Islam-Kindergärten

21. Dezember 2017 14:20; Akt: 21.12.2017 14:20 Print

Austro-Türken geht Islam-Studie nicht weit genug

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) hinterfragt die eben veröffentlichten Ergebnisse der Islam-Kindergartenstudie kritisch.

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Am Donnerstagvormittag wurden die Ergebnisse der Islam-Kindergartenstudie, die in Zusammenarbeit der Uni Wien und der FH Campus Wien herausgegeben wurde, der Öffentlichkeit präsentiert. Laut dieser Untersuchung gibt es in Wien fünf Namen, auf die 110 Kindergruppen und 17 Kindergärten zurückzuführen sind. Näher wird darauf nicht eingegangen, weshalb die Türkische Kulturgemeinde (TKG) als Reaktion auf die Studie in einer Aussendung eine Offenlegung fordert.

Umfrage
Soll es weiterhin Islam-Kindergärten geben?
9 %
4 %
84 %
3 %
Insgesamt 1146 Teilnehmer

"Die Gründung der Mehrzahl der islamischen Kindergärten geht auf eine Gruppe von Organisationen zurück, die als 'Säulen des politischen Islams in Österreich'" gelten könnte. 110 Kindergruppen und 17 Kindergärten lassen sich in Wien nur 5 Namen zuordnen", heißt es in der Erhebung. Die TKG will nun wissen, wer diese fünf Namen bzw. Organisationen sind und warum sich so viele Gruppen auf so wenige Personen konzentrieren.

>>> Lesen Sie hier: Islam-Kindergärten: So ist die Situation wirklich

"Zu welchen politischen Organisationen ordnet die Stadt diese 5 Personen zu? Wie viel Geld ist bis jetzt aus Steuergeldern an diese 5 Personen geflossen? Welche Organisation steht diesen 5 nahe? Werden die Fördergelder nur für die Kindergärten oder für weitere politische Organisationen zur Verfügung gestellt? Und kann die Stadt die politisch theologischen Orientierungen solcher Betreiberorganisationen mit den Zielen der Stadt vereinbaren?", fragt die Kulturgemeinde nach.

Kindergärten dürften nicht "Selbstbedienungsläden der bedenklichen Personen und politisierten Religionsorganisationen sein", so in der Aussendung. Denn wenn "wir jetzt nicht hinterfragen und aufpassen, wird eine ganze Generation leider das ernten, was jetzt falsch gesät wird."

Überraschende Ergebnisse

Das Fazit der Untersuchung ist übrigens nicht so brisant, wie aufgrund der Vorstudie angenommen, ausgefallen. So ist ein zentrales Ergebnis etwa, dass so genannte Islam-Kindergärten (bei der Begriffsbezeichnung fängt das Problem schon an) nicht zur Segregation beitragen.

Weiterer zentraler Punkt: Sprachliche Barrieren und mangelnde Qualifizierung der Pädagogen, auf die große Herausforderungen zukommen. SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid hat am Donnerstagnachmittag ebenfalls schon reagiert. Sie spricht sich für eine deutliche Erhöhung der Mittel für die Sprachförderung durch den Bund aus. Denn es sei notwendig, den Schwerpunkt auf Sprachförderung und Aktualisierung der Lehrpläne zu legen.

Appell an die neue Regierung

Hammerschmid appelliert an die neue Regierung, den Kindergarten konsequent zu einer vollwertigen Bildungseinrichtung zu entwickeln: "Dazu gehören insbesondere verbindliche pädagogische Qualität, längere Öffnungszeiten, indexbasierte Mittelvergabe im Kindergarten und eine Qualifikationsoffensive für die ElementarpädagogInnen."

Hammerschmid unterstützt den Weg des Wiener Bildungsstadtrates Jürgen Czernohorszky, der die Studie ganz klar als Auftrag sieht, auf wissenschaftlicher Basis Sprachförderung und Integration in den Kindergärten zu verbessern. Diese Maßnahmen müssen konsequent weiterverfolgt werden. "Es bleibt noch viel zu tun, denn es geht um jedes einzelne Kind."

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ehrlich am 21.12.2017 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    keine Fetzen auf den Köpfen!!!

    warum muss unbedingt ein kleines Kind einen Fetzen auf dem Kopf tragen? Das gehört sofort verboten und wenn es dem tollen Vater nicht passt dann soll er zurück ins Herkunftsland!

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  • Angel66 am 21.12.2017 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Problemlösung?

    ERSTSPRACHE in Österreich ist DEUTSCH! ...sofern die Familie mit Kindern nicht nur vorübergehend hier leben möchte...Eltern/Großeltern gehören bestraft wenn sie schon zig Jahre hier leben und das nicht behirnen...wegen Vernachlässigung Minderjähriger. .als 2.Sprache kann jeder lernen was er möchte. .

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  • Helga am 21.12.2017 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Brisant

    Bitte lesen sie die Studie, sie ist brisant!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gütiger Herr am 23.12.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtigkeit siegt über Tyrannei

    Hoffentlich kommen auf uns nicht wieder diese dunkle Zeiten (Gänsehaut) wo man glaubte sie wären für immer vorbei,aber die Rechten sollten wissen nach dem Gewitter kommt immer die Sonne. Das haben wir alle 1945 gesehen.

  • helmut am 21.12.2017 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Nur staatliche Kindergärten fördern

    Würde es genug öffentliche Gemeinde Kindergärten geben in Wien !! So macht es sich Stadtregierung einfach man adaptiert Kindergarten zahlt lieber den Betreiber was . Warum ist das nicht möglich wie in Bundesländer Kindergärten zu schaffen und fertig!! Da brauche ich keine Fremdkindergärten zu bezahlen .

