"Du dummes Luder"

19. Juni 2017 16:44; Akt: 19.06.2017 17:45 Print

Obszöner Hassbrief für Claudia Gamon (NEOS)

NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon sprach im Parlament über Verhütung. Dann kam ein äußerst unanständiger Hassbrief.

Claudia Gamon (NEOS) bekam einen äußerst expliziten Hassbrief. (Bild: picturedesk.com)

Claudia Gamon (NEOS) bekam einen äußerst expliziten Hassbrief. (Bild: picturedesk.com)

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Claudia Gamon sprach sich im Parlament zuletzt für mehr Information und einen leichteren Zugang zu hormonellen und nicht-hormonellen Verhütungsmitteln aus. Eine verbesserte sexuelle Aufklärung sei wesentlich für die Selbstbestimmung junger Frauen über den eigenen Körper.

Das kam offenbar nicht bei jedem gut an. Ein besonders obszöner Hassbrief erreichte die NEOS-Abgeordnete diese Woche per Post. Gamon postete den Text am Montag auf Twitter. Es beginnt harmlos, wird aber rasch haarsträubend.

Nicht nur, dass sich der Absender herausnimmt, mit Gamon "per Du" zu sein, er lässt sie auch wissen, dass sie ihre Aussagen zur Verhütung "abenteuerlich" findet.

Danach beschreibt er auf äußest vulgäre Art und Weise, wie er es mit seiner "Alten" zuhause so macht. Die Wortwahl ist unter der Gürtellinie. Zum Abschluss nennt er Gamon ein "dummes Luder" und schließt mit "freundlichen Grüßen" und seiner Unterschrift.

Auf Twitter herrscht Empörung. Einige fordern Gamon auf, diese frauenfeindlichen Aggressionen anzuzeigen. Andere empfehlen ihr, den Brief doch postwendend an die Lebensgefährtin des Absenders zurückzusenden.

Gamon selbst will dem Herrn auf jeden Fall "sachlich und ruhig" antworten.

(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schnittlauch am 20.06.2017 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    AltGenug

    Es wäre besser die Fr. Gamon referiert in Afrika über Verhütung und Aufklärung als in einem hoch entwickelten mitteleuropäischen Land. Der Brief entbehrt jeglicher Diskussion.

  • zimbo am 20.06.2017 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Dekadent

    was alles Hassbrief sein soll. Hoffentlich sind am Ende des Bürgerkrieg s wieder alle normal.

    einklappen einklappen
  • Tomcat76 am 19.06.2017 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    C'est le ton qui fait la musique.

    Man muss ja nicht zwingend einer Meinung sein. Auch wenn die Argumente der anderen Seite nicht überzeugend sind, kann diese Ansicht so stehen gelassen werden. Jede Argumentation oder auch die Kritik sollte stets Sach- und nicht Personenbezogen geäussert werden. Zudem macht ein guter Ton eine bessere Musik.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schmid am 22.06.2017 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Afrika

    Falscher Kontinent !!! Afrika 6 Kinder pro Familie ! Asien 5 ! Südamerika 4 ! Überbevölkerung...und Nahrungs so wie Wassermangel vorprogrammiert !! In jedem Land auf der Welt sollte eine Familie Max 2 Kinder kriegen !!! Der Brief ist jedoch Schwachsinn und meiner Meinung ..von einem absoluten ignoranten Dummkopf geschrieben ;) !!!!!

  • Joschi am 21.06.2017 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Mißbrauch des Wortes "Haß"

    Hassbrief?? Ich denke, die Gute sollte mal über den Tellerrand schauen; insbesondere dann, wenn selbst die "Blöd" sich eines Themas annimmt, was mittlerweile "verharmlost" wird. (Wer in FB unterwegs ist, weiß wie echte Haßkommentare aussehen; grad auch von den Göästen, die Europa übernehmen wollen)

  • Angelika. am 20.06.2017 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Patrioten

    Schlimm, dass es überhaupt zu so etwas kommen muss. Natürlich, die guten Patrioten unter den Postern mit FPÖ bzw. ÖVP Bezug spielen dass alles herunter und machen am Stammtisch Alkohol benebelt lautstark grölend ihre blöden Altherren-Witze zu dem Thema...

  • Censorship am 20.06.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Hass? Wo?

    Primitiv, ja. Vulgär, ja. Aber wo ist der Hass? Er hat sie genau EINMAL beleidigt und das nicht wirklich schlimm.. Da stand auf der Grünen Homepage schon weit schlimmeres... Und bei weitem nicht so beleidigend, wie Männer, die Frauen perse einen Handschlag verweigern (jene Leute duzen ihr Gegenüber auch immer), weil es Frauen sind, aber das sollen wir tolerieren, zumindest verlangen dies die Politiker, aber trifft es einen selbst, spielen wir den sterbenden Schwan...

  • krag jörgensen am 20.06.2017 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    hate!

    Mit dem Begriff "Hass" wird seit einigen Jahren ein übles Schindluder getrieben. Alles, was nicht Liebe ist, figuriert als "Hass". Die deutsche Sprache ist nicht allzu reich an aggressiv klingenden Wörtern, aber "Hass" ist eines der stärksten. Wie wenn man sich unversehens einer zischenden Speikobra gegenübersieht. Sogar der Gipfel des Gamonhasses, "dummes Luder", ist natürlich kein Hass, sondern eine unpassende Unmutsäußerung.

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