"KHG - Korrupte Haben Geld"

05. Dezember 2017 14:21; Akt: 11.12.2017 11:05 Print

Grasser klagt erneut Brettspiel-Erfinder

Schachmatt. Oder doch nicht? Obwohl er beim ersten Mal abblitzte, klagt Karl-Heinz Grasser erneut die Erfinder eines satirischen Brettspiels.

Grasser bei einem Interview im August 2008

Grasser bei einem Interview im August 2008

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Das Spiel mit dem Titel "KHG - Korrupte Haben Geld" ist dem ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser ein Dorn im Auge. Auch Walter Meischberger und Ernst Karl Plech fühlen sich - wie Grasser - durch das satirische Brettspiel "vorverurteilt".

Die drei wollen die Erfinder nun gemeinsam vor Gericht bringen. Ausgestattet sind sie mit einem Rechtsgutachten, das Medien, Projekten, Artikeln und eben auch dem Brettspiel "Vorverurteilung" und "Rufmord" vorwirft.

Lesen Sie hier das gesamte Gutachten!

Das Gutachten wurde vor kurzem präsentiert. Der deutsche Presserechts-Anwalt Ralf Höcker hat es erstellt und spricht darin von rund 25.000 Presse-, Rundfunk- und Internetveröffentlichungen zu den Betroffenen Grasser, Plech und Meischberger seit Herbst 2009.

++ Lesen Sie hier mehr dazu +++

Zuvor abgeblitzt
Mit seiner Klage gegen das Brettspiel "KHG" ist KHG (Karl-Heinz Grasser) jedoch schon einmal abgeblitzt. Die Erfinder Christian Felsenreich und Klaus Hofegger teilten in einer Aussendung mit, dass die letzte Klage erfolglos war.

Worum geht es?
Das Spiel setzt sich auf satirische Weise mit großen Korruptionsfällen aus den letzten 20 Jahren in Österreich auseinander. "Das Wesen von Satire ist natürlich auch die Andeutung und Überhöhung, aber das Spiel ist niemals untergriffig oder gar menschenverachtend", so die Erfinder.

Bis zum Obersten Gerichtshof ging die erste Klage damals, dieser hat der Argumentation der Erfinder damals recht gegeben. Die Beschäftigung mit Personen des öffentlichen Lebens wie Politikern falle unter das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf künstlerische Freiheit.

Die Richter sagten damals: "Personen des öffentlichen Lebens, die nicht auf die gleiche Weise Anspruch auf einen Schutz ihres Privatlebens erheben können wie der Öffentlichkeit unbekannte Privatpersonen". Die Beschäftigung mit Personen in wesentlichen Positionen der Politik (Finanzminister) sei für eine funktionierende Zivilgesellschaft nowendig, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf künstlerische Freiheit seien schützenswert.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • i bin a wunda am 06.12.2017 03:38 Report Diesen Beitrag melden

    es gilt ja die unschuldsvermutung

    aber wohnungen im wert einer milliarde euro zu "privatisieren" (stehlen) und billigst an freunderl zu verhökern, schmiergelder kassieren, provisionen, scheinfirmen auf zypern, konten in liechtenstein, massiver steuerbetrug, geldwäsche.... sind ja alles kinkerlitzchen. erdogans anwalt wird er brauchen. was ist eigentlich mit dem propellerheini? seit er nicht mehr im nationalrat sitzt lässt er sich nur noch orden umhängen und abfeiern. es kann doch nicht sein daß er die erde verläßt ohne je wirklich belangt worden zu sein. doch der rechtswähler hält "sozialbetrug" für relevant.

Die neusten Leser-Kommentare

  • i bin a wunda am 06.12.2017 03:38 Report Diesen Beitrag melden

    es gilt ja die unschuldsvermutung

    aber wohnungen im wert einer milliarde euro zu "privatisieren" (stehlen) und billigst an freunderl zu verhökern, schmiergelder kassieren, provisionen, scheinfirmen auf zypern, konten in liechtenstein, massiver steuerbetrug, geldwäsche.... sind ja alles kinkerlitzchen. erdogans anwalt wird er brauchen. was ist eigentlich mit dem propellerheini? seit er nicht mehr im nationalrat sitzt lässt er sich nur noch orden umhängen und abfeiern. es kann doch nicht sein daß er die erde verläßt ohne je wirklich belangt worden zu sein. doch der rechtswähler hält "sozialbetrug" für relevant.