"Frage der Woche"

06. August 2018 06:00; Akt: 05.08.2018 14:44 Print

Nur zwei Prozent reichen 150 Euro zum Leben

Ohne Wohnkosten reichen 150 € im Monat: Damit hat sich Sozialministerin Hartinger (FP) in die Nesseln gesetzt. Nur 2 % der Österreicher stimmen ihr zu.

"Frage der Woche": Wie hoch ist die finanzielle Untergrenze, um im Monat in Österreich leben zu können? (Bild: zVg)

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Es ist der wohl umstrittenste Sager des Sommers, mit dem die Sozialministerin seit Tagen die Medien dominiert. Von allen Seiten hagelte es Kritik. Beate Hartinger-Klein hatte gemeint, dass man mit 150 Euro im Monat auskomme, wenn man fürs Wohnen nichts bezahlt.

Auch das Urteil der Bevölkerung ist eindeutig: Gerade einmal zwei Prozent der Österreicher geben die finanzielle Untergrenze ohne Ausgaben für Miete und Betriebskosten laut Exklusivumfrage von „Unique Research“ für „Heute“ (500 online Befragte, max. Schwankungsbreite +/– 4,4 %) mit 150 Euro an.

Für 7 Prozent wären 151 bis 250 Euro genug. 45 Prozent glauben, dass man mit 251 bis maximal 500 Euro auskommt.
14 Prozent wiederum geben 501 bis 750 Euro als Minimum an, weitere 10 Prozent beziffern die Untergrenze mit 751 bis 1.000 Euro. 3 Prozent der Befragten legten die Latte sogar auf mehr als 1.000 Euro. Der statistische Mittelwert liegt damit bei exakt 519 Euro.

Junge benötigen weniger Geld als Alte
Unterschiede gibt es zwischen den Altersgruppen: 16- bis 29-Jährige nannten im Schnitt 448 Euro, 30- bis 49-Jährige 570 Euro und Über-50-Jährige 507 Euro. Auch besteht ein Stadt-Land-Gefälle. In Gemeinden bis 5.000 Einwohner ergab sich ein Mittelwert von 478 Euro. In urbanen Gemeinden ab 5.000 Einwohner liegt er mit 544 Euro höher.
Wähler der beiden Regierungsparteien gaben übrigens niedrigere Werte an als jene der SPÖ.

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(bob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ludmilla am 06.08.2018 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Mutter bekommt 660 Pension.

    Und muss davon auch noch die Miete bezahlen. Ohne Hilfe der Kinder würde sie nicht überleben. Wieso bekommen dann andere eine Wohnung, gratis Öffis und vieles mehr und obendrein noch 150 Euro geschenkt?

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  • Erik am 06.08.2018 07:13 Report Diesen Beitrag melden

    Heute nicht mehr

    Das wäre schön wenn Politiker nur 150,- im Monat bekommen würden!! Die schaffens nicht mal einen Tag, denn es ist ja unser Steuergeld das sinnlos verpulvert wird! Für die Neubewohner, Arbeitsverweigerer,Kriminaltouristen, etc.

  • Josef Gerhard M. am 06.08.2018 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    ENDLICH "normale" Gehälter für Politik

    Von mir aus gut bezahlen, 2500,- netto und aus. Niemand KANN soviel Geld brauchen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Devil666 am 09.08.2018 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versuche zu verstehen

    Das Problem ist, dass manche die Aussagen derart verdrehen, so dass es mit dem Ursprung nichts mehr gemein hat! 150 abzgl. Miete? Wie soll das gehen? Das ist nur mehr eine dumme Wortmeldung. Es geht im wesentlichen darum mit dem Geld auszukommen, wenn alle sonstigen Ausgaben vom Steuerzahler übernommen werden. Seht euch doch mal die HartzIV Doku im D an, viele haben gar keinen Bock ihrer Lage zu entfliehen!

  • Biene am 07.08.2018 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zu wenig. Nur 150 Euro.

    Dann sollte mahl die nette sozialmisterin mit 150 Euro leben. Da kann man nicht mahl die Miete zahlen oder Strom eben für die Wohnung. Und dann muss man Lebensmittel kaufen und wenn man Kinder die brauchen auch genug für Kinder Garten oder wurscht welche Schule. Bin selber Mutter.

    • Herbi am 07.08.2018 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      ohne Miete!

      Bitte genau lesen. Miete war nicht inkludiert!

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  • Michael T. am 06.08.2018 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    98% der Österreicher sind schlecht im geld sparen.

    2% stimmen zu, dass es möglich ist mit 150 + Wohnung zu überleben. Folglich ist es möglich.

  • Die 150 waren nur eine boshaft gezielte am 06.08.2018 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Erfindung des Interviewers.

    Die über die potscherte Hartinger-Klein so massiv Schockierten zerfallen im wesentlichen in zwei Teilmengen. Die einen sind die Leseunwilligen, die das ominöse Interview nicht mitbekommen haben, und das andere sind die perfiden Linken, die aus dem unbedachten Ausspruch der Ministrantin konstruieren, sie sei wirklich der Ansicht, man könne mit 150 mtl. alle Lebensbedürfnisse finanzieren, wenn das Dach über dem Kopf zur Verfügung steht. Von sich aus hat sie überhaupt nur an die Asylwerber gedacht, die aber sowieso alles und dazu noch 40 Taschengeld bekommen.

  • Elfie am 06.08.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Taschengeld

    Tolle Ministerin. Sie schlägt echt vor das Taschengeld für Asylsuchende von derzeit 40 auf 150 (!) Euro ANZUHEBEN. Das wird einen ordentlichen Pulleffekt nach sich ziehen!!1!

    • logos am 06.08.2018 23:27 Report Diesen Beitrag melden

      elfie

      Elfie, sie ist zugegebenermaßen auf die Fangfrage des Interviewers hereingefallen. Dieser Linkspropagandamacher hat die 150 ins Spiel gebracht, und HK hat dummerweise zu schnell geantwortet, statt den Fellnerich mit einer Gegenfrage auszutricksen. Pull yourself! ^^

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