Bundesbahnen

09. Februar 2018 12:54; Akt: 09.02.2018 13:11 Print

Hofer färbt die ÖBB um - die Opposition tobt

Aus Rot mach’ Blau: Minister Hofer (FP) tauscht vor allem SPÖ-nahe ÖBB-Aufsichtsräte aus. SPÖ und Neos wittern Übles.

Muss sich Einiges anhören: Verkehrsminister  Norbert Hofer (FPÖ). (Bild: picturedesk.com)

Muss sich Einiges anhören: Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ). (Bild: picturedesk.com)

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Der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder rückte am Freitag aus und übte massive Kritik am Vorgehen von Verkehrsminister Hofer. „Es gibt keinen sachlichen Grund dafür, dass man bewährte Kräfte vorzeitig ablöst“, so Schieder in einer Aussendung. Hofer müsse „kapieren, dass der Aufsichtsrat der ÖBB kein Verschiebebahnhof für FPÖ-Parteigänger werden darf“. Der Aufsichtsrat werde „praktisch auf jeder Position schlechter besetzt als davor“, ärgerte sich Schieder.

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"Ganz alter Stil"

Auch Neos-Infrastruktursprecher Douglas Hoyos kühlte sein Mütchen am FP-Minister und sah die Personalrochaden problematisch. „Das, was die FPÖ früher kritisiert hat, macht sie nun selbst. Sie besetzt die Stellen nach dem Parteibuch und nicht nach der besten Eignung. Das ist ganz alter Stil,“ wetterte der Neos-Sprecher. In Wirklichkeit treibe nur "das Schaffen von gut bezahlten Jobs für die eigenen Leute" die Regierung an, meldete Hoyos in einer Aussendung.

FP-Schiefer statt SP-Ederer

Wie berichtet wird der FP-nahe Manager Arnold Schiefer Anfang März neuer ÖBB-Aufsichtsratspräsident und löst damit die bisherige – von der SPÖ nominierte – Präsidentin Brigitte Ederer ab. Schiefer war bisher unter anderem Vorstandssprecher der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG. Er wurde vom damaligen ÖBB-Chef Christian Kern zum Chef des Güterverkehrs befördert und ist wie Minister Hofer Mitglied einer Burschenschaft.

Bekannte Gesichter

Weiters zählen zu den neuen Aufsichtsräten der ehemalige FPÖ-Politiker und Rechtsanwalt Norbert Gugerbauer und der Generalsekretär im Infrastrukturministerium, Andreas Reichhardt (beide Korporierte), die Wirtschaftswissenschafterin und Chefin des Hayek-Instituts, Barbara Kolm, der bisherige Aufsichtsrats-Vize und Chef der Hagelversicherung, Kurt Weinberger, der Unternehmer Karl Ochsner, die Grazer Anwältin Cattina Leitner, Ehefrau von Andritz-Chef Wolfgang Leitner, und die frühere FP-Verkehrsministerin Monika Forstinger.

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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patriot5611 am 09.02.2018 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hat Herr Hofer!

    In diesem Job braucht man Mitarbeiter die einem den Rücken stärken und nicht solche die einem in den Rücken fallen. So wie sich die Roten vor der Wahl aufgeführt haben, kann ich verstehen, dass ihnen Herr Hofer nicht vertraut. Darum: Recht hat Herr Hofer!

  • Gerlinde am 09.02.2018 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Recht hat er

    Bewährte Kräfte???? Ederer hat Hofer massiv bekämpft! Recht geschieht ihr! Welche Qualifikation hatte sie? Von Siemens gekündigt, Versorgungsposten von den Roten bekommen!

  • Hans beim Tanz am 09.02.2018 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag es

    Ich bin ehrlich: Ich stehe drauf, wenn die derzeitige Opposition tobt und quietscht, wenn Parteigünstlinge ihr hochbezahltes Nichtstuer-Posterl verlieren. Das zeigt mir nur, wie schwer der SPÖ und den GrünInnen das Vertreiben von den Futterttrögen fällt. Als Normalbürger hat man ohnehin nichts davon. Egal, wen man wählt, man ist ohnehin immer der (Steuer-)Zahler. Sollten jemals wieder die Roten - derzeit schaut es unter Kern aber ganz und gar nicht danach aus - an die Macht kommen, wird eben wieder exzessiv rot umgefärbt. Und die Opposition wird auch wieder toben.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Mainstream am 12.02.2018 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wechsel

    Man wechselt einen TV-Sender wegen einem anderen Programm. Würd sich das Programm nicht ändern bräuchte man nicht wechseln. Das gilt auch für die Politik! Insofern ... Danke Herr Ing. Hofer für den Programmwechsel nach anderer Senderwahl.

  • Censorship am 12.02.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst auch gemacht, andere jetzt böse..

    Irgendwer hat den ÖBB Aufsichtsrat ja rot gefärbt... Na wer DAS wohl war, eventuell jene, die jetzt am lautesten geifern?? Eventuell die AKP 2.0 (SPÖ)?? Ich finde, in solchen Positionen hat Politik NICHTS verloren und nur fachliche Qualifikation sollte zählen... Gilt auch für den ORF...

  • Versaute Politik am 11.02.2018 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schon vergessen...

    die ÖBB sind Staatseigentum und nicht Parteieigentum! Beste Köpfe statt treue Parteidiener! Dies ist die teuerste Lösung für Österreich!

  • Bertl Kral am 11.02.2018 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    FP-Schiefer statt SP-Ederer

    Kann nur positiv sein, denn Ich weiß was die Ederer (vergleichbar mit Schröder) neben ihren Wahllügen zur EU, in ihrer Tätigkeitg bei Siemens Österreich, angestellt hat. Einen enormen Sozialabbau (Schröder: Harz-4, Ristarente, private Krankenkassen) wofür sie als Dank, in die Zentrale nach Bayern geholt wurde ! Die Roten sollten das Wort "sozial" aus ihrem Parteinamen nehmen, denn seit Vranitzky sind die alles, nur nicht sozial, wie man auch beim Kern (Investor für Startup) erkennen kann !

    • Helmi am 11.02.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      Alle wechseln Farbe aus

      Sehe ich genauso. Eder 1000 liegt mir im Mage. Warum soviele hoch dotierte Posten überhaupt? Jeder putzt sich am anderen ab. Sondergehälter nur wenn Gewinn ohne Personalabbau gelingt.

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  • vallis am 11.02.2018 06:48 Report Diesen Beitrag melden

    War an der Zeit

    Super Hr.Hofer, war schon höchste Zeit! Die Ederer hat genug abkassiert, aber den Tausender ist sie jedem einzelnen Österreicher schuldig geblieben.

    • Dick am 11.02.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

      @vallis

      Finde ich auch, jetzt soll Hofer abkassieren.

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