In der Medizin

12. Februar 2018 09:28; Akt: 12.02.2018 10:14 Print

Liste Pilz fordert Cannabis-Freigabe

Peter Kolba von der Liste Pilz will Cannabis aus der Illegalität holen und als Schmerzmittel zugänglich machen.

Der Klubchef der Liste Pilz, Peter Kolba, will eine Liberalisierung von Cannabis in Österreich. (Bild: picturedesk.com/APA)

Der Klubchef der Liste Pilz, Peter Kolba, will eine Liberalisierung von Cannabis in Österreich. (Bild: picturedesk.com/APA)

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Peter Kolba, Klubobmann und Gesundheitssprecher der Liste Pilz, fordert eine Liberalisierung von Cannabis im medizinischen Bereich.

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In einer Aussendung am Montag bezieht sich Kolba auf eine Studie der amerikanischen Akademie der Wissenschaften aus dem Jahr 2017. Demnach soll Cannabis bei Multipler Sklerose, bei Übelkeit und Appetitverlust bei Chemotherapien und neuropathischen Schmerzen helfen.

Falsche Einordnung?

Die Einstufung in der UN-Drogenkonvention von 1961, in der Cannabis als genauso gefährlich wie Heroin oder Kokain geführt wird, entspreche nicht der Realität. Die WHO werde im Juni 2018 erneut beraten, ob Cannabis nicht besonders geregelt werden könnte.

Kolba führt auch Deutschland als Beispiel an. Dort wurde Cannabis 2017 in der Medizin liberalisiert. Über ärztliche Verordnung können Patienten über Apotheken auch Blüten der Pflanze beziehen.

In Österreich teuer

In Österreich ist der Besitz von Cannabisblüten kriminalisiert. Legal kann man verschiedene Tropfen mit THC (Dronabinol, Savitex, Nabilon) und/oder CBD kaufen. Voraussetzung: Vorliegen eines teuren Suchtgiftrezeptes. Laut Kolba kann eine Monatsration 800 Euro kosten.

"Die Zugänglichkeit zu Cannabismedizin ist durch die hohen Preise eingeschränkt. Zwar übernimmt in manchen Fällen die Krankenkasse die Kosten, doch das ist regional und von Chefarzt zu Chefarzt unterschiedlich. Daher brauchen wir eine rasche Liberalisierung des Einsatzes von Blüten. Auf ärztliches Rezept und über Apotheken abgegeben", fordert Kolba. "Wir sind es hunderttausenden Schmerzpatienten schuldig, rasch eine leistbare Behandlung mit Cannabis zu ermöglichen."

"Ich sehe hier keine ideologisch festgefahrene Position und hoffe, die Regierungsparteien auf einer Enquete im Juni 2018 von einer raschen Reform überzeugen zu können", kündigt Kolba Aktivitäten der Liste Pilz an. "Schmerzreduktion ohne besondere Nebenwirkungen muss zugelassen werden."

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • j.l. am 12.02.2018 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    weg mit dem hexenjägergesetz

    mein leumundszeugnis wäre einwandfrei wäre hanf so legal wie die droge alkohol und nikotin und ich könnte einen beruf ausüben der mir auch gefällt, so bleib ich eben noch länger zuhause bis eben was pasendes kommt aber das ist eben viel schwerer zu finden

  • charito am 12.02.2018 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar oder chutzpe?

    27% dagegen bedeutet das 27% hinter dem Mond leben und 60000 Alkohol Tode akzeptieren im Namen der Tradition und Kultur aber das unbescholtene Bürger wegen Cannabis kriminalisiert werden scheren sie sich nicht. Wenn jemand im Suff Frau und Kind schlägt stehen diese 27 % auf deren Seite?

  • Ing. Martin Streihamer am 13.02.2018 06:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bin selbst Schmerzpatient

    Leute bin selbst schmertpatient und nehme Dronabinol Berauschung gleich Mull. Kasse zahlt es mir nicht.Eines kann ich euch sagen ich wünsche es niemanden aber wenn ihr Chronisch krank werdet die Super Schulmedizin nicht oder nur wenig hilft oder gar die Nebenwirkungen zu groß sind, ijr werdet auf Knien betteln ein Mittel uu bekommen das euch das Leben wieder lebenswert zu haben. INFORMIERT euch mal über das Thema genauer als gleich mal nein zu sagen. Und so nebenbei unabhängig vom medizinischen der Mensch ja sogar die Tiere wollen sich schon seit es sie gibt mit was berauschen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Joseph am 15.02.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Es wird zeit fr eine Legalisierung von Cannabis in Österreich!

  • Nil am 14.02.2018 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Grünling kommt selten allein (Cannabis)

    Die Grünen sind anscheinend alle eingeraucht. Wollen das normale Rauchen verbitten, aber Cannabis was man auch Raucht erlauben. Ich bitte einen Grünling mir diese Logik zu erklären. Lustiges Volk die Grünlinge, gehörten unter Artenschutz gestellt bevor es keine mehr gibt, da sie fest und wie man sieht erfolgreich arbeiten sich selber auszurotten.

  • Ing. Martin Streihamer am 13.02.2018 06:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bin selbst Schmerzpatient

    Leute bin selbst schmertpatient und nehme Dronabinol Berauschung gleich Mull. Kasse zahlt es mir nicht.Eines kann ich euch sagen ich wünsche es niemanden aber wenn ihr Chronisch krank werdet die Super Schulmedizin nicht oder nur wenig hilft oder gar die Nebenwirkungen zu groß sind, ijr werdet auf Knien betteln ein Mittel uu bekommen das euch das Leben wieder lebenswert zu haben. INFORMIERT euch mal über das Thema genauer als gleich mal nein zu sagen. Und so nebenbei unabhängig vom medizinischen der Mensch ja sogar die Tiere wollen sich schon seit es sie gibt mit was berauschen.

  • charito am 12.02.2018 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar oder chutzpe?

    27% dagegen bedeutet das 27% hinter dem Mond leben und 60000 Alkohol Tode akzeptieren im Namen der Tradition und Kultur aber das unbescholtene Bürger wegen Cannabis kriminalisiert werden scheren sie sich nicht. Wenn jemand im Suff Frau und Kind schlägt stehen diese 27 % auf deren Seite?

  • j.l. am 12.02.2018 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    weg mit dem hexenjägergesetz

    mein leumundszeugnis wäre einwandfrei wäre hanf so legal wie die droge alkohol und nikotin und ich könnte einen beruf ausüben der mir auch gefällt, so bleib ich eben noch länger zuhause bis eben was pasendes kommt aber das ist eben viel schwerer zu finden