in "Heute" mit Gerüchten auf.

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Hans Peter Doskozil wirkt angekommen im Burgenland. Seinen Dienst-BMW lenkt er selbst. Als Landesrat trägt er Jeans und aufgekrempeltes Hemd statt Anzug. Er bestellt Melange (ohne Zucker) und Mineralwasser (extra prickelnd).

"Mein Platz ist im Burgenland"

Dass seine Kritik an Parteichef Christian Kern ("grün-linke Fundi-Politik") in "einer Obmanndiskussion ausgeartet ist, wollte ich nicht", sagt Doskozil. "Ich würde es auch gar nicht als Disput, sondern als inhaltliche Diskussion bezeichnen." Das Gerücht, er könnte die Bundes-SPÖ übernehmen, versenkt er im See: "Absolut kein Thema. Man kann nicht zwischen Bund und Land hin- und herspringen. Ich will nicht nach Wien – mein Platz ist im Burgenland." Wie fix? "Ganz fix."

Ob Christian Kern seine Sache als Oppositionschef gut mache? "Darum geht’s doch gar nicht. Ein Spitzenkandidat kann seine Sache noch so gut machen – wenn es dann immer wieder andere gibt, die die Sache verwässern." Es brauche nun dringend ein einheitliches Migrationspapier: "Und diese Linie muss dann eingehalten werden – damit die Bevölkerung weiß, woran sie ist."

"Nüchtern-normales" Verhältnis zu Kern

Aber – Hand aufs Kapitänsherz – welches Verhältnis haben Sie nun wirklich zu Kern? "Ein ganz nüchtern-normales, aber durchaus intakt. Es gibt vielleicht Verhältnisse zu Persönlichkeiten in der SPÖ, die intensiver sind – aber so ist das doch immer im Leben. Wir beide sind vom Gedanken getragen, die Sozialdemokratie weiterzuentwickeln."

Vor einer Bootsfahrt in Rust holt Doskozil Nikotinkaugummi aus der Tasche: "Ich habe zum dritten Mal zu rauchen aufgehört. Es gelingt mir seit fünf Wochen." Auch seine Stimme ist "nach einer OP wieder fast voll da". Auch für starke Ansagen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 06.09.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Doskozil will nicht nach Wien

    Im Burgenland ist es eh schöner und relaxter als in Wien. Verstehe in gut....

  • WillWeg am 06.09.2018 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weise Entscheidung

    Man kann es ihm nicht verdenken, dass er nicht nach Wien will. Nach Wien zu fahren ist ein Kulturschock. Ankommen in Wien, nein eher Abwandern und den Platz für die Neuen räumen.

  • Christian am 06.09.2018 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bürgermeister

    Tja, wenn die SPÖ nicht total in Wien absaufen möchte, sollte sie ihn als Wiener Bürgermeister einsetzen !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Exsozi am 06.09.2018 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ha-Pe

    hat recht. Warum soll er sich von der BundesSPÖ verheizen lassen. Da bleibt er wo er ist.

  • Rainer am 06.09.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Piero

    Schade das doskozil die Bundes SPÖ nicht vor dem versinken des roten SPÖ Schiffes deren Kapitän Kern ist im Neusiedlersee retten will ich glaube es wäre für Österreich wichtig nachdem FPÖ Desaster in der Regierung ein Neubeginn vom schwarz rot rot schwarz mit kurz ÖVP doskozil SPÖ auch umgekehrt gedacht ein Segen für Österreich wäre ein realistisches denkendes Politiker Zweiergespann für die Menschen in Österreich SPÖ für die sozialen ÖVP für die wirtschaftlichen Agenten hauptverantwortlich gemeinsam mit gegenseitiger Wertschätzung regieren gemeinsam sind wir stärker zum Wohle der Menschen!!!

  • Tutus am 06.09.2018 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bodenständig

    Doskoziel halte ich persönlich als bodenständig und vernünftig, der weiß was er will, bleibt sich selbst treu und pfeift darauf, vor Kern zu buckeln - auch wenn ich nichts von den roten halte, aber doskoziel wäre fähig, das Image von der SPÖ wieder aufzupolieren!

  • Krista am 06.09.2018 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Doskozil will(vorläufig)nicht nach Wien

    Schade, ich hätte ihn gerne als neuen Bundeskanzler gesehen. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend. Aber es spricht für ihn, dass er im Burgenland bleiben will.

  • Christian am 06.09.2018 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bürgermeister

    Tja, wenn die SPÖ nicht total in Wien absaufen möchte, sollte sie ihn als Wiener Bürgermeister einsetzen !