Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV

28. November 2017 14:19; Akt: 28.11.2017 14:23 Print

Schon drei Fälle bei Tiroler Landes-Hotline gemeldet

Im Zuge der Missbrauchsvorwürfe gegen den ÖSV, richtete auch das Land Tirol eine Hotline für Betroffene ein. Drei Personen haben sich bereits gemeldet.

Nach den Aussagen der ehemaligen Skirennläuferin Nicola Werdenigg rückt die Skimittelschule (damals Skihauptschule) Neustift mit dem dazugehörenden Internat in den Mittelpunkt der derzeitigen Diskussionen. (Bild: picturedesk.com)

Nach den Aussagen der ehemaligen Skirennläuferin Nicola Werdenigg rückt die Skimittelschule (damals Skihauptschule) Neustift mit dem dazugehörenden Internat in den Mittelpunkt der derzeitigen Diskussionen. (Bild: picturedesk.com)

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Während der Österreichische Skiverband (ÖSV) als Unterstützung zur Aufklärung der Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die durch die ehemalige Abfahrtsweltmeisterin Nicola Werdenigg im Zuge der #metoo-Debatte angesprochen wurden, Waltraud Klasnic ins Boot holt, hat auch das Land Tirol eine Hotline eingerichtet.

Wie der ORF am Dienstag berichtet, haben sich bei dieser seit der Errichtung vergangene Woche nun bereits drei Personen gemeldet. Die Fälle sollen 20 bis 45 Jahre zurückliegen und werden untersucht. "Bis heute Mittag haben sich drei Personen bei der Anlaufstelle des Landes Tirol gemeldet, die darauf schließen lassen, dass die Missbrauchsvorwürfe in der ehemaligen Skihauptschule Neustift und besagte Aufnahmerituale im Skigymnasium Stams zutreffen könnten", so Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) und Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) in einer Aussendung.

Bei der Klasnic-Kommission können sich zudem ab dem heutigen Dienstag Betroffene melden. Die von der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau bereits 2010 ins Leben gerufene Kommission, damals zur Aufklärung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, ist unter der Website opfer-schutz.at erreichbar.

Schwere Vorwürfe

Nicola Werdenigg brachte den Stein ins Rollen und berichtete von schweren sexuellen Übergriffen während ihrer aktiven Zeit in den 1970er-Jahren als auch von einem Fall aus dem Jahr 2005, der die Skihauptschule Neustift, betrieben von Tiroler Skiverband (TSV), betrifft. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel will davon nichts wissen. Er kann zudem nicht nachvollziehen, weshalb die ehemalige Skirennläuferin keine Namen nennt, möchte den Vorwürfen nun aber auf den Grund gehen.

Der Tiroler Skiverband will indes alte Heimprotokolle durchforsten. In zwei Sitzungsprotokollen aus den 70er Jahren sei von einem "Vorfall" die Rede. Um welchen Vorfall es sich konkret gehandelt hat oder wer daran beteiligt war, sei nicht vermerkt. Deshalb komme es jetzt darauf an, ob sich Zeugen bzw. Betroffene zu Wort melden und somit zur Aufklärung beitragen können.

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(ek)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hueher am 28.11.2017 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1968 - 2000 all diese Jahre? was war da los?

    45 Jahre zurück liegende Vorfälle? Warum so lange gewartet und was ist mit Namen dieser angeblichen Opfer? Natürlich wird alles abgestritten werden, ist doch alles verjährt und vergessen........ Ich kann überhaupt nicht verstehen wenn heute alles breitgetreten wird, warum nicht eher? Dieses blödsinnige me-too stammt von karieregeilen Schauspielerinnen, ok, aber bei den Sportlerinnen glaube ich das weniger........

  • W.W. am 28.11.2017 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    N.N.

    Hallo mich nervt das alles schon sehr daher mein Vorschlag Sektion Frauen Rennsport beenden spart Äger und Geld

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  • W.W. am 28.11.2017 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    N.N.

    Hallo mich nervt das alles schon sehr daher mein Vorschlag Sektion Frauen Rennsport beenden spart Äger und Geld

    • Magda Lena am 28.11.2017 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      wenn's nervt...

      Man(n) könnte generell alle Frauen gleich daheim einsperren, dann gäbe es, außer "häuslicher Gewalt", keine Probleme mehr mit Übergriffen jeglicher Art. Und noch eine positive Nebenwirkung: endlich eine positive Annäherung an den Islam, denn auch dort spielen Frauen eine untergeordnete Rolle. Also gleich zwei Fliegen mit einem Schlag! Juchu!

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  • hueher am 28.11.2017 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1968 - 2000 all diese Jahre? was war da los?

    45 Jahre zurück liegende Vorfälle? Warum so lange gewartet und was ist mit Namen dieser angeblichen Opfer? Natürlich wird alles abgestritten werden, ist doch alles verjährt und vergessen........ Ich kann überhaupt nicht verstehen wenn heute alles breitgetreten wird, warum nicht eher? Dieses blödsinnige me-too stammt von karieregeilen Schauspielerinnen, ok, aber bei den Sportlerinnen glaube ich das weniger........