Ansprüche wie Arbeitszeit

12. September 2018 08:34; Akt: 12.09.2018 10:24 Print

SPÖ zu Karenzzeiten: "Mogelpackung"

Wenn jemand bis zu 24 Monate in Karenz geht, soll er oder sie künftig auch alle Gehaltserhöhungen angerechnet bekommen. Die SPÖ ortet eine Mogelpackung.

Gabriele Heinisch-Hosek (Bild: Helmut Graf)

Gabriele Heinisch-Hosek (Bild: Helmut Graf)

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ÖVP-Klubobmann August Wöginger fordert in seiner Funktion als ÖAAB-Obmann die komplette Anrechnung der Karenzzeiten - und zwar für alle Berufe und alle Kollektivverträge.

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Wenn jemand bis zu 24 Monate Karenz nimmt, soll sie oder er künftig in dieser Zeit alle Gehaltsvorrückungen und auch die entsprechenden Urlaubsansprüche, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlungen und Krankenstandsansprüche angerechnet bekommen. Das sagte Wöginger am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal.

Die Karenz soll laut der Forderung wie Arbeitszeit bewertet werden. Wöginger zufolge ist das erst in rund 30 Prozent der großen Kollektivverträge der Fall. Derzeit gibt es 859 unterschiedliche Kollektivverträge, in 145 davon findet sich eine Regelung zur automatischen Anrechnung der Karenzzeiten.

Bei der Bemessung der Kündigungsfrist, für die Dauer der Entgeltfortzahlung, im Krankenstand und für das Urlaubsausmaß werden bisher höchstens zehn Monate der ersten Karenz im Arbeitsverhältnis angerechnet.

SPÖ ortet "Mogelpackung"
SPÖ-Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek ist klar für eine Anrechnung der Karenzzeiten etwa für Gehaltsvorrückungen. Sie fordert ÖVP-Klubchef Wöginger allerdings zugleich auf, das gemeinsam als Gesetz zu beschließen.

Jetzt sei es vorerst eine "Mogelpackung": Bei einer gesetzlichen Regelung "macht er sofort einen Rückzieher und will alles auf die Kollektivverttragsverhandlungen schieben", so Heinisch-Hosek.

Das sei ein "Hohn", weil sich die Gewerkschaften ohnehin seit Jahren vehement dafür einsetzen.

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(Red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • h.langer am 12.09.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Erfahrung

    Sie hat ja Erfahrung mit Mogelpackungen, siehe all ihre Anläufe zur Schulreform.

  • Ehklar am 12.09.2018 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Eine tolle Idee! Das wird die vielen Neubürger freuen, dann kann man Pensionsansprüche auch mit 1! Jahr Arbeit erwerben, der Rest von 14 Jahren geht "aufs Haus."

    einklappen einklappen
  • Miz am 12.09.2018 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nur jetzt?

    Frauen waren schon immer schwanger....)) 1 Jahr arbeiten als Putzfrau,dann 6 Kinder = kannst verdienen wie BK Kurz

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rainer am 13.09.2018 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Piero

    Ex Lehrerin Bildungs und Frauenministerin gibt leider wieder eine Wortspende von sich alles schlecht reden was die Regierung macht selbst wenn sonnenklar auf der Hand liegt dass es eine wesentliche Verbesserung ist sie die glücklose ex Ministerin schließt von sich auf andere die sprichwörtliche Hilflosigkeit in ihr anvertrauten zwei Ministerium waren schon erschreckend in der Opposition ist es lustig wenn man sie vorne auf der Opposition Bank neben Kern beobachtet wie sie mit den Händen herum wild herum schlägt und dabei die Zornesröte ihr im Gesicht steht wenn ein Regierungs Abgeordneter spri

  • Sandmann am 13.09.2018 01:55 Report Diesen Beitrag melden

    wenns nach den Linken ginge

    gäbe es auch Karenz, wenn das Haustier trächtig ist.

  • Karl Marx am 12.09.2018 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ach die Hei-Ho (H-H ist ja verboten)

    "Das sei ein "Hohn", weil sich die (roten) Gewerkschaften ohnehin seit Jahren vehement dafür einsetzen" und die Roten in der Regierung es nicht durchsetzen konnten. Einen besseren Beweis für ihre Unfähigkeit in den vergangenen Regierungsbeteiligungen hätte sie gar nicht bringen können.

  • Spö-Wähler am 12.09.2018 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    SPÖ ortet eine Mogelpackung

    Reine Trotzreaktion, weil nun nicht der angeblich eigenen Arbeit zuordbar. Kern hatte 15 Monate Zeit, so manches umzusetzen. Getan hat er ? Genau: NICHTS ! Und HH ? Als ehemalige (Unterrichts) Ministerin ebenso schwach bzw desinteressiert am Wohl des Volks ... will nun laut werden, statt still die eigene Unfähigkeit zu verdecken ? Nur weiter so, damit ihr bald auf den 10% angekommen seid, welche einen Neustart unabdinbar machen !

  • Tim Braverman am 12.09.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Aber ehrlich jetzt

    das müssen die so machen weils ja sonst wieder irgendeinen geben würd der sich über Sexismus, Rassismus oder sonst irgendeine Diskriminierung beschweren würd...ein Muß im Jahr 2018 !