Zu Moscheen-Schließungen

11. Juni 2018 21:17; Akt: 11.06.2018 22:24 Print

Strache: "Das, was Erdogan sagt, ist Unsinn"

Im Puls-4-Sommergespräch ging es mit Vizekanzler Strache um die Moscheen-Schließungen, Paintball und die Wien-Wahlen.

Vizekanzler H.C. Strache beim Puls 4-Sommergespräch am 11. Juni 2018. (Bild: Puls4/Glanzl)

Vizekanzler H.C. Strache beim Puls 4-Sommergespräch am 11. Juni 2018. (Bild: Puls4/Glanzl)

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Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war am Montagabend bei Corinna Milborn beim Puls-4-Sommergespräch zu Gast. In Sachen Moscheen-Schließungen teilte er ordentlich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aus, außerdem verriet er, dass er auch heute noch Paintballspielen geht und beantwortete die Frage, ob er noch Wiener Bürgermeister werden will.

Strache noch immer Oppositionspolitiker
Dass er laut einer Umfrage für 53 Prozent der Befragten noch immer als Oppositionspolitiker am besten ist, stört Strache nicht weiter. Zwölf Jahren Oppositionsarbeit stünden nun sechs Monate als Vizekanzler gegenüber. Das werde sich mit der Zeit ändern.

Erdogan soll sich nicht einmischen
Zur aktuellen Aufregung rund um die Moscheen-Schließungen in Österreich und die Empörung des türkischen Präsidenten Erdogan sagt Strache ganz klar: "Das, was Erdogan sagt, ist Unsinn."

Die Empörung Erdogans zeige erst, wie notwendig dieser Schritt war: "Es kann doch wirklich nicht sein, dass der Präsident der Türkei glaubt, sich un unsere rechtsstaatliche Entscheidung einmischen zu können. Das zeigt schon, welche Übersteigerung der Herr auch für sich selbst sieht. Er glaubt wohl, er ist der neue Nachfolger des Sultans, der für sich Ansprüche auch außerhalb der Türkei stellen kann, wenn's um rechtsstaatliche Vorgänge geht. Da hat er selbst bei sich zuhause genug zu tun.", so Strache.

"Gehe noch immer Paintball spielen"
Auch auf das berühmt-berüchtigte Jugendfoto, auf dem Strache in Tarnkleidung im Kärntner Wald mit einer Waffe posiert, wurde er erneut angesprochen. Rechtsextreme Wehrsportübungen, sagen die einen. Harmloses Paintball-Spiel, sagt Strache.

"Ich tue das auch heute noch manchmal mit meinem Sohn. Schaue aber nach Möglichkeit, dass keine Bilder gemacht werden, weil sonst steh ich wieder in Verruf", verrät Strache.


Will nicht mehr Wiener Bürgermeister werden
Am Ende noch eine Überraschung: Strache verrät, dass er nicht mehr Wiener Bürgermeister werden will. Er wird bei der nächsten Wien-Wahl nicht als Spitzenkandidat antreten: "Ich habe es nicht vor, denn ich bin in meiner Verantwortlichkeit als Vizekanzler der österreichischen Bevölkerung seit der letzten Wahl verpflichtet", sagt Strache. Er möchte seine Aufgabe so gut erfüllen, dass er nach der nächsten Nationalratswahl auch weiter in der Regierung bleiben kann.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerhard am 11.06.2018 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Ich finde es eine Frechheit das andere Länder sich in unsere Politik einmischen. Länder die Politik und Religion mischen, sollten nur unter ihresgleichen in ihren Ländern verhandeln.

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  • Harry J. am 11.06.2018 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    Abgeschenkt

    Im Fussball würde man "abgeschenkt" sagen. Wien ist leider schon seit geraumer Zeit "abgeschenkt". In manchen Stadtvierteln respektive Bezirke bin ich als Österreicher der Ausländer. Es ist aber nicht nur die Islamisierung! Auch unsere osteuropäischen Freunde haben unser ehemals schönes Wien okkupiert. Kein Lebensmittelladen, kein gastronomisches Lokal, keine Baustelle, ist noch österreichisch geprägt. Menschen aus aller Herren Länder haben die Einheimischen Arbeitskräfte aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Die vorherrschenden Sprachen sind serbisch, rumänisch, slowakisch, ungarisch. Das ist Fakt

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  • entschleiert am 12.06.2018 00:52 Report Diesen Beitrag melden

    Persona non grata

    Interessant - Österreich unternimmt (endlich) Schritte gegen islamischen Extremismus - und wer stellt sich umgehend auf deren Seite? War da nicht vor kurzem was mit "wenn Europa nicht spurt, wird sich kein Europäer mehr sicher fühlen können" aus selbigen "hohem" Hause?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Patricia am 13.06.2018 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Respektlos

    Also ich finde es total respektlos das sich andere Länder und gerade der türkische Präsident in unser Land einmischen das geht gar nicht meiner Meinung!!!!

  • Jack am 12.06.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Erdogan ein super Politiker

    Erdogan ist ein sehr intelligenter und weitsichtiger Politiker und noch dazu ein richtiger Moslem. Sobald ihn Fremdenfeinde so sehr hassen macht er alles richtig ;)

  • Soldier am 12.06.2018 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Bald wieder Siegermächte in Österreich?

    Komisch wie sich einige Rechte hier aufspielen fühlen sich aufeinmal "mächtig",schade das die Siegermächte abgezogen sind die hätten hier bleiben sollen genauso wie noch heute in Deutschland.

    • W. P. am 14.06.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

      Etwas konfus?

      Zeitlich und örtlich nicht orientiert?

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  • Gustl am 12.06.2018 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Erdowahn

    erdogan verzapft ,egal was er sagt , immer nur unsinn , unintelligente sagen halt nur unintelligente sachen ;-)

  • pele am 12.06.2018 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    naja....

    ....es ist schon zu bedenken, dass diese undiplomatischen aussagen und taten noch schlimme folgen haben könnten. ich meine das der witzekanzler und der bubikanzler den terror nach österreich holen wird. bin föllig einverstanden, dass diesbezüglich das recht eingehalten werden muss, und die gesetze vollzogen werden sollen. aber das geht auch ruhiger und mit mehr hirn. hoffe der oberzündler der fpö richtet da keinen schaden an. weill wahnsinnige gibt es auf jeder seite. hoffe das wirklich

    • Rudolf S am 12.06.2018 11:57 Report Diesen Beitrag melden

      Problem

      Dann fragen sie einmal bei ihren rotgrünen Freunden nach warum sie diese Menschen überhaupt hereingelassen haben und dann solche Auswüchse nicht verhindert haben gottseidank wird jetzt etwas getan

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