Heute-Interview

05. Juli 2017 14:36; Akt: 05.07.2017 17:30 Print

Kindergarten-Studie: Autor wehrt sich vehement

Prof. Dr. Ednan Aslan, Leiter der Abteilung Islamische Religionspädagogik an der Uni Wien, sagt, dass jedes Wort der Studie von ihm stammt.

Ednan Aslan ist sicher, dass die Studie dem wissenschaftlichen Standard entspricht. (Bild: Helmut Graf)

Ednan Aslan ist sicher, dass die Studie dem wissenschaftlichen Standard entspricht. (Bild: Helmut Graf)

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Heute: Was sagen Sie zur Diskussion um Ihre Kindergartenstudie?

Univ. Prof. Dr. Ednan Aslan: Jedes Wort, jedes Komma dieser Studie ist von mir. Wenn jetzt behauptet wird, dass viele Stellen gestrichen wurden, so ist das unwahr. Diese Stellen findet man in der Studie jetzt an anderer Stelle. Wir haben den Aufbau meiner Studie nur umgruppiert, es sind nur Verschiebungen. Ich würde niemandem erlauben, in meine Studie einzugreifen. Diese Vorwürfe sind eine persönliche Beleidigung für mich.

Heute: Einer Ihrer ehemaligen Mitarbeiter wirft Ihnen auf Facebook vor, dass Sie diese Studie nach den Wünschen von Sebastian Kurz ausgerichtet wurde. Was sagen Sie dazu?

Aslan: Diese Studie hat nicht mit Herrn Kurz angefangen. Sie wurde 2014 mit der Stadt Wien gestartet, das ist ja alles schriftlich belegbar. In letzter Sekunde hat die Stadt Wien den Vertrag für die Studie einfach und ohne Begründung abgelehnt. Unser Wunsch war einfach, das Projekt mit dem Integrationsministerium weiter zu führen.
Das Projekt mit dem Ministerium ist also praktisch aus Not entstanden, weil sich die Stadt Wien verweigert hat. Unsere Absicht war, die Situation in den Kindergärten zu verbessern, dazu hat unser Bericht auch beigetragen.

Heute: Die Uni Wien prüft jetzt Ihre Studie. Mit welchem Ergebnis rechnen Sie?

Aslan: Ich habe überhaupt keinen Zweifel daran, dass meine Studie dem wissenschaftlichen Standard entspricht. Diese Überprüfung ist in meinem Interesse.

Lesen Sie weiter:

Häupl nimmt sich Kurz zur Brust: "Studie gefälscht"

Islam-Kindergärten: Studie vom Außenamt "frisiert"?

(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hubert am 05.07.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Lange vorbereitet

    Jetzt haben die linken Hetzer ihn am Kieker. ORF und andere Medien verbreiten für die SPÖ die Story fleißig. Er wird keine Chance bekommen und wird öffentlich nachhaltig beschädigt und diskreditiert.

  • Raphael am 05.07.2017 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht reden bringt nichts

    Warum wird von linker Seite schon wieder gehetzt? Es muss doch allen klar sein, dass Islamkindergärten problematisch sind, nachdem was herausgekommen ist. Übrigens Häupl hat ja heute selbst gesagt, dass schon viele Islamkindergärten geschlossen wurden, weil nicht alles Ordnung war. Na also.

  • Markus am 05.07.2017 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    A la SPÖ

    Das ganze ist ein links linker Theater-Holler , weil Kurz es gewagt hat, das jahrelange Wegsehen der SPÖ Wien über die schief gelaufenen Entwicklungen der islamischen Migration aufzuzeigen? Das geht doch nicht in der links linken Medienlandschaft in Österreich, diese auch nur im Ansatz zu kritisieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • aculeo am 07.07.2017 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    studien erstellen macht reich

    mich würde eine studie interessieren die objektiv berichtet WARUM wir solche studien brauchen. früher war das nicht nötig !

  • 1002Himmelszelt am 07.07.2017 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Türkis'che Früchte

    Soweit ich es verstanden habe, wurden Aussagen der sicher korrekt erhobenen Studie später von anderen passend umformuliert oder umgestellt, damit ein noch negativerer Eindruck entsteht als eh schon.

  • Peter Lüdin am 06.07.2017 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Den...

    radikalen Islam kann man nicht besiegen, denn er hat einen unschlagbaren Partner auf seiner Seite: Die Demographie.

  • Erwin S. am 06.07.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja zu Islamkindergärten

    Es tut mir leid aber ich kann dem Theater über islamische Kindergärten nichts abgewinnen. Österreichische Eltern geben viel Geld aus damit ihre Kinder nicht mit Islamisten die selbe Schulbank drücken müssen. Jetzt kommt unser lieber Integrationsminister auf die glorreiche Idee noch mehr davon in öffentliche Einrichtungen hineinzupressen. Lasst sie doch wo sie sind.

    • 1002Himmelszelt am 07.07.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

      Staat u. Gemeinde Wien sahen bewusst weg

      So wie es christliche oder jüdische Kindergärten gibt, kann es auch islamische geben. Die Frage ist nur: WELCHE ART VON ISLAM, wir wollen bitte sicher keinen wahabitisch-fundamentalistischen Islam nach Machart Saudis, Salafisten, Taliban etc. Sondern einen mit unserer Kultur und unseren Werten zusammenpassenden toleranten Islam! Jetzt frage ich mich wirklich, warum hier KEINER das je überprüft hat, den Leuten x-Euros an Unterstützung gezahlt wurden, ungeeignetes Personal die Kinder betreut hat, falsche (nicht europa-kompatible) Werte vermittelt wurden, und auch nicht DEUTSCH gelehrt wurde?!

    einklappen einklappen
  • Joschi am 06.07.2017 05:15 Report Diesen Beitrag melden

    36.000

    für so eine "Studie" die 900 Änderungen bedarf 36.000 zu bezahlen ist eine Frechheit! Das ist nicht normal, das ist schwach. Aber mit uns Österreichern kann man das machen. In Deutschland müsste nicht nur er den Hut nehmen.

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