Seine Deals

02. Juli 2012 09:50; Akt: 11.10.2012 09:18 Print

Mensdorff-Pouilly - der Graf, der alles darf

Fast kein Tag vergeht ohne neue Vorwürfe gegen Alfons Mensdorff- Pouilly. Jüngste Enthüllung: Laut Profil soll er 138.000 Euro von "Eurocopter" kassiert haben - jener Firma, die 2007 Helikopter an die Republik lieferte.

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Fast kein Tag vergeht ohne neue Vorwürfe gegen Jüngste Enthüllung: Laut Profil soll er 138.000 Euro von "Eurocopter" kassiert haben - jener Firma, die 2007 Helikopter an die Republik lieferte.

Damit ist die Liste an umstrittenen Deals wieder länger. Laut einer aktuellen Karmasin-Umfrage für Profil rechnen aber nur 41 Prozent der Österreicher damit, dass Mensdorff-Pouilly, für den die Unschuldsvermutung gilt, jemals verurteilt wird. Die Mehrheit glaubt: Er ist der Graf, der alles darf!

Heute zeigt, bei welchen Deals "Graf Lobby" dabei war …


  • Eurocopter-Kauf


Die Tochterfirma des Eurofighter-Herstellers EADS, Eurocopter, hat laut „Profil“ 138.000  an Mensdorff bezahlt. 2007 bestellte das ÖVP-geführte Innenministerium acht Helikopter. Das Ministerium betont, alles sei korrekt gelaufen.


  • Grippemasken-Deal


In der Amtszeit von Mensdorffs Gattin, Ex-Gesundheits-Ministerin Maria Rauch- Kallat, wurden Millionen Grippemasken bei der Firma Dräger bestellt. Die schiefe Optik: Auch der Graf stand auf der Gehaltsliste des Unternehmens. Beide dementieren Zusammenhänge.


  •  Blaulicht , Telekom


Ein Hauptthema im U-Ausschuss: dubiose Zahlungen des Elektronik-Riesen Motorola über 2,2 Mio.  an Mensdorff im Zuge der Vergabe des Blaulichtfunks. Die Telekom soll zudem 1,1 Mio.  bezahlt und Jagdausflüge geordert haben. Im Ausschuss schwieg der Graf dazu.


  • Waffen-Lobbying


Hat Mensdorff- Pouilly mit Scheinverträgen 12,6 Mio.  aus dem Rüstungskonzern BAE abgezogen, um damit Waffengeschäfte zu beeinflussen? Im Herbst erwartet ihn ein Prozess wegen des Eurofighter-Lobbyings. Der Vorwurf: Geldwäsche.


  • Weitere Vorwürfe


Weitere Geschäfte, in die Mensdorff angeblich verwickelt war und zu denen es Vorwürfe gab: Im Zuge des Kaufs des rumänischen Erdölkonzerns Petrom durch die OMV wurde der Name des Lobbyisten genannt. Auch in der Siemens-Schmiergeldaffäre prüften die Behörden Spuren zu Mensdorff.

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