Protestbrief

17. Mai 2018 10:16; Akt: 17.05.2018 10:57 Print

Kindergeld-Kürzung: Aufstand der Diplomaten

Die Kürzung der Kinderbeihilfe für im Ausland lebende Kinder betrifft auch die Diplomaten - die wollen sich das aber nicht so einfach gefallen lassen.

Österreichs Außenministerin Karin Kneissl sieht sich mit Protesten ihrer Diplomaten konfrontiert. (Bild: picturedesk.com)

Österreichs Außenministerin Karin Kneissl sieht sich mit Protesten ihrer Diplomaten konfrontiert. (Bild: picturedesk.com)

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Mit einem scharfen Protestbrief an Außenministerin Karin Kneissl proben die Diplomaten den Aufstand: Adalbert Bicserdy, Chef des (schwarzen) Dienststellen-Ausschusses, befürchtet laut "Kleiner Zeitung" "massive Verschlechterungen", sollte die Kinderbeihilfe gekürzt werden. Und weiter: "Die Mobilität und Rotation der Diplomaten würde wohl zusammenbrechen." Vor allem Außenministerin Karin Kneissl wird kritisiert: Sie habe sich nicht um die Anliegen der Diplomaten gekümmert.

"Bis zu 50.000 Euro jährlich weniger"

Der Zorn der Botschafter und Gesandten ist groß. Zwar werden Diplomaten im Ausland laut Bundesabgabenordnung wie Inlandsbeamte behandelt - aber mit der Indexierung der Familienbeihilfe soll laut "Kleine Zeitung" auch die Bundesabgabenordnung mit Jahresende wegfallen - und damit alle Zusatzleistungen. Auch die Familienbeihilfe.
In dem Schreiben von Bicserdy heißt es, dass ein "entsandter Bediensteter mit zwei Kindern zwischen 25.000 und 50.000 Euro verlieren" würde.
Im Außenministerium bemüht man sich derzeit angeblich um eine Lösung des Konfliktes.

Regierung erwartet sich Millioneneinsparung

Mit der Kürzung der Familienbeihilfe erwartet sich die Regierung jährliche Einsparungen von 114 Millionen Euro. Für ein Kind, das in Ungarn lebt, gibt es beispielsweise künftig statt 172,4 nur noch 93,61 Euro pro Monat - immerhin ein Minus von 78,79 Euro. In Griechenland macht das Minus pro Kind 35,86 Euro aus.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Xaver meint am 17.05.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Botschafter und Gesandte

    Gerade diese Typen, welche wie Maden im Speck leben wollen darauf nicht verzichten, die sollen von ihren Ländern bezahlt werden, warum vom österreichischen Steuerzahler ?

    einklappen einklappen
  • Luzifer van AUstria am 17.05.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    "Bis zu 50.000 Euro jährlich weniger"

    Bei 2 Kindern, welche angeblich bisher nur 344,4 Euronen pro Monat bekamen, kann diese Rechnung wohl schwer stimmen ! Die armen Diplomaten verdienen wohl zuwenig und wollen sich ihr üppiges Körbergeld weiterhin sichern ? Hoffentlich bleibt die Regierung in dem Fall hart, denn alles andere wäre extrem ungerecht allen anderen gegenüber, die Steuern und Abgaben bezahlen !

  • Reinhard am 17.05.2018 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Und genau die

    armen Diplomaten müssen sich aufregen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anja am 17.05.2018 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kindergeld gehört reformiert

    Ab einem bestimmten Einkommen sollte kein Kindergeld mehr ausgezahlt werden und mit dem Geld sollen dann lieber wirklich armutsgefährdete Eltern im Land unterstützt werden.

  • patrioteautriche am 17.05.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Kopfschüttel

    Wenn ich ein Diplomat wäre,würde ich mich jetzt schämen. Haben die,die Realität verloren?

  • Susu am 17.05.2018 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armutsgefährdung bei Diplomaten

    Arme Diplomaten, können sich jetzt kaum mehr etwas leisten. Vielleicht sollten wir einen Spendenaufruf starten! Wie hoch ist die Kinderbeihilfe für Diplomatenkinder?

    • Josef am 17.05.2018 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      Spenden Aufruf

      Der war gut bekommen kinderbeihilfe bis 40 gggg und regen sich auf

    einklappen einklappen
  • fuhrinat am 17.05.2018 15:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diplomaten

    Man muss sparen wo es geht und wo es auch gerecht ist die Diplomaten brauchen sich überhaupt nicht beschweren

  • vallis am 17.05.2018 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gier ist was schiaches

    Die haben es gerade notwendig!