Verkehrsminister warnt

04. Juli 2018 16:30; Akt: 04.07.2018 18:24 Print

Hofer: Grenzkontrollen wären "eine Katastrophe"

Dass im Zuge des Asylstreits in Deutschland nun Grenzkontrollen zwischen Deutschland, Österreich und Italien drohen, sieht FPÖ-Minister Hofer als Katastrophe.

Für FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer wären Grenzkontrollen eine

Für FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer wären Grenzkontrollen eine "Katastrophe" (Bild: picturedesk.com)

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Der Asylstreit zwischen CSU und CDU endete mit einem für Österreich nachteiligen Kompromiss: Deutschland will Auffanglager für Flüchtlinge an der Grenze und Asylwerber nach Österreich zurückschicken. Das verleitete sowohl Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als auch Italiens Innenminister Matteo Salvini zur Ankündigung schärferer Grenzkontrollen.

FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer zeigt sich überraschenderweise wenig begeistert davon. "Das wäre zweifellos eine Katastrophe", sagte Hofer der "Deutschen Presse-Agentur". Es könne ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstehen, warnte er.

Denn für jeden Umweg über die Schweiz müssten Speditionen je Lastwagen rund 100 Euro mehr Mautgebühr zahlen. Zudem fürchtet er laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA einen "Dominoeffekt" durch das deutsche Vorgehen.

Auch für Volksbegehren zu 12-Stunden-Tag

In den vergangenen Jahren war es immer Hofers FPÖ gewesen, die sich für Grenzkontrollen an der Südgrenze aussprach. Auch in Sache 12-Stunden-Woche schert der Verkehrsminister und Vize-Parteichef scheinbar aus der Regierungslinie aus. Er hoffe, dass die SPÖ ein Volksbegehren zum 12-Stunden-Tag initiieren werde, sagte er nach dem Ministerrat am Mittwoch.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Ergebnis zugunsten des 12-Stunden-Tages ausfallen werde. Man sei zwar für mehr direkte Demokratie, werde diese aber nicht "auf Zuruf" umsetzen. Bei den Regierungsmaßnahmen gehe man zwar "sehr pragmatisch" vor, selbst wenn es Kritik geben werde, werde man sich jedoch nicht abbringen lassen, betonte Hofer.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • klipp+klar am 04.07.2018 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist mit Hofer los?

    Grenzkontrollen sind angesichts der Lage absolut NOTWENDIG. Nicht zu kontrollieren wäre eine Katastrophe!!!

    einklappen einklappen
  • franka am 04.07.2018 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr hofer

    lassen Sie es mich bitte nicht bereuen das ich sie zum Bundespräsidenten haben wollte oder hat der kreislaufkollaps irgendwelche negativen folgewirkung. ich hoffe das sie diese Aussage nicht wirklich getätigt haben

  • ferdl am 04.07.2018 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    ade fpö

    Liebe FPÖ ihr habt vieles versprochen aber nicht gehalten sondern alles gebrochen , ich hab 25 Jhare die FPÖ gewählt aber so geht das nicht

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Baldi am 18.07.2018 21:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schengen Ade

    Unser Hofer war schon lange nicht mehr auf der Inntalautobahn. Besser wäre eine Grenzschließung statt der Kontrollen. Wäre neugierig wie Brüssel reagiert.

  • Alex am 05.07.2018 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Grenzschliesung

    Wir wollen keine flüchtlinge mehr da ist das logischste die Grenzen für eine Zeit zu schließen. Ob uns das passt oder nicht solange die ausengrenzen nicht geschützt sind bleib da keine andere Möglichkeit

    • Humanist am 05.07.2018 23:31 Report Diesen Beitrag melden

      Flüchtlinge Willkommen

      Bitte reden sie nicht im Namen aller wenn sie "wir" verwenden,ich und viele Menschen in meinem Umkreis heißen die Flüchtlinge Herzlich Willkommen,hoffentlich werden es immer mehr.

    • Max Mustermann am 06.07.2018 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Humanist

      Wieviele haben Sie denn schon bei sich aufgenommen?

    • Baldi am 18.07.2018 21:17 Report Diesen Beitrag melden

      an Humanist

      Wenn Sie dafür aufkommen,möglichst nicht in Österreich, dann viel Spaß.

    einklappen einklappen
  • zimbo am 05.07.2018 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Hofer erscheint mir

    als Silbersteins Meisterstück.

  • Zyniker am 05.07.2018 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Volksbegehren

    Lustig ist die Reaktion auf das bevorstehende Volksbegehren. Übersetzt: "wir sind für direkte Demokratie aber das Ergebnis ist uns wurscht. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir uns um die Meinung der Bevölkerung kümmern müssten?"

  • Max Mustermann am 05.07.2018 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Grenzen - nicht gut!

    Dass es keine Grenzen mehr gibt, und das gilt auch im übertragenen Sinne für die Gesellschaft, ist eine echte Katastrophe.