Online-Chef Thomas Prantner

12. Februar 2018 14:35; Akt: 12.02.2018 18:03 Print

"Wrabetz ist der Garant für Objektivität im ORF"

ORF-Online-Chef Thomas Prantner verteidigt ORF-Gebühren, Generaldirektor Wrabetz und versteht die FPÖ-Kritik. Prantner macht gegen Facebook mobil.

Thomas Prantner, Online-Chef des ORF.  (Bild: Leitner/ORF)

Thomas Prantner, Online-Chef des ORF. (Bild: Leitner/ORF)

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Online-Direktor Thomas Prantner will die zahlreichen ORF-Auftritte bei Facebook reduzieren. Außerdem bricht er eine Lanze für die ORF-Gebühren. Generaldirektor Alexander Wrabetz sei der Garant für Ausgewogenheit und Objektivität.

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Heute: Wie soll der ORF-Auftritt auf Facebook künftig aussehen? Was kommt neu, was wird gestrichen?

Thomas Prantner: Wir haben derzeit über 100 Profile in den sozialen Netzen, das ist ein unprofessioneller Wildwuchs. Der ORF wird sein Engagement bei Facebook daher zurückfahren und seine Auftritte reduzieren. Das wird vor allem jene betreffen, die weder relevanten Content noch Reichweite generieren.
Der Grund ist ganz simpel: Warum sollen wir einen unserer Hauptkonkurrenten auf dem User- und Onlinewerbemarkt mit unserem wertvollen Qualitätscontent füttern, den dieser zu Geld macht und oben drein auch noch kostenlose Promotion für Facebook on air im TV und online machen ? Das kann nicht im Unternehmensinteresse sein.

Heute: Werden Sie statt Facebook andere Kanäle ausbauen?

Prantner: Ich finde den Vorschlag von Medienminister Gernot Blümel sehr positiv, dass sich die österreichischen Medien zusammentun und eine heimische Diskurs-Plattform entwickeln, um ein Gegengewicht zu Facebook aufzubauen. Der ORF hatte die größte Online-Community des Landes bevor das ORF-Gesetz 2010 das auf die Verbotsliste setzte.

"Sind nicht beim ORF-Wunschkonzert"

Heute: Haben Sie Verständnis für die FPÖ-Kritik am ORF? Soll es bei den ORF-Gebühren Änderungen geben?

Prantner: Der ORF kann sein gesamtes Leistungsspektrum in TV, Radio, Online und mit seinen neun Landesstudios nur dann aufrechterhalten, wenn das bisherige System der Mischfinanzierung aus Gebühren und Werbung erhalten bleibt.
Aber wir sind nicht bei einem ORF-Wunschkonzert, ergo wird die geplante Medien-Enquete auch diese Frage behandeln. Entscheidend für die Glaubwürdigkeit des ORF als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen und seiner Informationsangebote sind die Objektivität, Ausgewogenheit und die Gleichbehandlung aller Parteien in der Berichterstattung. Wenn diese Prinzipien auch im Alltagsgeschäft eingehalten werden, haben wir kein Problem mit der Gebührenlegitimation. Generaldirektor Wrabetz ist Garant dafür, dass das auch so gelebt wird.
Wenn Fehler in der Berichterstattung passieren, habe ich Verständnis für die Kritik der FPÖ, und dann ist es auch notwendig, dass sich der ORF dafür entschuldigt und die Fehler korrigiert werden – was im Fall Tirol auch geschehen ist.




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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 12.02.2018 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schliesst den ORF endlich

    Sehr intelligent, wenn man den ORF-Online-Direktor über die Gebühren und den ORF-Generaldirektor interviewt. Das wird sicher so objektiv wie die Interviews der ORF-Journalisten vor den Wahlen.

  • Zukunft am 12.02.2018 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Da lachen aber die Hühner

    Der rote Häuptling beim ORF ist der Garant dafür, dass die FPÖ schlecht dargestellt wird - und das seit vielen Jahren. Das sieht und hört Jeder, der noch Hausverstand hat und nicht durch die rote Brille sieht. Jetzt, wo die Manipulation offensichtlich wurde, ist Feuer am Dach des ORF! Hier muss es Konsequenzen geben - Rücktritt von Wrabetz mit seinen abgehobenen Moderastoren. Volksbefragung über die GIS!

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  • Egon am 12.02.2018 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht relevant

    Herrn Thomas Prantners Meinung ist absolut nicht relevant. Wieso fällt mir dabei Kohelet ein?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • no na am 14.02.2018 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    eh klar dass der orf

    die abschaffung der gebühren torpediert, müsstens dann doch den gürtel um einiges enger schnallen ! und NIEMAND beim ORF ist ein 'Garant' für objektivität, schon gar nicht der wrabetz !!

  • Nil am 14.02.2018 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GIS abschaffen sofort

    Jeder private Unternehmer wäre schön zig mal pleite wenn er so wirtschaftet wie der Rotsender,aber der Zwangsgebührsender schmeist weiterhin das Geld mit beiden Händen raus und parallel wird das gebotene Programm immer schlechter und einseitiger was die Politikberichterstattung betrifft. Rot bestimmt was und wie gesendet wird. Herr Hofer und Strache wann machen sie endlich diesen Treiben ein Ende???????? Wahlversprechen vergessen??????? GIS abschaffen, nicht wie vor zig Jahren denn Bürger vorschreiben was er für gut findet und zahlen muss.

  • jaja am 13.02.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wrabetz und Wolf sind linke Agenten!!!

    Wrabetz ist kein!!!! Garant für objektive Berichterstattung, sonst dürften nicht Wolf oder die Journalistin in Tirol so schrecklich agieren, ausschließlich negativ in Bezug auf die neue Regierung und vor allem der FPÖ! Vor allem hat Wrabetz viel zu spät reagiert und dann auch nur, weil er bemerkt hat, dass diese Agitation gegen die FPÖ einen doch zu großen Aufruhr verursacht hat! Er gehört sofort abgesetz und vor allem Wolf rausgeschmissen!

  • Eli Fix am 13.02.2018 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    ORF Obektivität

    Der ORF und objektiv? Natürlich, so wie die Qualität seiner TV-und Hörfunkprogramme! Das einzig hochwertige am ORF ist nur die GIS-Gebühr!

  • grilli am 13.02.2018 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Verträgt ein Security,...

    ...wieder einmal die Wahrheit nicht?