Beziehungen pflegen

12. Juni 2017 20:25; Akt: 12.06.2017 20:53 Print

Schelling, Nowotny: Kritik an "Geheimbesuch" im Iran

Finanzminister Hans Jörg Schelling und OeNB-Chef Ewald Nowotny besuchten mit einer Delegation am Wochenende den Iran, wie die irankritische Plattform „Stop the Bomb“ vermerkt.

Finanzminister Schelling in der ORF-Pressestunde (Bild: Screenshot ORF)

Finanzminister Schelling in der ORF-Pressestunde (Bild: Screenshot ORF)

Fehler gesehen?

Iranische Regimemedien berichten über Treffen mit Irans Außenminister Zarif, Ölminister Zanganeh, Wirtschaftsminister Tayebnia sowie Industrieminister Nematzadeh. Dabei soll es unter anderem um ein Steuer-Abkommen und den Ausbau der Bankgeschäfte von Oberbank, Raiffeisen und Bank Austria, die laut Medienberichten vom letzten Jahr wegen des Verdachts auf Verstöße gegen Sanktionen ins Visier von US-Ermittlern geriet, gegangen sein. Die OeNB habe laut Nowotny ein Konto für Irans Zentralbank eingerichtet. Auch über eine Beteiligung der Voestalpine an einem Stahlwerk im Süd-Iran wird berichtet, wie die irankritische Plattform „Stop the Bomb“ am Montag berichtete.

Es gehe um eine Normalisierung der Beziehungen mit dem Iran, hieß es seitens der Nationalbank.

"Durch intransparente Besuche und Geschäfte mit dem iranischen Regime unterstützen Österreichs Politik, Banken und Firmen eine islamistische Diktatur, die weltweit die höchsten Hinrichtungszahlen in Relation zur Bevölkerungszahl zu verantworten hat, sowie ein antisemitisches Regime, das Israel mit der Vernichtung droht und staatliche Holocaust-Leugnung betreibt", so der Sprecher der Plattform, Stefan Schaden.

Die Bank Austria dementierte die Angaben: "Wir wissen von dieser Delegation gar nichts, waren auch nicht beteiligt und daher wurden auch keine Interessen der Bank Austria vertreten", sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Auch über eine Beteiligung des Stahlkonzerns voestalpine an einem Stahlwerk im Südiran wurde der Plattform zufolge in den iranischen Medien berichtet. Der oberösterreichische Stahlkonzern wies das aber ebenfalls zurück: "Wir sind im Iran an keinerlei Stahlwerksprojekt beteiligt", betonte Konzernsprecher Peter Felsbach.

(red)

Themen
Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TantePolly am 16.06.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Hunde bellen,

    aber die Karawane zieht weiter.

  • herst horst am 12.06.2017 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    wo ist das problem?

    dürfen die keine geschäfte mehr machen? überhaupt, schelling sollte mal die armen entlasten und von sich selbst und seinesgleichen steuern einheben.

    einklappen einklappen
  • Wolfgang Weberberger am 13.06.2017 05:33 Report Diesen Beitrag melden

    Der Iran hat seit so genannt...

    ...nie andere Länder angegriffen...sich stets nur verteidigt...hunderte von Jahren. Gegen angloamerikanischen Expansionswillen...und auch europäisches Mitläufertum. Auf EINES können wir Österreicher stolz sein...unsere Neutralität! Das bedingt eben Gespräche mit jedem. Das...genau das...erwarte ich persönlich von einer ernstzunehmenden "Organisation". Das sie mit Allen reden.....nicht gleich Bomben werfen. ;-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • hans-jörgr-fan am 18.06.2017 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    was macht unser hans-jörg bei die perser ?? brauct er an neuen teppisch ? kann ich mir nicht wirklich vorstellen, aber es würde mich interessieren, was mit den persern 'ausverhandelt' wurde.

  • TantePolly am 16.06.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Hunde bellen,

    aber die Karawane zieht weiter.

  • Wolfgang Weberberger am 13.06.2017 05:33 Report Diesen Beitrag melden

    Der Iran hat seit so genannt...

    ...nie andere Länder angegriffen...sich stets nur verteidigt...hunderte von Jahren. Gegen angloamerikanischen Expansionswillen...und auch europäisches Mitläufertum. Auf EINES können wir Österreicher stolz sein...unsere Neutralität! Das bedingt eben Gespräche mit jedem. Das...genau das...erwarte ich persönlich von einer ernstzunehmenden "Organisation". Das sie mit Allen reden.....nicht gleich Bomben werfen. ;-)

  • herst horst am 12.06.2017 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    wo ist das problem?

    dürfen die keine geschäfte mehr machen? überhaupt, schelling sollte mal die armen entlasten und von sich selbst und seinesgleichen steuern einheben.

    • Franzilot am 13.06.2017 09:32 Report Diesen Beitrag melden

      zu h horst

      Gute Idee, aber da friert vorher die Hölle ein.

    • Kritischer Geist am 14.06.2017 11:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Herst Horst

      Das Denken der Linken ist einfach zu durchschauen: Wenn es um Konflikte zwischen unserer eigenen Staat und anderen Staaten geht, ergreift man für die Fremden Partei. Auf kultureller Ebene macht man das selbe. Das Christentum ist Opium für das Volk, die zunehmende Islamisierung Europas hingegen ist "Bereicherung". Der Hass der Linken auf den Westen, die Werte der Aufklärung, auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit ist unübersehbar. Die Kehrseite dieser Medaille ist die undifferenzierte Idealisierung von allem, was von möglichst weit weg kommt. Wie durchschaubar!

    • herst horst am 14.06.2017 18:21 Report Diesen Beitrag melden

      @kritischer geist

      deine wirren verschwörungstheorien machen, wie immer keinen sinn. lass es lieber.

    einklappen einklappen
>