Widerstand angekündigt

07. September 2018 14:55; Akt: 07.09.2018 16:52 Print

Rechtsextreme planen Kreuzfahrt durch Wien

Im Juni 2019 will die kanadische Rechtsaußen-Plattform "The Rebel Media" in Wien eine "Rechtsextremisten-Kreuzfahrt" abhalten. SP und Grüne toben.

Auch der mehrfach verurteilte britische Rechtsextremist Tommy Robinson will nächsten Sommer zu einer Donau-Schiffahrt mit Gleichgesinnten nach Österreich kommen. (Bild: Swns.com)

Auch der mehrfach verurteilte britische Rechtsextremist Tommy Robinson will nächsten Sommer zu einer Donau-Schiffahrt mit Gleichgesinnten nach Österreich kommen. (Bild: Swns.com)

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Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichten, soll im nächsten Sommer in Wien eine Bootsfahrt mit ausschließlich rechtsextremistischen Teilnehmern über die Bühne gehen. Aufgerufen hatte dazu die kanadische Rechtsaußenplattform "The Rebel Media", die Gleichgesinnte "aus aller Welt" dazu einlädt an dem geplanten "Rebel Cruise" teilzunehmen.

Spitzentreffen der Rechtsextremen in Wien?

Das Ziel der geplanten Reise soll in Budapest liegen, zuvor wollen die rechtsextremen Teilnehmer aber auch in Salzburg, Linz und Wien andocken. Besonders problematisch wird die von den "OÖN" kolportierte Ladungsliste des "Events" bewertet. Kommen sollen nämlich international bekannte Vertreter des politischen Rechtsextremismus. Unter anderem wird auch mit einem Erscheinen des Briten Tommy Robinson gerechnet, der als "Galionsfigur" der britischen Rechtsextremen gilt. Der frühere Journalist bei der englischen Zeitung "Sun" war nach wiederholten rassistischen Ausfällen von seinem früheren Arbeitgeber gekündigt worden. Robinson wurde darüber hinaus aber auch in mehreren anderen Gerichtsverfahren wegen extremistischer oder rassistischer Aussagen und Handlungen mehrfach verurteilt.

SPÖ und Grüne toben

Gerade der geplante Besuch von Robinson lässt aber in der Opposition derzeit die Wellen der Empörung höher schlagen. Österreich würde durch die "Rechtsextremistische Kreuzfahrt" wieder einmal zum Tummelplatz der internationelen Rechtsextremisten Szene verkommen, kritisierte die SPÖ-Sprecherin für Gedenkkultur Sabine Schatz. "Das bedeutet, dass Figuren wie Tommy Robinson durch Österreich spazieren und sich mit Sympathisanten hierzulande treffen und vernetzen können." Von Kanzler Kurz (VP) fordert die SPÖ in diesem Zusammenhang einmal mehr "zu handeln, anstatt immer nur zu schweigen".

In eine ähnliche Kerbe schlagen auch die Grünen, die ebenfalls Widerstand gegen diesen "Rechtsextremen-Tourismus" ankündigen. Linz dürfe "keine Pilgerstätte für Rechtsextreme werden", so Sophia Hochedlinger von den Grünen Linz. Sie fordert von der Stadt Linz jetzt ein klares Zeichen gegen den Rechtsextremismus. "Linz hat als einstige Lieblingsstadt Adolf Hitlers eine ganz besondere Verantwortung. Die Stadt muss daher unzweifelhaft feststellen, dass sie nicht zur Pilgerstätte für Rechtsextreme werden will", so Hochedlinger.

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(mat)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jack Bauer am 07.09.2018 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach:

    Allfällige linke Kawalldemos mit schwarzem Block, Sachbeschädigungen usw verbieten, dann werden die ach so gefääääährlichen Rechten still und ohne Aufsehen vorbeischippern.

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  • Ich eben am 07.09.2018 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Besser als...

    ... eine linke Kreuzfahrt direkt von der Küste Lybiens bis Traiskirchen.

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  • Ehklar am 07.09.2018 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Das verstehe ich nicht! Österreich will ja den Tourismus ankurbeln. Oder sind wir HIER fremdenfeindlich?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • j.l. am 12.09.2018 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    gut so

    sowas brauchen wir wirklich nicht. hoffentlich finden die keinen anderen weg.

  • e.e. am 08.09.2018 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zweierlei Maße

    Aber die Che Küste in Wien ist in Ordung.

  • gironnimo am 07.09.2018 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich liebe

    das Heulen und das Zähne Knirschen von den roten, grüninnen und den links-linken

    • Korbi am 14.09.2018 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gironnimo

      sie meinen der rechten. die machen das ja so gerne, wenn eine Veranstaltung abgesagt wird.

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  • Ike am 07.09.2018 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einreiseverbot!

    Die sollen eine Kreuzfahrt ins Bermuda Dreieck planen und auf nimmerwiedersehen darin verschwinden! Einreiseverbot verhängen und aus fertig! Bin schon mächtig gespannt wie unsere Regierung darauf reagiert!

    • Ruhig Blut! am 07.09.2018 20:50 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Schnappatmung bekommen!

      Immer mit der Ruhe. Sie haben sich verlesen. Die planen keinen Kreuzzug, sondern bloß eine Kreuzfahrt.

    • e.e. am 08.09.2018 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ike

      Am besten gar nicht.

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  • Ich eben am 07.09.2018 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Besser als...

    ... eine linke Kreuzfahrt direkt von der Küste Lybiens bis Traiskirchen.

    • Rorschach am 08.09.2018 01:15 Report Diesen Beitrag melden

      Oje, wo soll das sein

      dieses Lybien? Allerorts ist nämlich nur Libyen bekannt.

    • e.e. am 08.09.2018 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ich eben

      Bis auf den Dreher ok!

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