Antonsplatz in Wien

14. Juni 2018 12:24; Akt: 14.06.2018 16:02 Print

Geschlossene Moschee in Favoriten sperrt wieder auf

Eine geschlossene Moschee am Wiener Antonsplatz öffnete am Mittwoch als Verein wieder ihre Pforten. Noch ist unklar, ob dieses Manöver rechtlich bestehen kann.

Die als Verein angemeldete

Die als Verein angemeldete "Alperen-Moschee" am Wiener Antonsplatz. (Bild: Denise Auer)

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Vergangene Woche war die Moschee am Antonsplatz in Wien Favoriten wegen „illegalen Betriebs“ geschlossen worden. Die Begründung des zuständigen Kultusamtes: Der notwendige Akt der formalen Moscheengemeindegründung habe gefehlt.

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Diesen Akt ließ IGGÖ-Vizepräsident jetzt nachreichen, ein entsprechendes, von ihm persöhnlich unterzeichnetes Dokument liegt seit Dienstag im Büro vom Leiter des Kultusamtes, Gernot Blümel (VP), auf. Aus dem Kultusamt heißt es auf Nachfrage von „Heute“, dass es eine Öffnung der Moschee damit aber noch keineswegs „rechtskonform“ wäre.

Die Begründung: IGGÖ-Präsident Olgun selbst hätte unterschreiben müssen, ohne dessen Unterschrift „gibt es auch keine Moschee am Antonsplatz“, so eine Sprecherin des Kultusamtes in aller Deutlichkeit zu "Heute".

Leserreporterin fotografiert die erneute "Moscheen"-Öffnung

Am Mittwochabend fiel einer aufmerksam „Heute“-Leserin dann aber auf, dass die Moschee, inzwischen mit neuen Schildern ausgestattet, aber ansonsten unverändert, ihren Betrieb wieder aufgenommen hat. Der Hintergrund: Die Moscheengemeinde wurde jetzt als Verein „getarnt“. Der neue Verein betitelt sich selbst wiederum erneut als „Alperen-Moschee“ und das, obwohl es hier laut Kultusamt keine Moschee geben dürfe.

Kultusamt sieht Ball beim Innenministerium

Das Kultusamt hat jetzt das Innenministerium informiert, dieses verweist wiederum an die Landespolizeidirektion Wien. Diesem obliege jetzt die Vereinsprüfung und gegebenenfalls auch die Auflösung des neuen Vereins, sofern die nötigen Auflösungsgründe vorliegen würden.

Ein Sprecher des Innenministerium gibt zu bedenken: "Prinzipiell ist gegen eine Vereinsgründung nichts einzuwenden, jetzt gilt es aber zu prüfen, ob damit ein gültiges Gesetz umgangen werden sollte. Wenn sich dies bewahrheiten sollte, dann könnte der Verein eventuell tatsächlich wieder durch die Landespolizeidirektion Wien aufgelöst werden." IGGÖ war bislang für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mimimiiiii am 14.06.2018 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist schwer daran?

    Schließen, Verein auflösen, Gebäude umwidmen. Keine derartigen Vereine mehr gründen lassen. Ende Gelände

  • e.e. am 14.06.2018 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Maßnahmen?

    Kann in Österreich ein jeder machen was er will?

    einklappen einklappen
  • Silvia am 14.06.2018 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Weltmeister

    Im Betrügen und Erschleichen von Hilfsgeldern und Förderungen sind sie Weltmeister.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • mustafa bumsti am 16.06.2018 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    ... was zu erwarten war

    und genauso werden alle anderen geschlossenen 'gebetshäuseln' wieder aufgemacht, WETTEN ??

  • Sandra am 16.06.2018 06:34 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr

    Das ist ein Witz Österreich wird von den Politiker kaputt gemacht !wir Frauen haben Angst aleine rauszugehen! Wir haben Angst um unsere Kinder,wenn ich das Geld hätte würde ich meine Familie zusammen backen und weg von Österreich!!!es wird alles schlimmer als besser und die Politiker machen nur leere Versprechungen!!

  • Wiggal am 15.06.2018 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nix besser

    Diese Bundesregierung ist auch nicht besser als alle anderen!

  • hari.e am 15.06.2018 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    herr

    Schaut so aus als wäre alles nur eine Fake-Show, wie erbärmlich.

  • Geri o.Z. am 15.06.2018 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Land der Berge und Vereine .... Heimat bist du der

    War zu erwarten. Alle anderen werden folgen und von den Imamen wird kein einziger das Land verlassen. Die werden dann zu Verwaltern von den "Vereinen". Da sieht man wie machtlos der Staat bei so einer kleinen Aktion schon ist. Nicht auszudenken was passieren wird wenn es in nicht mehr all ferner Zukunft zu größeren Problemen kommen wird.