Integrationsbericht

13. September 2018 13:30; Akt: 13.09.2018 13:31 Print

Jeder zweite Asylwerber in Österreich war unter 18

Knapp jeder zweite Asylwerber in Österreich war 2017 unter 18 Jahre alt, 85 % waren jünger als 35. Dies enthüllt der Integrationsbericht 2018.

Der jährliche Integrationsbericht gibt eine umfassende Übersicht über Integration in Österreich. (Bild: imago stock & people)

Der jährliche Integrationsbericht gibt eine umfassende Übersicht über Integration in Österreich. (Bild: imago stock & people)

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Am Donnerstag hat Bundesministerin Karin Kneissl gemeinsam mit Mitgliedern des Expertenrats für Integration die Ergebnisse des Integrationsberichts 2018 vorgestellt. Der Integrationsbericht stellt eine umfassende Übersicht über Integration in Österreich dar. Er erscheint seit 2011 jährlich. Das neue Integrationsmonitoring umfasst insbesondere Daten aus den Bereichen Asyl und Aufenthalt, Bildung und Ausbildung, Arbeitsmarkt und Soziales.

Österreich lag demnach mit 2,8 Asylanträgen je 1.000 Einwohnern proportional zu seiner Bevölkerung neuerlich im europäischen Spitzenfeld, an 5. Stelle aller EU-Staaten. In absoluten Zahlen lag Österreich 2017 im EU-Vergleich mit 24.735 Asylanträgen an achter Stelle. Dennoch hat sich die zahl der Anträge im Vergleich zu den Vorjahren drastisch reduziert. Die
Hauptherkunftsländer warem Syrien, Afghanistan, Pakistan, Nigeria und Irak.

Sehr junge Asylwerber

21.767 Personen wurde im Jahr 2017 Asyl in Österreich gewährt; mehr als die Hälfte davon waren Syrer. Zwei Drittel aller Asylwerber waren 2017 männlich – und sehr jung. Knapp die Hälfte der Asylwerber 2017 war jünger als 18 Jahre alt, 85 Prozent waren jünger als 35 Jahre. Außerdem: Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung ist in den letzten Jahren stark
gewachsen. Während zum Jahresbeginn 2008 829.700 Menschen ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich lebten (10 % der Gesamtbevölkerung), waren es mit Stichtag 1. Jänner 2018 1.395.900 (15,8 %).

Knapp die Hälfte (49 %) aller Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung hatte im Jahr 2017 keine österreichische Staatsangehörigkeit. Ausländische Bezieher stellten in Wien (51 %), Tirol (57 %) und Vorarlberg (57 %) die Mehrheit. Das Geschlechterverhältnis aller Bezieher in Österreich lag nahezu
bei 50/50, wobei es herkunftsspezifische Unterschiede gab. Bei Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten war die Mehrheit der Bezieher männlich (59 %).

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Habakuk am 13.09.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zweifelhaft

    Für mich ist diese Aussage zweifelhaft. Nachdem eine Altersbestimmung ohne Zustimmung des Einzelnen nicht durchgeführt werden darf, wage ich diese Zahl anzuzweifeln.

  • Mia am 13.09.2018 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wer´s glaubt

    wird selig. Minderjährig angeben und ausschauen wie 25.

  • LukasT am 13.09.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Korrektur:

    "hat angegeben er wäre unter 18", wie die Vergangenheit bewiesen hat.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • beere am 16.09.2018 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    . . . und am 1.Jänner Geburtstag

    Kann ich alles nicht so recht glauben.

  • Raggamuffin am 13.09.2018 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dazu sagt keiner was,

    aber über nen Hundebiss bzw über Hundehaltung wird diskudiert... unglaublich... Wie man sieht hat man in Österreich andere Sorgen und Probleme, aber das scheint keinen zu interessieren... is ja anscheinend alles normal...

  • Chris T am 13.09.2018 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rentenalter ist halt auch fix

    Wenn die dann bis 67 zur Arbeit müssen gehts ja auch für uns auf. Ran an die Arbeit. Rente kommt dann halt auch später!

  • LukasT am 13.09.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Korrektur:

    "hat angegeben er wäre unter 18", wie die Vergangenheit bewiesen hat.

  • JunkMail am 13.09.2018 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr schön,

    und worüber soll ich mich jetzt noch mehr ärgern, als ich es ohnehin schon tue in meinen 60-Stunden-Arbeitswochen, wo ich doch täglich auch schwarz auf weiß sehe, was sich da wirklich abspielt?