In Türkei inhaftiert

12. September 2018 12:04; Akt: 12.09.2018 13:11 Print

Kurz und Kneissl fordern Freiheit für Journalisten

Nach der Inhaftiertung des österreichischen Journalisten Max Zirngast in der Türkei fordern Kanzler und Außenministerin dessen sofortige Freilassung.

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Der Politikwissenschafter und Journalist Max Zirngast wurde diese Woche in der Türkei in Haft genommen. Laut einem Magazin, für das er als Journalist tätig war, erheben die türkischen Behörden den Vorwurf der Terror-Komplizenschaft.

Zirngast hatte kritisch über das Verhältnis zwischen der Türkei und der PKK sowie die türkische Opposition geschrieben. Sowohl Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als auch Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) forderten am Dienstagabend bzw. Mittwoch die sofortige Aufklärung der Vorwürfe gegen den Österreicher und dessen umgehende Freilassung.

"Österreich steht bedingungslos zur Presse- und Meinungsfreiheit", teilten Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal und Kneissl auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.
Zuvor hatten bereits der Österreichische Journalisten-Club und die Journalisten-Gewerkschaft GPA gegen die Inhaftierung des Österreichers protestiert. Das Magazin "re:volt" hatte am Dienstag von der Festnahme Zirngasts berichtet.

Repressalien gegen Journalisten und Opposition

Seit dem Putschversuch von 2016 geht die AKP-Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan zusehends autoritärer gegen unliebsame Medien und Oppositionelle vor. Immer wieder werden seitdem vor allem kurdische Oppositionspolitiker und einheimische wie ausländische Journalisten unter dem Vorwurf der Komplizenschaft mit einer Terrororganisation monatelang inhaftiert.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.D. am 12.09.2018 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ja nicht in die EU

    Lasst die Türkei auf KEINEN Fall in die EU! Wer nicht Erdowahns Meinung ist, wird eingesperrt. Ich bin froh, in einem Land leben zu dürfen, wo ich meine Meinung laut sagen darf.

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  • myopinion am 12.09.2018 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Forderung der Freilassung

    Wohl kaum, wird es Erdogan interessieren, was Kneissl und Kurz fordern, da Österreich, als Land zu klein und unbedeutend ist. Vielleicht gibt es aber eine Möglichkeit legale Sanktionen gegen die Türkei zu ergreifen. z.B Einreiseverbot für türkische Staatsbürger nach Österreich, solange bis er freigelassen wird.

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  • Paul am 12.09.2018 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bin gespannt

    Wenn es die Regierung ernst meint muss sie sofort eine Reise Warnung für die Türkei erlassen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Psycho am 15.09.2018 03:45 Report Diesen Beitrag melden

    Langweilig

    Selber Schuld. Was macht er auch in diesem nichtsnutzigen Land.

  • nau JOO am 13.09.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    wäre gscheiter gewesen

    sie hätte den bosporus-mufti zur hochzeit eingeladen, vielleicht würde er den zirngast früher freilassen. aber vorerst unterschreiben wir wieder etliche verträge mit dem ungustl und betteln darum, dass unsere staatsbürger wieder frei kommen. was andere können unsere tollen politiker eh nicht.

  • Gikosch am 13.09.2018 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eh klar

    Das wird den Erdogan aber interessieren, was unsere Maxln wollen

  • Hugo am 13.09.2018 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    sozialistische Wahrheit

    ... und gleichzeitig wird eine Frau zu Haft verurteilt, weil sie auf Moslems schimpft. Ach ja, und Österreich wird kontrolliert ob wir lieb zu Flüchtlingen sind. Sozialistische Wahrheit.

  • Penelope am 12.09.2018 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Diesen Denis Yücel, der vor allem mit Aussagen wie (Zitat) "Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite." aufgefallen ist, hättens gerne im türkischen Gefängnis behalten können.