  • Dosi am 21.12.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Weiß es jemand?

    Wieviele katholische bzw. christliche Einrichtungen gibt es in der Türkei? Darf ich dort auch machen was ich will? Wegen multikulti und so.

    • Rorschach am 21.12.2017 20:24 Report Diesen Beitrag melden

      Die wollen sicher keine

      Man weiss ja inzwischen wie's in solchen Heimen zugeht.

    • SockenRambo am 21.12.2017 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rorschach

      Und wie geht es in muslimischen Heimen zu? Da werden die 8j schon auf die Zwangsheirat mit ihrem neuen 40j Ehemann vorbereitet.. Ich sag ihnen etwas.. Wenn wir Christen so schrecklich, unsere Lebensweise so besch.... ist, WIESO ziehen sie dann nicht in ein muslimisches Land?

    • Rorschach am 21.12.2017 20:47 Report Diesen Beitrag melden

      Oje, die alte Leier

      mit dem "Ziehen Sie doch weg, wenn's Ihnen nicht passt". Dass nicht nur hierzulande, sondern auch in anderen Ländern massiver Kindesmissbrauch in katholischen Heimen aufgedeckt wurde, ist Tatsache. Die Vorwürfe der ultrakonservativen, teils ungesetzlichen Erziehung in muslimischen Heimen können wohl auch vorkommen.

    • SockenRambo am 21.12.2017 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rorschach

      Jemand der direkten Fragen ausweicht, kann man nicht trauen, das ist vor Gericht so, und das ist hier so!!

    • Rorschach am 21.12.2017 21:55 Report Diesen Beitrag melden

      Welche direkte Frage?

      Die mit dem Wegziehen? Wieso soll ich diese denn ernstnehmen? Was ich davon halte, können Sie sich denken...

    • Trac am 21.12.2017 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rorschach

      Die Heime der Stadt Wien nicht vergessen. Dort soll es ja auch nicht so ohne gewesen sein, würde einmal geschrieben.

    • Gentlman am 21.12.2017 23:26 Report Diesen Beitrag melden

      Rechtspopulistische Verwirrspielchen

      @Dosi Warum mischen sie jetzt andere Länder hier ein? Hat die Türkei etwas mit dem Holocaust zu tun?

    • SockenRambo am 22.12.2017 00:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rorschach

      Nein!!! Die Frage ist WIESO wir hier etwas akzeptieren sollen das uns in deren Herkunftsland verwehrt wird?? Wie rechtfertigen sie das?? Muss ein Christ zwangsläufig buckeln und ein Moslem darf fordern fordern fordern? Und jetzt die Frage die mich echt beschäftigt.. WAS sagen sie zum Völkermord der Türken an den Armeniern bzw den syrischen Christen?? DA hätte ich bitte gerne eine Ernst zu nehmende Stellungnahme....

    • Dosi am 22.12.2017 11:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Gentlman

      Muslimen fordern bei uns alles und bekommen es leider meistens. In der Türkei wird man als Christ verfolgt im schlimmsten Fall getötet. Von uns wird Toleranz verlangt. Aber umgekehrt gilt das nicht. Und mit dem Argument "Holocaust" brauchen Sie mir nicht zu kommen. Zu dieser Zeit waren nicht mal meine Eltern geboren. Also fühle ich mich dafür auch nicht verantwortlich. Gehört leider zu unserer Geschichte. Aber wollen Sie die nächsten 2000 Jahre auch noch damit argumentieren?

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  • Helga am 21.12.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Beschönigende Berichterstattung

    Die Journalisten und Bürger sollten die Studie lesen. Der Inhalt zeigt die ganze Problematik. Bisher wurde beschönigend berichtet

  • Patriot am 21.12.2017 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Auswandern ist angesagt

    Die Rechten hat es nicht zu interessieren ob jemand etwas auf dem Kopf trägt oder nicht,das ist Globalisierte Welt. Wenn es euch in einem Multikulturellen Österreich nicht passt solltet ihr auswandern.

    • SockenRambo am 21.12.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patriot

      Wie rechtfertigen sie es, das WIR uns immer daheim anpassen müssen.. das selbe für uns im arabischen Raum aber nicht gemacht wird!?!? Bitte ein vernünftiges logisches Argument!!

    • Patriot am 21.12.2017 17:58 Report Diesen Beitrag melden

      Österreich ein Einwanderungsland

      @Babsi Freuen sich dann schon auf die Massen von Christlichen Osteuropäern und Balkanesen nach Österreich die sowieso lieber mit Moslems herumhängen als mit Österreichern :-)

    • Atheist am 21.12.2017 18:00 Report Diesen Beitrag melden

      Unverschämtheit

      @Babsi Österreich ist Laizistisch und nicht in Christenhand,ich verbiete mir solche Äußerungen. Unfreundliche Grüße von einem Atheisten

    • Patriot am 21.12.2017 18:08 Report Diesen Beitrag melden

      Besser Informieren

      @SockenRambo Ganz einfach,wer war für den Holocaust verantwortlich?

    • Linda am 21.12.2017 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patriot

      Ich komme aus dem Balkan, und bin Christin ;)

    • Patriot am 21.12.2017 22:33 Report Diesen Beitrag melden

      Wahrheit und nichts als die Wahrheit

      @Linda Aus welchen Land wenn man fragen darf? ;) Es ist nun mal so das in Österreich Osteuropäer und Balkanesen mehr mit Orientalen herumhängen als mit Österreichern.

    • Linda am 22.12.2017 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patriot

      Ich komme aus dem Kosovo, und ich habe mehr österreichische als ausländische Freunde.

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