Jehuda Glick in Wien

13. Februar 2018 10:45; Akt: 15.02.2018 15:19 Print

Rechter Rabbi machte Strache seine Aufwartung

Der erste Gast aus Israel: Vizekanzler Strache empfing den umstrittenen Parlamentarier Yehuda Glick.

Vizekanzler Strache, Jehuda Glick und FP-Generalsekretär Harald Vilimsky. (Bild: picturedesk.com)

Vizekanzler Strache, Jehuda Glick und FP-Generalsekretär Harald Vilimsky. (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Besuch mit Signalwirkung: Seit dem Antritt der türkis-blauen Regierung hat die israelische Regierung unter Premier Benjamin Netanjahu alle offiziellen Kontakte zur FPÖ und zu FPÖ-Ministern vermieden. Auch die Knesseth, das israelische Parlament, hat sich geschlossen gegen Kontakte mit den Blauen ausgesprochen. Kontakte mit jenen Ministerien, die von FPÖ-Ministern geführt werden, sollten nur auf Beamtenebene stattfinden. Doch um Richtlinien der eigenen Regierung hat sich der Abgeordnete Jehuda Glick noch nie gekümmert.

"Strache ist ein guter gläubiger Christ"

Es war die erste Begegnung zwischen Heinz-Christian Strache und Glick, seit der FP-Chef Vizekanzler ist. Der orthodoxe jüdische Rabbiner Glick von der konservativen Regierungspartei Likud gilt als wortreicher Verteidiger des FPÖ-Chefs. Er sei überzeugt, dass dieser österreichische Politiker ein “guter gläubiger Christ” sei und viel Verständnis für Israel habe, sagte Glick nach der Regierungsbildung in Österreich. Strache revanchierte sich, indem er laut israelischen Medienberichten sagte, es sei "völlig absurd", Jerusalem nicht als israelische Hauptstadt anzuerkennen.

"Höflichkeitsbesuch" bei Kneissl

Der in den USA geborene Glick traf auch Außenministerin Karin Kneissl zu einem „Höflichkeitsbesuch“ . Es gehe um „reines Kennenlernen“, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums im Vorfeld.

Seit Jahren kämpft Glick unverdrossen für einen freien Zugang der Juden zu allen Teilen des Tempelberges, was Muslime hell empört. Er will, dass auf dem Tempelberg der dritte jüdische Tempel entsteht. 2014 wurde der Vater von 14 Kindern von einem Palästinenser auf offener Straße angeschossen und schwer verletzt.

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 13.02.2018 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr schön !

    Aber man sieht, abgesehen von dieser löblichen ausnahme, wer wen ausgrenzt.

  • Tante Hilde am 13.02.2018 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    freut mich

    Das ist einmal eine Positive Meldung für Herrn Strache ,nicht immer diese Hetzkommentare ,gut so

    einklappen einklappen
  • Shabeskeer am 13.02.2018 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Die passen gut zusammen, perfektes team

Die neuesten Leser-Kommentare

  • thunderbolt am 15.02.2018 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Israel

    Wäre die FPÖ nur halb so "rechts" wie die israelische Poltik, hätten die "LinksGrünInnen" wirklich einen Grund zum Jammern. Aber Israel ist "natürlich was ganz Anderes"....

  • Bitte Lesen am 14.02.2018 01:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wer English kann

    Ein radikaler Besuch.

  • M.arion am 13.02.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ja diese

    Erbschuld, was die schon gekostet hat. Hand aufhalten ist anscheinend o.k. Hände schütteln nur wenn die "richtige" Partei in der Regierung sitzt. In jeder Religion Bigotterie und Falschheit als oberstes Gebot

  • teer und federn am 13.02.2018 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    zwei brüder im geiste dieser

    "glick" und der hc. die schenken sich einander nichts.

  • Shabeskeer am 13.02.2018 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Es darf keinen 3.tempel geben, und hc strache sollte dem Papst und den imanen nicht vorgreifen sondern bei der Politik bleiben