Internationaler Aufschrei

12. Januar 2018 08:53; Akt: 12.01.2018 09:47 Print

Nach Kickl-Sager: Kurz in Paris gegen Medien-Echo

Der Antrittsbesuch von Bundeskanzler Kurz bei Präsident Macron steht nicht nur durch Kickls "Konzentriert"-Sager unter schwierigen Vorzeichen.

(v.l.) Der französische Präsident Emmanuel Macron, BP Alexander van der Bellen und Außenminister Sebastian Kurz im Rahmen einer Sitzung der UNO-Generalversammlung in New York im September 2017. (Bild: picturedesk.com)

(v.l.) Der französische Präsident Emmanuel Macron, BP Alexander van der Bellen und Außenminister Sebastian Kurz im Rahmen einer Sitzung der UNO-Generalversammlung in New York im September 2017. (Bild: picturedesk.com)

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Wenn der Bundeskanzler eines kleinen Landes, wie Österreich, den Präsidenten des zweitgrößten Landes der EU besucht, interessiert das in Frankreich vielleicht Wenige.

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Nicht so beim Besuch von Sebastian Kurz, der am heutigen Freitag am Programm steht. Seine Regierungszusammenarbeit mit der FPÖ wurde auch in Paris skeptisch beobachtet. Auch Kickls "Konzentriert"-Sager wird Thema sein.

Frankreich FPÖ-kritisch
Bei der Erstauflage von Schwarz-Blau im Jahr 2000 war Frankreich eines der EU-Länder, das sich am heftigsten für Sanktionen gegen Österreich ausgesprochen hat. So weit ist man diesmal nicht, aber die Neuauflage der ÖVP-FPÖ-Zusammenarbeit wird mit Sorge beobachtet.

Die Franzosen fürchten eine Banalisierung der extremen Rechten und auch dass gerade Schlüsselpositionen wie Außen-, Innen- und Verteidigungsministerium allesamt an die Freiheitlichen gegangen sind, ist für viele unverständlich.

Offizielle Position
Die offizielle Position Frankreichs ist dennoch weit weg von einer Entrüstungswelle, die Wahl der Österreicher ist zu respektieren, so der Tenor. Eine erhöhte Wachsamkeit lässt man sich aber nicht nehmen.

Kickl-Sager wird Thema
Da hilft auch die Wortwahl von Innenminister Herbert Kickl nicht, der auch in internationalen Medien hohe Wellen geschlagen hat. Er hatte am Donnerstag davon gesprochen, Flüchtlinge in Zentren "konzentrieren" zu wollen. Lesen Sie hier das gesamte Zitat im Wortlaut.

Der umstrittene Sager wird wohl auch bei der Pressekonferenz, die Emmanuel Macron und Sebastian Kurz nach ihrem Treffen gemeinsam geben wollen, Thema sein.

So verbringt Kurz seine Zeit in Paris
Kurz beginnt seinen Besuch in der französischen Hauptstadt mit einem Frühstück in der österreichischen Botschaft. Kurz nach Mittag trifft er im Elysée-Palast bei Emmanuel Macron ein. Ab 14 Uhr ist ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Kurz und dem französischen Präsidenten geplant.

Am Nachmittag, um 15 Uhr, werden die beiden gemeinsam vor die Presse treten. Dann fliegt Kurz wieder zurück nach Wien.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Suzeh am 12.01.2018 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchelei

    Die Franzosen konzentrieren schon seit Jahren in Banlieus. Man darf das Kind auch beim Namen nennen.

  • Max Mustermann am 12.01.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Konzentrierter linker Schwachsinn

    Das wird sicher ein schöner Tag. Allerdings überschattet von linkem Schwachsinn. Jetzt darf man das Wort "konzentriert" nicht mehr sagen - weil manche es genau in die Richtung auslegen wollen, wie es ihnen politisch genehm ist. Wie wäre es, wenn man sich mal ein wenig mit Linguistik beschäftigt, anstatt mit Trillerpfeiferln und Transparenten die Innenstadt lahm zu legen!?

  • AuchneMeinung am 12.01.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hollands kleiner

    Möchtegerne-Napoleon-Marionette soll sich um die Probleme der Franzosen/ösinnen kümmern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Linkswähler am 14.01.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Kurz zum Mond.

    Kurz hat genug von den Witzen, die in Österreich gemacht werden. Keine Ideenschmide-Kickl-Witze, keine "Menschen-halten-Kickl"witze, keine "lasst ihn beginnen zu arbeiten, er ist schon 5 Jahre in der Regierung" Witze, darum ist er nach Frankreich gefahren. Keine Arbeitslose-Enteignungs.Witze, daher ist er nach Frankreich gefahren. Er hätte woanders hin fliehen sollen

  • Sepp am 12.01.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Künstliche Aufregung

    Ich versteh die Aufregung nicht. Das uns diese Wirtschaftsflüchtlinge überrennen ist ja nicht die Schuld vom Kickl sondern die von der Merkl und unserer vorigen Regierung.

  • AuchneMeinung am 12.01.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hollands kleiner

    Möchtegerne-Napoleon-Marionette soll sich um die Probleme der Franzosen/ösinnen kümmern.

  • Suzeh am 12.01.2018 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchelei

    Die Franzosen konzentrieren schon seit Jahren in Banlieus. Man darf das Kind auch beim Namen nennen.

  • Max Mustermann am 12.01.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Konzentrierter linker Schwachsinn

    Das wird sicher ein schöner Tag. Allerdings überschattet von linkem Schwachsinn. Jetzt darf man das Wort "konzentriert" nicht mehr sagen - weil manche es genau in die Richtung auslegen wollen, wie es ihnen politisch genehm ist. Wie wäre es, wenn man sich mal ein wenig mit Linguistik beschäftigt, anstatt mit Trillerpfeiferln und Transparenten die Innenstadt lahm zu legen!?