US-Außenminister in Wien

07. Dezember 2017 15:35; Akt: 07.12.2017 15:43 Print

Tillerson begeistert von "Prime Minister" Kurz

Beim OSZE-Treffen zeigte sich US-Außenminister Rex Tillerson voll des Lobes über Sebastian Kurz und bezeichnete ihn gleich als "Prime Minister".

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Während Sebastian Kurz trotz seines Sieges bei der Nationalratswahl offiziell immer noch "nur" Außenminister ist, hält sich sein US-Amtskollege Rex Tillerson mit solchen Formalien nicht lange auf.

Am Rande des OSZE-Ministerrates zeigte sich Tillerson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sebastian Kurz voll des Lobes über "starken Führungsstil" des VP-Chefs. Bei dem Gespräch in der Wiener Hofburg titulierte er diesen sogar schon jetzt als "Prime Minister" – obwohl das derzeit eigentlich immer noch Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) ist. Dabei ließ der US-Außenminister durchblicken, dass er persönlich erwarte, dass die türkis-blauen Koalitionsgespräche bald einen positiven Abschluss finden.

Die USA würden sich "auf eine Zusammenarbeit mit der künftigen Regierung freuen", bekräftigte Tillerson und würdigte dabei auch den "wichtigen Beitrag" Österreichs im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Form von humanitärer Unterstützung in den bereits befreiten Regionen. "Der Terrorismus ist eine globale Bedrohung der Welt und auch Österreich ist nicht immun dagegen", wird Trumps Außenminister von der APA zitiert.

Wien als Vermittlungsort

Obwohl "Prime Minister" Kurz zuvor der neu eingeschlagenen Israel-Politik von Donald Trump eine Absage erteilte, kann sich Tillerson Österreich, insbesondere die Bundeshauptstadt Wien, gut als neutralen Verhandlungsort für internationale Konfliktlösung vorstellen. "Wien hat viele großartige Gebäude, in denen man Treffen abhalten kann", so der US-Außenminister und lobte noch die österreichischen Bemühungen im Ukraine-Konflikt mit Russland sowie die Position zur den Nuklearbestrebungen von Kim Jong-un.

"Wir sind immer bereit für ein Treffen", kommentierte Kurz und bemühte sich klarzustellen, dass er noch Außenminister und nicht Bundeskanzler sei.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 07.12.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Klar Vertreter der Neoliberalen

    Deshalb wurden die Kriegsoptionen der EU unterzeichnet.

  • Distanzieren am 08.12.2017 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Lob ablehnen

    Von einem amerikanischen Politiker ein Lob zu bekommen ist in der derzeitigen Situation das Schlimmste was einem europäischen Politiker widerfahren kann. Mir steigt das kalte Grauen auf!

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  • Distanzieren am 08.12.2017 09:56 Report Diesen Beitrag melden

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    Von einem amerikanischen Politiker ein Lob zu bekommen ist in der derzeitigen Situation das Schlimmste was einem europäischen Politiker widerfahren kann. Mir steigt das kalte Grauen auf!

  • zimbo am 07.12.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Klar Vertreter der Neoliberalen

    Deshalb wurden die Kriegsoptionen der EU unterzeichnet.