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13. Juni 2018 13:56; Akt: 13.06.2018 14:58 Print

Migration: Kurz gründet "Achse der Willigen"

Bei einem Treffen mit Horst Seehofer sprach sich Kurz für einen verstärken Schutz der EU-Außengrenze aus. Flüchtlinge sollen in Camps außerhalb untergebracht werden.

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Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) werkelt schon vor der Übernahme der Ratspräsidentschaft am 1. Juli mit anderen EU-Staaten zusammen an einem Plan, Flüchtlinge in Auffanglagern außerhalb der Union unterzubringen.

Nach einem Treffen mit dem deutschen Innenminister Horst Seehofer (CSU) präsentierten die beiden Konservativen ihren "Masterplan". Ein Punkt der Erklärung: Die Innenminister Deutschlands, Österreichs und Italiens sollen sich in Asylfragen in Zukunft stärker abstimmen – eine "Achse der Willigen", wie der Bundeskanzler es nannte. Details, wie dies genau aussehen solle, blieben die beiden Spitzenpolitiker aber schuldig.

Seehofer wolle dafür helfen, die EU-Außengrenzen besser zu schützen und damit die Binnenkontrollen überflüssig machen. Der CSU-Minister liegt allerdings derzeit im Clinch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die eine gesamteuropäische Lösung anstrebt und sich gegen nationale Maßnahmen ausgesprochen hat.

Der Forderung nach einem verstärkten Schutz an den EU-Außengrenzen rennt Seehofer bei der türkis-blauen Regierung offene Türen ein. Kurz hat sich schon lange vor der Wahl die Themen Grenzschutz und Asylpolitik an die Fahnen geheftet.

Eine der Maßnahmen im Zuge dieser Pläne ist auch die Errichtung von Flüchtlingslagern außerhalb der Europäischen Union. "Ja, es gibt Bestrebungen, dass wir Schutzzentren außerhalb Europas schaffen, wo wir Flüchtlinge unterbringen können, wo wir Schutz bieten können, aber gleichzeitig nicht das bessere Leben in Mitteleuropa", so der ÖVP-Chef gegenüber dem "ORF". Wo genau diese Lager entstehen sollen, ist ebenfalls offen.

Medial oft kolportiert wurde Albanien, doch dies wollte Kurz weder bestätigen noch dementieren: "Wir werden sehen".

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tschurtle67 am 13.06.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Migration: Kurz gründet "Achse der Willigen"

    die Armut steigt in Europa und die Zuwanderer werden immer reicher und schicken alles in die Heimat danke EU

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  • Kritischer Geist am 13.06.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    leider ...

    Leider hat die Achse der UNWILLIGEN immer noch die Medien auf ihrer Seite, die weitgehend immer noch nicht die Größe haben, ihren Faible für die Willkommenskultur zu hinterfragen. Und wer die Medien auf seiner Seite hat, sitzt am längeren Hebel. Selbst dann, wenn man keine demokratischen Mehrheiten hinter sich hat. Gerade in Sachen Zuwanderung zeigt sich das seit Jahrzehnten.

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  • ÖsterreicherInn am 13.06.2018 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    auf eine Pipsi Insel irgendwo

    Aufnahme und Prüfung sowie Gefängnisse auch gleich auf eine Pipsi Insel irgendwo - rasch reisen diese Ströme ab.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Das ist mal am 16.06.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    eine Ansage ;)

    Italien will nicht länger Komplize im illegalen Einwanderungsgeschäft sein, sagt Innenminister Salvini. Er kündigt an, zwei weiteren Rettungsschiffen mit Flüchtlingen an Bord die Einfahrt in seine Häfen zu verweigern.

  • Grüne Verweigerer am 15.06.2018 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Seehofer und Kurz und Rom

    Die Retter der EU. Da wird es sogar millionenfach Dank der EU Bürger geben, wenn Merkel endlich abmontiert wird.

  • kaifoon am 15.06.2018 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Ärger der Deutschen Moralisten

    gestern meinte die dt.ministerpräsidentin von rheinland-pflaz malu dreyer in einer tv diskussion über asylfragen, es gruselt sie wenn sie die namen kurz und orban hört. so eine frechheit muß man erst einmal von sich geben und das von einer frau die in kandel gegendemonstrationen mit der antifa gegen die demonstrierenden frauen organisiert hat. unverschämt und dreist sind die politiker im merkelland

  • Hard Left am 14.06.2018 20:26 Report Diesen Beitrag melden

    wer keine wichtigeren Sorgen hat als

    seinen Hass auf die Fremden und seine "Heimat" (die er verdreckt, vergiftet und zerstört), der hat zu viel Geld und sollte mehr Steuern bezahlen.

  • HUBERT Huber am 14.06.2018 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Was will der Asselborn? Luxemburg ist null betroffen von den Asylantenströmen, aber er redet gescheit daher und ist gegen alle Maßnahmen - den sollte man so bewerten, wie die Bedeutung des Ministaats, der nur die Rosinen aus der EU herauspickt...