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13. März 2018 16:04; Akt: 13.03.2018 16:22 Print

Jeder Vierte wünscht sich einen "starken Führer"

26 Prozent der Österreicher sehnen sich nach einem "starken Führer". Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Volkshilfe.

So halten es die Österreicher mit dem

So halten es die Österreicher mit dem "starken Mann" (Bild: iStock)

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Die Volkshilfe lässt in regelmäßigen Abständen von SORA ein "Sozialbarometer" erstellen. Die aktuelle sozialpolitische Umfrage ergab nun, dass sich rund "jeder Vierte für einen starken Führer, der sich nicht um einen Parlament und Wahlen kümmern muss" ausspricht.

Umfrage
"Man sollte einen starken Führer haben, der sich nicht um ein Parlament und Wahlen kümmern muss": Stimmen Sie dem zu?
34 %
10 %
6 %
46 %
4 %
Insgesamt 463 Teilnehmer

"Wenngleich wir aus rezenten Studien wissen, dass die Demokratie die mit Abstand beliebteste Regierungsform ist, stimmt es uns nachdenklich", beurteilt Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger die Ergebnisse, die anlässlich des 80. Jahrestages des "Anschlusses" präsentiert wurden.

Deshalb sei es wichtig, sich darauf zu besinnen, was die Demokratie stärkt, meint Fenninger: "Es ist eine aktive Zivilgesellschaft, die den sozialen Zusammenhalt fördert, die Übernahme von sozialer Verantwortung stärkt und schlussendlich positive demokratiepolitische Auswirkungen hat."

Das sehen auch die Österreicher so, stimmen doch sieben von zehn Befragten zu, dass das Engagement für die Gemeinschaft durch freiwillige Arbeit die Demokratie stärkt.

Außerdem geben 30 Prozent der Befragten an, sich bereits freiwillig in einem Verein oder einer Initiative zu engagieren.

Demo-Recht wichtig

"Ein wichtiger Eckpfeiler von Demokratie ist das Demonstrationsrecht", so Fenninger weiter. Das denken auch die Teilnehmer der Umfrage: Acht von zehn Befragten sehen es als wichtigen Bestandteil, wenn Menschen gegen Missstände protestieren oder sich für gesellschaftliche Anliegen einsetzen. 70 Prozent der Befragten sehen eine Einschränkung des Demonstrationsrechts als einen Angriff auf die Demokratie.

Fenninger beurteilt die Umfrageergebnisse als erschütternd. Er fordert mehr politische Bildung und, dass Freiwilligenarbeit größere Wertschätzung erfährt.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • helmar am 13.03.2018 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wir brauchen eine starke Regierung

    welche sich nicht von NGOs Und Religionen vorschreiben lässt wer gut ist und wer nicht. Und wenn diese Regierung ihre Leistung nicht erbringt, dann hat durch Wahlen eine andere Partei die Chance es besser zu machen. Wir brauchen aber auch den mündigen bürger, der wählen geht und nicht nicht wählt, aber dann nach dem starken Führer plärrt.......in NÖ 66%, in Tirol gar 60% bei den letzten Wahlen, das ist eine Schande. Für jene welche das Wahlrecht nicht nützen, aber schimpfen. Wer nicht wählt dem muss alles recht sein. Nur wer wählt hat demokratisch gehandelt.

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  • Poidinger am 13.03.2018 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit der Meinung

    Nur ein schaches Volk braucht starke Führer. Demokratie heisst im Endeffekt, die Macht geht von Volk aus, bei putin, xi und wie die sonst noch alle heissen, kannst nicht frei wählen, in einer wirklich freien demokratie aktikulierst du deine meinung vor andersmeinenden, ohne dass dir etwas passiert. Jeder möge sich seine meinung bilden.

  • Andreas am 13.03.2018 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker

    Muss Ned unbedingt ein Führer sein...würden schon ehrliche und Realitätsnahe Politiker reichen. Vor allem nach der Wahl.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Como am 18.03.2018 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Starker ist nicht gleich Diktator

    mit "starker Mann" meint man ja nicht einen Diktator, sondern einen Mann oder Frau die die Zügel fest in der Hand haben (so wie der Sonnenkönig Bruno I. - duldete auch keine Widerspruch) und Österreich überall vertritt und Entscheidungen für Österreich trifft.

  • Profiler am 16.03.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welle ansehen wäre hilfreich

    Sinnerfassendes Lesen wäre hier hilfreich. Die genaue Fragestellung der Volkshilfe war: "Es sollte einen starken Führer geben, der sich nicht um Parlament und Wahlen kümmern muss. Hier wurde nichts hineininterpretiert oder konnte falsch verstanden werden. Es spiegelt die Gesellschaft wieder. Der Film "Die Welle" führt es ganz schön vor Augen, dass das, was vor 70 Jahren geschehen ist, jederzeit wieder geschehen kann. Sonntagsfrage im Jänner 2018: FPÖ 25% und 25% wollen einen starken Führer. Ein Schelm, der hier einen Zusammenhang sieht.

  • Max Mustermann am 15.03.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Infame Art der Umfrage

    Ein starker Führer hat nichts mit dem zu tun, was damit vorsätzlich hineininterpretiert werden soll. Im Prinzip wäre jeder fähige Politiker in leitender Position ein solcher. Ich erinnere an die Wortklauberei beim unlängst gefallenen Konzentriert-Sager von Kickl. Man nimmt einzelne Wörter aus ihrem Zusammenhang, und setzt sie bewußt ein, um dem Gegenüber etwas ganz anderes zu unterstellen.

  • Seitenblick am 14.03.2018 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Abnormal

    Führer, wenn ich das schon höre. Ist ja abnormal. Wie kann man soetwas schreiben. Sind die Schreiberlinge denn derart entartet? Es genügt doch völlig wenn wir keine korrupte Regierung hätten die nicht derart verwerfliche Taten wie die letzten Regierungen macht. Welcher Dummkopf will schon geführt werden?

    • Max Mustermann am 15.03.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      @Seitenblick

      Bitte springen Sie nicht auf diesen Trick mit Worten auf - genau das soll diese linke Umfrage ja bezwecken. Ein starker Führer muss ja nicht ausschließlich das sein, was man damit - aufgrund des historisch belasteten Wortes - hineininterpretieren soll. Jeder fähige Politiker an der Spitze ist theoretisch ein solcher.

    einklappen einklappen
  • Gutmensch am 14.03.2018 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder die linke Fenninger Tour

    Es ist sonderbar eine im Herbst des Vorjahr getätigten Umfrage jetzt im Gedenkjahr zu veröffentlichen. Ich werfe Herrn Fenninger unlautere Vorgangsweise vor. Es kommt auch bei einer Umfrage auf die Fragestellung und auf den befragten Personenkreis drauf an. Ich finde von einer Person die mehr als links steht mehr als bedenklich die Aussage die Österreicher würden sich einen starken Führer wünschen. Ich glaube er verwechselt bewusst eine starke Partei die eine gute Politik betreibt. Kein Wunder war doch zum Zeitpunkt die SPÖ mit TS tätig. So sieht es aus Herr Schnudelmax.