Widerstand

24. Oktober 2017 16:40; Akt: 24.10.2017 16:57 Print

Radikale Linke rufen zum Kampf gegen FPÖ auf

Derzeit spricht alles für eine Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen Partei. Das wollen Linke nicht einfach so hinnehmen.

Radikale Linke rufen zum Kampf gegen die FPÖ auf (Bild: Grafik Heute)

Radikale Linke rufen zum Kampf gegen die FPÖ auf (Bild: Grafik Heute)

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ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat am Dienstag offiziell verkündet, dass er mit der FPÖ in Regierungsverhandlungen treten werde. Mit der freiheitlichen Partei gebe es "viele inhaltliche Überschneidungen" und einen "deutlichen Willen, etwas zu bewegen", stellte Kurz in seiner Erklärung fest.

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Dieses Statement sorgte nun bei den "Radikalen Linken" für Unmut: "Der Tag X" sei gekommen. In einer Aussendung rufen sie offen zum Kampf gegen die Freiheitliche Partei auf.

"Kritik wird auf die Straße getragen"
Besonders die "gesellschaftliche Linke" wird angesprochen, die eine "antifaschistische Haltung" annehmen soll. "Dies scheint uns der einzige Weg, um dem Rechtsruck etwas entgegenzusetzen", heißt es seitens Pressesprecherin Carla Sedlak.

Wird eine Regierung mit der FPÖ angelobt, so wird das von den "Radikalen Linken" als "Auftakt" des Widerstands verstanden. Man wolle die Kritik der österreichischen Zustände auf die Straße tragen.

Außerdem wolle man an das Jahr 2000 anknüpfen: Damals wurde ÖVP- und FPÖ-Politikern am Tag der Angelobung der Gang zur Hofburg versperrt. Dieses mal wolle man ähnlich die "unversöhnliche Ablehnung gegenüber der Partei der alten und neuen Nazis" demonstrieren.

Proteste geplant
Auch andere Organisationen kritisieren die Koalition, die ab Mittwoch verhandelt wird. Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) will in der heutigen FPÖ eine rechtere Partei als unter Jörg Haider erkennen. 21 von 51 Abgeordneten könnten Mitglieder in Burschenschaften sein, 1991 seinen es nur acht von 52 gewesen.

Christa Bauer vom Mauthausen Komitee Österreich kritisierte die regelmäßigen "Einzelfälle" in der FPÖ wie rassistische Postings in sozialen Netzwerken - mehr dazu hier.


(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tomcat76 am 24.10.2017 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Linkes Demokratieverständnis

    Würden die Rechten gegen den Wahlsieg der Linken protestieren / demonstrieren, dann würden die Linken toben was das anzeigst hält und lauthals von Demokratie reden. Aber selber halten die Linken nämlich nichts von Demokratie, ausser das Wahlergebnis entspricht dem Linken Geschmack.

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  • Michi am 24.10.2017 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten

    Sie sollen auch gleich die Rechnungsadresse nennen, welche die Kosten dafür übernimmt (Polizei-Einsätze, Vandalismus-Schäden, etc)

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  • Hubert Huber am 24.10.2017 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Und Kern schürt noch

    Bitte beinhart gegen diese Gruppen vorgehen, die durchwegs noch nichts geleistet haben - Demokratieverständnis haben die genauso wenig wie der Großteil der Grünen und der abgewählte Herr Kern schürt fleißig - einfach schlimm...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gil am 27.10.2017 04:18 Report Diesen Beitrag melden

    Berufsprotestierer in eigener Sache

    Das sind in erster Linie Vereine, die jetzt um ihre Pfründe und Subventionen fürchten! Berufsprotestierer, die bei Verlust derselben nun arbeiten gehen müssten wie jeder andere auch! FPÖ und ÖVP werden sich gegen Verleumdungen und Unterstellungen juristisch zu wehren wissen!

  • Bertl Kral am 25.10.2017 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Radikale Linke rufen zum Kampf

    um ihr eigenes, am Seidenfaden hängenden Überleben auf. Von mir aus sollen sie das, solange sie nicht wie bisher alle Arbeiter am Heimfahren, oder Zusteller an ihrer Arbeit hindern. Niemand ausser sie selbst nämlich sind schuld daran, weshalb die sich selbst verdemonstratisieren müssten, statt das einfache Volk damit zu belästigen ! All das kommt davon, wenn man das eigene Volk gegen ein anderes weil buntes, welches allerdings nichts dazu beitragen will austauschen will und deren Taten strafrechtlicher Natur, sogar zu relativieren versucht ! Eine Griechin im Ratshaus und ein Holländer

  • Hannah am 25.10.2017 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    95 % Show - oder so?

    Nur weiter so, schließlich sollte Wien als Hauptstadt irgendwann auch dem Österreich Trend folgen. Wünsche Herrn Pilz in diesem Sinne schon mal alles gute und wenn sich die Nullzinspolitik mal ändert, dann gehts ans Eingemachte, dann werden die Roten wohl auch andere Sorgen haben. Neulich auch wieder richtig gelacht. Kern kreidet anderen Inszenierung an und was macht man dann: inszeniert Demos. Das fällt wohl auch unter Satire. Vielleicht hat Niavarani einen Job für Kern im Simpl.

  • hannah am 25.10.2017 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    abwarten und tee trinken

    LAAAANGWEILIG. Aussitzen. Die können meinetwegen demonstrieren bis sie schwarz werden oder sich den allerwertesten abfrieren. ich hoffe wir bekommen einen eiskalten winter. aber man muß natürlich klar aufpassen, dass die linken keine taten wie in hamburg begehen. da hört sich der spass dann wirklich auf.

  • j.l. am 25.10.2017 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    ihr redet von demokratie

    demokratie bedeutet für mich das alle parteien sachlich verhandeln und mitmachen dürfen, jede die die hürde geschafft hat ansonsten ist eine demokratie nichts anderes als eine diktatur über die minderheiten. also nicht streiten sondern reden verhandeln zusammenarbeiten das würd ich mir wünschen aber es wird wohl ein traum bleiben

    • Kritischer Geist am 25.10.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      @j.l.

      Also war die Ausgrenzung der FPÖ durch Rote, Grüne, Rosarote usw. ein Indiz dafür, dass wir in einer Diktatur lebten. Dann kann man ja nur froh sein, dass die Wähler einen anderen Kurs eingeschlagen haben.

    • j.l. am 25.10.2017 13:42 Report Diesen Beitrag melden

      nur leider

      wird sich jetzt auch nichts ändern denn rot schmollt und ist unten durch bei den anderen wie es scheint dann wären noch die neos und pilz die auch mitmachen sollten, hab i wem vwegessen

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